Sparmaßnahme: Ryanair-Pilot will Chef durch Flugbegleiter ersetzen

Ryanair-Boss Michael O'Leary ist bekannt dafür, ständig laut über mehr oder weniger absurde Sparmaßnahmen nachzudenken. Jetzt hat ein Pilot seiner Airline eine Idee geäußert, mit der jedes Jahr Millionen Euro gespart werden könnten.

Ryanair-Chef O'Leary: Ständig neue Ideen, wie man Kosten senken kann Zur Großansicht
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Ryanair-Chef O'Leary: Ständig neue Ideen, wie man Kosten senken kann

Madrid - Mit seinem jüngsten Sparvorschlag, die Copiloten abzuschaffen, hat Ryanair-Chef Michael O'Leary bei seinen eigenen Angestellten für launigen Protest gesorgt. Ryanair-Pilot Morgan Fischer stellte in einem Brief an die "Financial Times" vom Dienstag einen Gegenvorschlag zur Diskussion: O'Leary könne doch durch einen Flugbegleiter ersetzt werden, schrieb der 41-Jährige aus Marseille.

Er verwies auf das Sparpotenzial seiner Idee, denn das Kabinenpersonal verdiene bei Ryanair derzeit im Schnitt 13.200 Euro netto im Jahr. "Ryanair würde davon profitieren, indem es Millionen Euro an Gehalt, Boni und Aktienoptionen spart", hieß es in dem Brief weiter.

O'Leary zeigte sich humorvoll und antwortete, ein Flugbegleiter sei sicher ein "weitaus attraktiverer" Chef, wobei "die Latte hier nicht besonders hoch liegt". Der Vorschlag werde geprüft. Der Chef der irischen Billigflug-Linie macht immer wieder mit unorthodoxen Sparvorschlägen von sich reden: So dachte er laut über die Einführung einer Toiletten-Gebühr an Bord und Übergewichtszuschläge nach. Von der Verzichtbarkeit von Copiloten will er die Flugsicherheitsbehörden überzeugen.

Leser-Anekdoten: Kurioses aus dem Cockpit

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sto/AFP

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1. Nicht nur an den Co-Piloten kann man sparen ...
matthias d. 14.09.2010
wenn endlich ferngesteuerte Linienflieger starten, kann man außerdem am Piloten sparen. Die Flieger müssen ja sowieso nur noch bei Start und Landung von nem Piloten überwacht werden ... da kann also bei nem guten Zeitplan 1 Pilot 5 Flieger überwachen ... ... und wenn man dann noch jeweils Starten und Landen outsourced ... 1-Euro-Jobber können doch bestimmt auch nen Joystick bedienen ... Wahnsinn was die Fliegerei für Einsparpotentiale aufweißt ...
2. .
PeteLustig 14.09.2010
13.200 Euro Netto-Jahreslohn, also 1.100 Euro monatlich - ist das schon Hartz4-ergänzungsfähig oder ganz knapp darüber?
3. Hungerlohn
yarx 14.09.2010
Zitat von PeteLustig13.200 Euro Netto-Jahreslohn, also 1.100 Euro monatlich - ist das schon Hartz4-ergänzungsfähig oder ganz knapp darüber?
Ich dachte ja auch zuerst,daß das ganz schön viel ist 13 Mille im Monat. Also nochmal genauer gelesen! 13 im Jahr! Uihuih, das ist knapp. Ich vermute Zugbegleiter bei der Bahn haben mehr, oder?
4. Was will man denn von den Mitarbeitern einer Firma erwarten ...
ry-no-air 14.09.2010
... wenn sie so bezahlt werden? Jetzt ist mir auch klar, warum das Bodenpersonal von Ryanair einen nicht mitfliegen lassen will, wenn man dort mit einem vorläufigen Personalausweis einchecken will. "Wird von uns nicht anerkannt - Mitflug nicht möglich" war die lapidare Auskunft. Auf meinen Hinweis, dass es sich immerhin um ein Bundesdokument handelt, kam die gleiche Antwort: "Wird von uns nicht...". Erst auf dringlichstes Insistieren doch bitte bei den Vorgesetzten nachzufragen, kam dann - nach dreimaligem Telefonieren! - die erlösende Auskunft. "Öhm, ja erkennen wir doch an ..." Und dann wird man noch komisch angekuckt, wenn man sich darüber aufregt. Naja, bei dem Gehalt würd ich auf Briefings zum Umgang mit Personaldokumenten auch lieber schlafen.
5. Mann..
nanokain 14.09.2010
O'Leary sollte durchaus mal seinen Geisteszustand prüfen lassen. Erst sind es nur dumm-krude Vorschläge, nun spielt er mit dem Leben seiner Kunden. Ich weiss schon warum ich nicht bei billig-Klitschen buche, auch wenn sie den Wettbewerb befeuern, geht dieser Hampelmann regelmässig zu weit.
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