St. Patrick's Day weltweit: Eine Sphinx sieht grün
Das kommt davon, wenn mehr Menschen irischer Abstammung außerhalb Irlands leben als innerhalb: Die Welt färbt sich grün. Pünktlich zum St. Patrick's Day werden die Oper von Sydney, die Niagara-Fälle und sogar die Pyramiden von Gizeh in poppiges Licht getaucht.
Ob in Chicago, New York, Sydney - oder in Dublin selber: Wie jedes Jahr am 17. März ist die Farbe Grün angesagt. Zu Ehren des irischen Heiligen St. Patrick hüllen sich Iren, Menschen mit irischen Wurzeln und Irland-Fans in Faunen-Kostüme, schmücken sich mit Kleeblättern und absurden Brillen. Flüsse werden grün eingefärbt, Bauwerke grün angestrahlt.
In Irlands Hauptstadt dauern die Feierlichkeiten gleich fünf Tage. Die meisten Sehenswürdigkeiten Dublins schimmern in Grün, und der Präsident Michael D. Higgings ist der Gastgeber einer TV-Show, bei der die bekanntesten Künstler und Musiker des Landes wie der Dichter und Nobelpreisträger Seamus Heaney und Bono auftreten. Am Sonntag schlängelt sich eine Parade durch die Innenstadt, auf der Künstler aus 46 Ländern teilnehmen. Erstmals angeführt durch die "People's Parade", einen Umzug aus 8000 Menschen aus aller Welt. Die Veranstalter rechnen mit einer halben Million Zuschauer.
Die Tourismusbehörde wirbt in diesem Jahr mit "The Gathering", für das es Menschen irischer Abstammung zu Veranstaltungen im ganzen Land anlocken will. In einer globalen Kampagne werden am Sonntag auch berühmte Sehenswürdigkeiten in Grün getaucht: darunter der schiefe Turm von Pisa in Italien, die Gizeh-Pyramiden in Ägypten, die Christusstatue im brasilianischen Rio de Janeiro und die Niagara-Fälle. Außerdem leuchten traditionsgemäß die Sydney-Oper in Australien und das Empire State Building in Grün.
Wie jedes Jahr sieht die irische Gemeinde auch in den USA bunt. Dort wurde aus religiösen Gründen bereits am Samstag gefeiert statt am Sonntag. In Chicago jubelten Tausende Zuschauer, als Arbeiter Farbe von einem Boot aus in den Chicago River gossen und dem Fluss für einige Stunden zu einem schillernden Grün verhalfen. In New York begrüßten Hunderttausende die größte St.-Patrick's-Parade der USA mit ihren Musikkapellen und Tanzgruppen. An ihr nahm auch Irlands Premierminister Enda Kenny teil.
abl/AP
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- Sonntag, 17.03.2013 – 14:57 Uhr
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