Lima - Ein regionaler Streik gegen ein Bewässerungsprojekt in der peruanischen Touristenhochburg Cusco durchkreuzt die Reisepläne Tausender Urlauber. Etwa 7000 Touristen sitzen dort fest. Betroffen waren auch 3000 Urlauber, die die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu besuchen wollten, berichteten nationale Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Präsidentin der peruanischen Kammer für Tourismus, Carmen Arróspide.
Die Urlauber, von denen viele aus dem Ausland kommen, konnten die Stadt etwa 1150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima nicht mehr auf dem Landweg verlassen, weil Tausende Menschen aus Protest gegen das Bewässerungsprojekt Ausfallstraßen blockierten und auch Busunternehmen bestreikt wurden. Auch die meisten Geschäfte blieben geschlossen. Nur eine Besetzung des Flughafens wurde von der Polizei verhindert.
Das bereits genehmigte Projekt "Majes Siguas II" sieht den Bau eines Staudamms vor, von dem aus Wasser durch Leitungen für die Bewässerung von Feldern verteilt werden soll. Viele Bauern in der Region befürchten jedoch, benachteiligt zu werden.
Anfang August hat es Hunderte Urlauber im bolivianischen Potosí getroffen. Über eine Woche lang konnten die Ausländer die Andenstadt nicht verlassen, weil Straßensperren sie von der Außenwelt abschnitten. Mit ihren gegen die Regierung gerichteten Protesten verlangen die rund 6000 Demonstranten höhere Investitionen in ihrer Region. Unter anderem forderten sie den Bau einer neuen Zementfabrik und eine Vergrößerung des Flughafens.
abl/dpa
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