Rekordjahr im Tourismus Schland, wir kommen

Neuer Rekord: Zum sechsten Mal in Folge sind die Übernachtungszahlen in Deutschland gestiegen. Die meisten ausländischen Besucher kommen aus einem Nachbarland.

Sommerstimmung auf Sylt: Deutschland-Urlaub weiter im Trend
DPA

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Der Boom im Deutschland-Tourismus ist ungebrochen: Das vergangene Jahr hat den sechsten Übernachtungsrekord in Folge gebracht. Das Statistische Bundesamt zählte 436,4 Millionen Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland.

Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Ferienhäuser und Campingplätze registrierten damit ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Dabei stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um fünf Prozent auf 79,7 Millionen. Bei Reisenden aus dem Inland gab es ein Plus von zwei Prozent auf 356,7 Millionen.

"Deutschland als Gastgeberland eilt weiter von Rekord zu Rekord", sagte Ernst Fischer, Präsident des Branchenverbandes Dehoga. Die Branche profitierte nach eigenen Angaben unter anderem von der robusten deutschen Konjunktur und der Konsumlaune der Verbraucher.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Verband grundsätzlich zuversichtlich. Voraussetzung sei, dass Reisende das Gefühl der Sicherheit hätten sowie eine weiterhin stabile Konjunkturentwicklung. Eine detaillierte Prognose will die Dehoga in den kommenden Wochen abgeben.

Besucherspitzenreiter: Niederlande

Auch im wichtigen Weihnachts- und Jahresendgeschäft 2015 setzte sich das Wachstum fort. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf 26,7 Millionen. Davon entfielen 5,5 Millionen auf Reisende aus dem Ausland (plus vier Prozent) und 21,2 Millionen auf inländische Gäste (plus zwei Prozent). Die Statistiker berücksichtigen Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

Gäste aus den Niederlanden buchten laut den Daten rund jede siebte Übernachtung ausländischer Touristen. Dahinter folgen die Schweiz vor den USA und Großbritannien. Immer beliebter wird Deutschland als Reiseland für Asiaten. Hier kletterte die Übernachtungszahl bis November 2015 um 15 Prozent. Allein bei Gästen aus China gab es ein Plus von 26 Prozent, bei Reisenden aus den arabischen Golfstaaten einen Anstieg um knapp 18 Prozent. Die Zahl der Gäste aus Russland hingegen brach um 30 Prozent ein.

Laut dem Deutschen Tourismusverband stehen auch die Vorzeichen für 2016 gut. Die Urlaubslust der Deutschen sei unverändert hoch, die meisten Deutschen wollten Ferien auch im eigenen Land verbringen. Der Verband rechnet daher damit, dass das Ergebnis von 2015 noch übertroffen werden könne.

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sto/dpa/AFP/Reuters



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