Streik in Spanien: Iberia streicht mehr als tausend Flüge

Arbeitskampf in Spanien: Das Boden- und Kabinenpersonal der Airline Iberia befindet sich in der kommenden Woche im Ausstand. Fast 40 Prozent aller Flüge wurden bereits vorsorglich abgesagt. 

Maschinen von Iberia: Die Piloten wollen sich im März am Streik beteilligen Zur Großansicht
AP

Maschinen von Iberia: Die Piloten wollen sich im März am Streik beteilligen

Madrid - Wegen eines Streiks des Boden- und Kabinenpersonals hat die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Iberia in der kommenden Woche 415 Flüge gestrichen. Wie das Unternehmen, wurden an den Streiktagen von Montag bis Freitag fast 40 Prozent der geplanten 1062 Flüge abgesagt.

Der Streik richtet sich gegen den geplanten Abbau von gut 3800 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze. Aus Protest gegen die Sanierungspläne des Mutterkonzerns International Airlines Group, zu dem auch British Airways gehört, hatten die Gewerkschaften bis Ende März an insgesamt 15 Tagen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Anfang März wollen sich auch die Iberia-Piloten den Streiks anschließen.

Iberia strich für die kommende Woche 19 Interkontinentalflüge, 190 Mittelstreckenrouten und 206 Inlandsflüge. Das Unternehmen kündigte an, die betroffenen Passagiere sollten nach Möglichkeit auf Maschinen anderer Gesellschaften umgebucht werden.

Im Rahmen der Sanierung will Iberia die Gehälter zum Teil um 25 bis 35 Prozent senken, die Produktivität der Belegschaft erhöhen und flexiblere Arbeitsverträge einführen. Nach Einschätzung der Konzernführung kämpft Iberia ums Überleben. Das Unternehmen hatte in den ersten neun Monaten 2012 Verluste von 262 Millionen Euro verbucht.

dkr/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Der Streik macht das Unternehmen nur noch schneller kaputt
iffel1 14.02.2013
Man sollte nicht den Ast absägen, auf dem man sitzt. Das haben auch die AirBerlin-Mitarbeiter nicht verstanden und auch diese Airline wird den Bach runtergehen. Dank der streikenden Mitarbeiter !
2.
Stäffelesrutscher 14.02.2013
Zitat von iffel1Man sollte nicht den Ast absägen, auf dem man sitzt. Das haben auch die AirBerlin-Mitarbeiter nicht verstanden und auch diese Airline wird den Bach runtergehen. Dank der streikenden Mitarbeiter !
Man soll sich stattdessen alles gefallen lassen und noch Geld mitbringen, damit die Aktionäre ihren Profit einfahren können, oder??
3. Nein, Stäffelesrutscher
apasionado 16.02.2013
- ich vermute Sie mal im Schwäbischen, wo ich fast ausschließlich nachdenkliche Menschen kenne - aber wenn Sie nicht nur einmal im Jahr in den Urlaub fliegen, sondern berufsbedingt weit über 200.000 und 300.000 Meilen im Jahr hinter sich bringen, kotzt Sie das Imponier- und Streikgehabe dieser Spezies so an, dass ein einwöchiger Streik aller Fluggäste wahrscheinlich das Beste wäre um klar zu machen, wer zahlt und wer bezahlt wird. Leider reicht die Solidarität - noch - nicht dafür aus, sonst wüssten AirBerlin und Co., dass in der Tat ihre letzten Monate eingeläutet sind. Die Billigfliegerei und alle ihre negativen Begleiterscheinungen neigt sich dem Ende zu. Und das ist gut so.
4.
bluedanube 17.02.2013
Zitat von apasionado- ich vermute Sie mal im Schwäbischen, wo ich fast ausschließlich nachdenkliche Menschen kenne - aber wenn Sie nicht nur einmal im Jahr in den Urlaub fliegen, sondern berufsbedingt weit über 200.000 und 300.000 Meilen im Jahr hinter sich bringen, kotzt Sie das Imponier- und Streikgehabe dieser Spezies so an, dass ein einwöchiger Streik aller Fluggäste wahrscheinlich das Beste wäre um klar zu machen, wer zahlt und wer bezahlt wird. Leider reicht die Solidarität - noch - nicht dafür aus, sonst wüssten AirBerlin und Co., dass in der Tat ihre letzten Monate eingeläutet sind. Die Billigfliegerei und alle ihre negativen Begleiterscheinungen neigt sich dem Ende zu. Und das ist gut so.
Und worin bestehen die 'negativen' Begleiterscheinungen? Dass die Budgetairlines die Klassiker aus ihren Festungen jagen? Tatsache ist, dass in Europa die Airlines mit Niedrigtarifen derzeit die einzigen Fluglinien sind, die ordentlich Gewinne machen. Warum? Weil Produkt, Leistung und Preis stimmt. Sorry, auch oder gerade bei einer doch so gerne verteufelten Ryanair. Es ist auch kein Zufall, dass bei FR mit die höchsten Gehälter gezahlt werden. Warum? Weil die Crews das wert sind. Die Personalleistung liegt bei FR haushoch über dem Schnitt. Nicht weil O'leary seine MAs auf Teufel komm raus ausbeutet, sondern weil die Airline um Größenordnungen effizienter aufgestellt ist! Wart's ab lieber Apasionado, wer das länger durchsteht, eine Iberia oder eine Ryanair, Easyjet & Co. Die sog. Billigfliegerei steht erst am Anfang, die Klassiker am Ende. Und daran wird bei LH auch eine Germanwings nichts ändern, die ist weder Fisch noch Fleisch. Wie auch die Air Berlin !!!
5. Nachtrag zu den 'negativen Begleierscheinungen'
bluedanube 17.02.2013
Wie sinnlos der Druck auf die Personalbezüge ist, zeigt eine ganz simple Verhältnisrechnung. Kabine: 1 FA für 50 Paxe, Stundenkosten ca 50€, macht 1 € pro Ticket und im Schnitt 2€ pro Ticket und Flug. Bei einem durchschnittlichem Ticketerlös von 200€ (EU-Netzwerkcarrier). Cockpit: Rund 300€/h bei im Schnitt 110 Paxe, macht knapp 3€ pro Pax, bzw 6€ pro Ticket. Gesamt betragen die Personalkosten pro Passagier und Flug also rund 8€ (Europa) oder 4% vom Ticketpreis. Sprit allein kommt auf rund 30€, Gebühren auf 20€. Die von IB angestrebte 30-prozentige Reduzierung der Bezüge macht also maximal 3€ pro Ticket aus. Fragt sich nur, was das im Endeffekt KOSTET. Effizienter wird eine IB dadurch sicher NICHT.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Reise
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Aktuell
RSS
alles zum Thema Reisen per Flugzeug
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 5 Kommentare
Getty Images
Check-in-Schalter, Startbahn, Terminal: Weltweit bestehen Airports aus den immer gleichen Elementen - und sind doch so verschieden. Wie gut kennen Sie die Kathedralen der Globetrotter? Beweisen Sie Ihre Jetset-Tauglichkeit im Flughafen-Quiz!

Fotostrecke
Skytrax-Ranking: Die besten Fluglinien der Welt