Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn: Sicherheitspersonal will auch am Freitag streiken

Schlechte Nachricht für Fluggäste in NRW: Der Streik an den Passagierkontrollen geht weiter. Auch am Freitag befinden sich die Sicherheitskräfte an den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn im Ausstand - die Arbeitgeber ließen ein Ultimatum der Gewerkschaft verstreichen.

Düsseldorf - Flugreisende in Nordrhein-Westfalen müssen sich auch am Freitag wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn auf Verspätungen und Annullierungen gefasst machen. Ver.di rief ihre Mitglieder dazu auf, die Arbeit an den Security-Checks der beiden Airports auch am Freitag ruhen zu lassen. Zuvor hatte die Gewerkschaft den Arbeitgebern ein Ultimatum bis zum Nachmittag gesetzt.

An den Flughäfen streikten die Sicherheitsleute bereits am Donnerstag - bis zum Nachmittag fielen insgesamt 200 Flüge aus. Insgesamt legten rund 370 Mitarbeiter ihre Arbeit nieder, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Ver.di bestätigte.

Am Düsseldorfer Flughafen wurden bis zum späten Nachmittag etwa 190 von 528 Verbindungen gestrichen. "Die Maschinen, die rausgehen, sind oftmals auch leer", sagte ein Sprecher. Vor den Sicherheitskontrollen bildeten sich lange Schlangen. Von den 42 sogenannten Spuren, an denen Fluggäste und Handgepäck überprüft werden, waren maximal acht geöffnet. Die Fluglinien versuchten, vor allem Langstreckenflüge, stark frequentierte Verbindungen und Zubringermaschinen trotz des Streiks starten zu lassen.

Am Kölner Flughafen wurden am Donnerstag von den geplanten 88 Abflügen 26 gestrichen, von den geplanten 83 Landungen 22. Viele Flüge seien deutlich verspätet, sagte ein Sprecher. Auch hier starteten leere Maschinen, um wenigstens die Anschlussflüge an anderen Airports zu bewältigen. Wartende Fluggäste wurden den Angaben zufolge mit Schokoriegeln und Wasser versorgt.


Der Flughafenverband ADV kritisierte den Ausstand. "Die Ankündigung, die beiden Flughäfen für zwei Tage massiv einzuschränken, ist völlig überzogen und für die Passagiere unzumutbar", erklärte Verbandschef Ralph Beisel.

"Wir werden die Branche, wenn es sein muss, auch durch mehrtägige Streiks aus dem Niedriglohnsektor herausholen", hatte Andrea Becker, Ver.di-Fachbereichsleiterin für die Sicherheitsbranche in NRW, angekündigt. Im NRW-Sicherheitsgewerbe arbeiten nach Verdi-Angaben 34.000 Beschäftigte.

Die Streikbeteiligung habe die Erwartung der Gewerkschaft übertroffen, sagte Becker. In Düsseldorf hätten 95 Prozent der Frühdienst-Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, in Köln 80 Prozent. Wie vergangene Woche in Hamburg will Ver.di den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.

dkr/rtr/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
iffel1 24.01.2013
Was bitte haben diese Mitarbeiter "auf dem Kasten", welche Ausbildung, welche Fremdsprachen ? Wenn ich dann den VERDI-Vertreter höre ( "zeigen, dass wir schaden können.."), dann wird mir schlecht. Auf die 16€ [...]
Was bitte haben diese Mitarbeiter "auf dem Kasten", welche Ausbildung, welche Fremdsprachen ? Wenn ich dann den VERDI-Vertreter höre ( "zeigen, dass wir schaden können.."), dann wird mir schlecht. Auf die 16€ kommen ja noch einmal fast 4€ Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung dazu - also 20€ bzw. 160€ am Tag ? Da braucht ja keiner mehr zu studieren oder Abi zu machen !
Ich freue mich. Weniger Flieger, weniger Dreck, weniger Lärm. Fürs Anfassen von so manchem Geschäftsreisenden würde ich noch Zulagen fordern... ;-)
Zitat von sysopSchlechte Nachricht für Fluggäste in NRW: Der Streik an den Passagierkontrollen geht weiter. Auch am Freitag befinden sich die Sicherheitskräfte an den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn im Ausstand - die Arbeitgeber ließen ein Ultimatum der Gewerkschaft verstreichen. Streik an Flughäfen in NRW geht auch am Freitag weiter - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/streik-an-flughaefen-in-nrw-geht-auch-am-freitag-weiter-a-879531.html)
Ich freue mich. Weniger Flieger, weniger Dreck, weniger Lärm. Fürs Anfassen von so manchem Geschäftsreisenden würde ich noch Zulagen fordern... ;-)
Klaus100 25.01.2013
Streikrecht ok, aber es muss auch angemessen gehandhabt werden. Für die unmögliche Forderung nach bis zu 30 % mehr Lohn nimmt man Menschen ihre eigenen Rechte auf freie Entscheidungen über Reiseziele, -termine, etc.. Der Streik [...]
Streikrecht ok, aber es muss auch angemessen gehandhabt werden. Für die unmögliche Forderung nach bis zu 30 % mehr Lohn nimmt man Menschen ihre eigenen Rechte auf freie Entscheidungen über Reiseziele, -termine, etc.. Der Streik wurde von den Verdifunktionären vom warmen Bürostuhl aus organisiert. Das es im Reiseverkehr auch jetzt schon witterungsbedingte Probleme gibt ist diesen offenbar egal. Nun erwarte ich die freundlichen Kommentare der Blogger mit dem Besserwisser-Gen.
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  • Donnerstag, 24.01.2013 – 16:44 Uhr
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