Verkehrsprognose des ADAC Viel Rückreiseverkehr zum Ferienende

Bis Neujahr rechnet der ADAC nur phasenweise mit viel Verkehr. Zum Ende der Weihnachtsferien herrscht jedoch Hochbetrieb auf den Straßen. Die Stauprognose vom 30. Dezember bis 6. Januar.

Neujahrsfeier am Brandenburger Tor: Nach Silvester nimmt der Verkehr zu
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Neujahrsfeier am Brandenburger Tor: Nach Silvester nimmt der Verkehr zu


An den Tagen Mittwoch, 30. Dezember, Donnerstag, 31. Dezember (Silvester) sowie Freitag, 1. Januar (hier vor allem am späten Nachmittag), erwartet der ADAC nur phasenweise etwas lebhaften Verkehr, aber keine großen Probleme für Autofahrer.

Die Staugefahr auf den Rückreisespuren nimmt jedoch in den Tagen nach Neujahr stetig zu, weil in den meisten Bundesländern dann die Ferien enden.

In Hamburg ist dies der Fall am 1. Januar, in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, in Sachsen und Thüringen ein Tag später. In den Bundesländern Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ist Mittwoch, 6. Januar (regionaler Feiertag, Hl. Drei Könige in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt) noch schulfrei.

Daher wird an diesem Tag auch wieder mit lebhaftem Verkehr und Staus vor allem auf den Durchzugsrouten in Richtung Norden und den Ballungsraumautobahnen der Länder gerechnet.

Die Spitzenreiter-Stautage des Wochenendes sind: Samstag, 2. Januar (ganz besonders auch auf den Wintersportrouten), Sonntag, 3. Januar, sowie der Mittwochnachmittag, 6. Januar.

Staustrecken (beide Richtungen betroffen)

    • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München
    • A1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg
    • A2 Dortmund - Hannover - Braunschweig - Berlin
    • A3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
    • A4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
    • A5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
    • A6 Metz/Saarbrücken - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
    • A7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Füssen/Reutte
    • A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
    • A9 München - Nürnberg - Berlin
    • A10 Berliner Ring
    • A24 Hamburg - Berlin
    • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
    • A81 Stuttgart - Singen
    • A93 Inntaldreieck - Kufstein
    • A95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
    • A96 München - Lindau
    • A99 Umfahrung München

Lkw-Fahrverbote an den Feiertagen

Am Freitag, 25. Dezember, Samstag, 26. Dezember, sowie Freitag, 1. Januar, dürfen in Deutschland Lkw über 7,5 Tonnen von Mitternacht bis 22 Uhr nicht fahren. Auch andere europäische Länder verbannen die schweren Brummis an den Feiertagen von ihren Autobahnen. Der Mittwoch, 6. Januar, ist zwar in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt Feiertag, ein Lkw-Fahrverbot gibt es deswegen aber nicht, auch nicht in den Feiertags-Ländern selbst

Staustrecken im Ausland

Der Weihnachtsverkehr wird auch das komplette europäische Ausland erfassen. Etliche Länder starten am Wochenende 18./20. Dezember in die Ferien und kehren am Wochenende 1./3. Januar oder am 6. Januar zurück. In den Wintersportländern Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich sind neben den Tagen vor dem Weihnachtsfest und nach dem Jahreswechsel besonders die Tage des Bettenwechsels in den Wintersportzentren (d.h. die Samstage) mit besonders viel Stau verbunden.

Besonders stark frequentiert sind folgende Routen:

  • Österreich: A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brennerautobahn, S16 Arlberg-Schnellstraße, B179 Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
  • Italien: A22/SS12 Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau
  • Schweiz: A2 Gotthard-Route, die A1 St. Gallen - Zürich - Bern, A13 San Bernardino-Route und die Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; längere Wartezeiten an den Autoverladestationen Furka, Lötschberg und Vereina

Behinderungen wegen Grenzkontrollen

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingskrise kontrolliert Deutschland derzeit wieder die Grenzen zu Österreich. Massive Behinderungen gibt es auch an den Grenzen von Österreich zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei sowie an den Übergängen zwischen Kroatien und Slowenien, Serbien und Kroatien sowie Serbien und Ungarn. Betroffen sind nicht nur die Autobahnen, sondern auch kleinere Übergänge. Mit Staus und längeren Wartezeiten ist zu rechnen. Reisende (auch Kinder) müssen stets gültige Ausweispapiere mit sich führen.

Großveranstaltung in Deutschland/Österreich:

Vierschanzentournee 27.12. bis 6.1.: Einmal im Jahr kurz nach Weihnachten treffen sich die Skiflieger aus über 20 Nationen zur Vierschanzentournee. Die vier Einzelwettbewerbe werden wie jedes Jahr in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen ausgetragen.

Die Einzeltermine: Die Tournee startet am 27./28. Dezember in Oberstdorf und endet am 5./6. Januar in Bischofshofen. Das Neujahrsspringen findet am 31. Dezember/1. Januar im Olympia Skistadion in Garmisch-Partenkirchen statt. In Innsbruck stürzen sich die "Matadore der Lüfte" am 2./3. Januar von der Berg-Isel-Schanze herab. Vor und nach den Wettbewerben ist mit hohem Verkehrsaufkommen und Verkehrsbehinderungen auf den Anfahrtswegen zu den Austragungsstätten zu rechnen. Eine rechtzeitige Anreise zu den Wettbewerben beziehungsweise die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird deshalb empfohlen.



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