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Online-Unterkunftsportale im Test: Suche okay, Beratung schlecht

In einem Vergleich der Stiftung Warentest konnten viele Online-Reiseportale mit ihrer Suchfunktion punkten. Wenn es jedoch um Beratung oder rechtliche Fragen ging, zeigten sich Schwächen. Nicht gut kam der Privatwohnungsanbieter AirBnB weg.

Stiftung Warentest: Online-Buchungsportale im Vergleich Fotos
hrs.de

Online-Reisebuchungen sind ein Milliardengeschäft. Viele Portale ringen um Kunden, die ohne Hilfe eines Reisebüros nach einem Hotel, einem Ferienhaus oder einer Privatwohnung suchen. Die Stiftung Warentest hat nun die Angebote von insgesamt 21 Webseiten verglichen, die um eine stetig wachsende Zielgruppe konkurrieren: Zwischen 2004 und 2014 sei der Anteil jener, die Pauschalreisen online suchen und buchen, von rund 22 auf 37 Prozent gestiegen, heißt es in dem Artikel.

Drei Arten von Portalen wurden getestet: Vermittler von Hotels, von Ferienhäusern und von Privatunterkünften. Mit "Gut" wurden in der ersten Kategorie HRS, Expedia, Hotels.com und eHotel bewertet, die in den gewichteten Ergebnissen zu "Suche", "Buchung und Stornierung" und "Webseite" am besten abschnitten.

Als problematisch sahen es die Tester bei ausländischen Portalen an, dass teilweise kein deutsches Recht gilt, wenn es mal Probleme gibt - das ist beispielsweise bei Booking.com und Venere.com der Fall. Auch die fehlende Beratung wurde bei vielen Portalen kritisiert.

Ferienhausanbieter kamen notenmäßig besser weg, gleich sieben erreichten ein "Gut" (Casamundo, Holiday-Insider, Atraveo, BestFewo, e-Domizil, FeWo-direkt und Tourist-online.de). Vor allem die sehr detaillierten Suchmöglichkeiten wurden dort gelobt.

Schließlich wurden noch die Privatzimmer-Portale 9flats.com (Note 2,5), Wimdu (2,7) und AirBnB (3,5) verglichen. Der Bestplatzierte punktete vor allem damit, dass direkt bei dem Portal gebucht werden konnte und nicht erst auf eine Antwort des Vermieters gewartet werden musste. Als problematisch empfanden die Tester bei AirBnB, dass für Verträge irisches Recht gilt, was im Falle einer Klage für den Verbraucher eine "Zumutung" sei.

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
hemithea 27.08.2015
Also mit Booking.com haben wir tatsächlich super Erfahrungen gemacht. Als wir von den Vermieter vor Ort fallen gelassen wurden, da er nicht am verabredeten Ort erschienen ist und sonst auch nicht erreichbar war, hat Booking.com uns diverse Alternativen angeboten und ihre Hilfe, damit der Urlaub stattfinden konnte. Das war schnell und problemlos. Wir waren da positiv überrascht, wir hätten das gar nicht gedacht. Die anderen Urlaube vorher, auch über Booking.com gebucht, alles problemlos geklappt.
2. So gross ist die Auswahl gar nicht
anhaza 27.08.2015
Bei den Hotels ist der Vergleich eigentlich witzlos, denn von den genannten sechs Systemen sind eigentlich nur drei relevant. Expedia, Hotels.com und Venere sind die gleiche Firma und eHotel ist wohl nur ein Wiederverkäufer von Expedia. Buchungs- und Stornierungsbedingungen bei diesen vier Systemen sind also gleich. Eventuell gibt es Unterschiede in der Bedienbarkeit, aber auch die dürften eher marginal sein. Und was die Preise angeht wird man bei den meisten individuel geführten Hotels die besten Preise bei einer direkten Buchung erhalten, wobei mittlerweile auch mindestens zwei internationale Ketten den besten Preis bei einer Buchung über das jeweils eigene System garantieren. Selbst wenn man bei direkter Buchung keinen besseren Preis bekommt, wird man vermutlich bei direkter Buchung eher ein besseres Zimmer erhalten als bei einer Buchung über ein Reservierungssytem - einfach weil dann keine Provision (die bis zu 25% des Zimmerpreises betragen kann) fällig wird.
3.
rumpel84 27.08.2015
Buche mit Vorliebe bei HRS, vor allem die Flexibilität mit Stornierung bis 18 Uhr (meist gegen kleinen Aufpreis) hilft ungemein wenn man viel unterwegs ist. Booking.com hat meist noch mehr Angebote drin, die Aufdringlichkeit zu buchen nervt aber ziemlich(Nur noch 1 Zimmer frei, 5 Leute sehen sich diese Anzeige gerade an,....), daher nur im Notfall. Was gar nicht geht sind Reiseanbieter (eher bei Pauschalreisen und Flügen), wo eine lange Liste mit günstigen Preise steht und wenn man das Angebot anklickt, dauert es etwas und es heißt "Der Preis ist leider nicht mehr verfügbar". Diese Portal sind für mich direkt gestorben.
4. Stornofristen
anhaza 27.08.2015
Zitat von rumpel84Buche mit Vorliebe bei HRS, vor allem die Flexibilität mit Stornierung bis 18 Uhr (meist gegen kleinen Aufpreis) hilft ungemein wenn man viel unterwegs ist. Booking.com hat meist noch mehr Angebote drin, die Aufdringlichkeit zu buchen nervt aber ziemlich(Nur noch 1 Zimmer frei, 5 Leute sehen sich diese Anzeige gerade an,....), daher nur im Notfall. Was gar nicht geht sind Reiseanbieter (eher bei Pauschalreisen und Flügen), wo eine lange Liste mit günstigen Preise steht und wenn man das Angebot anklickt, dauert es etwas und es heißt "Der Preis ist leider nicht mehr verfügbar". Diese Portal sind für mich direkt gestorben.
werden nicht vom System gemacht sondern vom Hotel in dem System eingepflegt. Das von Ihnen so gelobte ist also kein Alleinstellungsmerkmal von HRS. Wenn man sich im übrigen mal die andere Seite der Medaille ansieht sind übrigens Booking und HRS die beiden ungeliebtesten Systeme bei den Hotels, einfach weil dort, auf Grund der Marktmacht, am meisten versucht wird Druck auf die Hotels auszuüben.
5. Online-Portale
karin.italienfan 27.08.2015
Ich finde Online-Portale unbefriedigend und schaue mir meist nur die Bilder und die Lage der Hotels an. Da ich genaue Vorstellungen von meinem Urlaub habe und über genügend Erfahrung verfüge, gehe ich direkt in mein Reisebüro, trage meine Wünsche vor und lasse mich gerne auch beraten.
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