Madrid - Verwaiste Cockpits: Die spanische Luftfahrtgesellschaft Iberia hat am Freitag wegen eines erneuten Piloten-Streiks 107 Flüge gestrichen. Dies entspricht 34 Prozent der geplanten Flüge, wie das Unternehmen mitteilte. Die für Touristen wichtigen Verbindungen zu den Kanarischen Inseln und den Balearen seien aber nicht betroffen.
Für Deutschland wurden nur vier Flüge aufgrund des Ausstandes gestrichen. Laut Iberia fallen am Freitag die Verbindungen zwischen München und Madrid sowie zwischen Frankfurt und Madrid aus.
Die Piloten haben seit dem 18. Dezember bereits an elf Tagen die Arbeit niedergelegt. Das Kabinen- und Bodenpersonal von Iberia hatte sich Ende Januar den Streiks der Piloten angeschlossen. Ein weiterer Streik ist für den 29. Februar angesetzt. Iberia kündigte an, dass dann insgesamt 130 Flüge ausfallen werden.
Die Arbeitsniederlegungen richten sich gegen das Vorhaben Iberias, im März eine neue Billigfluglinie ins Leben zu rufen. Die Tochterfirma Iberia Express soll sich auf Flüge innerhalb Spaniens und Europas spezialisieren, so dass die Muttergesellschaft sich auf die lukrativen Transatlantikrouten konzentrieren kann.
dkr/dpa
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