Berlin - Viele Reisende, die einen Direktflug von Europa an die US-amerikanische Ostküste gebucht hatten, mussten in den vergangenen zwei Monaten einen unerwarteten Stopover hinnehmen. Heftiger Gegenwind, der sogenannte Jetstream, hatte Dutzende Maschinen zu unplanmässigen Zwischenlandungen gezwungen: Ihnen war schlicht der Sprit ausgegangen. Das berichtet die US-Tageszeitung "USA Today".
"Das sind die heftigsten Windströme der vergangenen zehn Jahre", sagte Megan McCarthy, Sprecherin der Fluggesellschaft United-Continental, laut dem Zeitungsbericht. Die Windgeschwindigkeiten betrugen mehr als 200 km/h, normalerweise bläst es in diesen Höhen zu dieser Jahreszeit gerade mal halb so stark.
Der Sprecherin zufolge mussten 43 der 1100 Flieger auf dem Weg nach New York (Newark Airport) und Washington DC (Dulles International Airport) den Kurs ändern. Im Dezember 2010 legte die Fluglinie dagegen nur zwölf unplanmäßige Tank-Stopps ein.
Betroffen waren nur Flugzeuge des Typs Boeing 757s
, die Maschine fasst weniger Sprit als die größere Boeing 777. Zumeist landeten die Flieger in Kanadas östlichsten Provinzen Neufundland und Labrador oder in Boston, um an neues Kerosin zu kommen.
Auch andere Airlines mussten offenbar unplanmäßig landen. Laut "USA Today" legten sowohl US Airways als auch American Airlines Zwischenlandungen zum Auftanken ein. Ungefähr 45 Minuten dauerten diese Aufenthalte im Schnitt, aufgrund des starken Gegenwind kamen häufig weitere Verspätungen hinzu. Gefahr habe allerdings zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es.
lgr
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