Madrid - Nach den streikbedingten Flugausfällen vom Montag müssen Spanien-Reisende auch am Mittwoch prüfen, ob ihre Maschine fliegt: Ein Pilotenstreik hat die spanische Airline Iberia erneut dazu gezwungen, mehr als ein Drittel der geplanten Verbindungen zu annullieren. Wie das Unternehmen mitteilte, fielen am Mittwoch 104 Flüge aus. Von den Absagen waren rund 10.000 Passagiere betroffen. Die meisten von ihnen konnten nach Angaben von Iberia auf Maschinen anderer Linien umgebucht werden.
Die Iberia-Piloten hatten bereits am 18. und 29. Dezember 2011 sowie am 9. Januar die Arbeit niedergelegt. Die Streiks, zu denen die Pilotengewerkschaft Sepla aufgerufen hatte, richten sich gegen das Vorhaben Iberias zur Gründung einer Billigfluggesellschaft. Die Gewerkschaft schloss weitere Arbeitsniederlegungen nicht aus, wollte zunächst aber neue Verhandlungen mit dem Konzern führen.
Iberia betonte, dass das Unternehmen von seinem Vorhaben nicht abrücken werde. Die Tochterfirma Iberia Express soll im März mit zunächst vier Maschinen vom Typ Airbus A320 den Betrieb aufnehmen. Bis Ende 2012 soll die Zahl der Flugzeuge auf 13 erhöht werden. Die Tochterfirma soll sich auf Flüge innerhalb Spaniens und Europas spezialisieren, so dass die Muttergesellschaft sich auf die lukrativen Transatlantikrouten konzentrieren kann.
jus/dpa
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