Weinschlacht in Spanien Augen zu, Mund auf!

Rioja ist für guten Wein bekannt - und für eine skurrile Schlacht, bei der die Einwohner der Region sich gegenseitig mit Rotwein übergießen. Wer rote Augen fürchtet, sollte die Taucherbrille nicht vergessen.

AFP

Sause ohne Gläschen: Rund um den kleinen Ort Haro in Nordspanien haben sich Tausende Menschen gegenseitig mit Rotwein übergossen. Die traditionelle Weinschlacht ist ein skurriles Volksfest, das seit mindestens einem Jahrhundert jedes Jahr am 29. Juni, dem Tag des Schutzheiligen San Pedro, gefeiert wird.

Der Auftakt ist alljährlich zunächst friedlich - und trocken: Der Tag beginnt mit einer Messe. Erst später gehen die Teilnehmer in zwei gegnerischen Gruppen in den umliegenden Wäldern und Weinbergen aufeinander los.

"Für diese unblutige Schlacht sind alle Waffen geeignet", erklärt die Gemeindeverwaltung die wenigen Regeln auf ihrer Internetseite. Bewaffnet sind die meisten Teilnehmer mit Weinschläuchen, Kanistern und Wasserpistolen. Gesichter, Haare und die anfangs noch weißen T-Shirts der Teilnehmer sind bald rot getränkt - ihre Augen schützen viele Kämpfer mit Sonnen- und Taucherbrillen.

emt/dpa



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