Streik ab Donnerstag Was Lufthansa-Passagiere jetzt wissen müssen

Kaum zwei Wochen nach dem letzten Streik müssen sich Lufthansa-Kunden erneut auf Flugausfälle einrichten. Die Flugbegleiter wollen am Donnerstag und Freitag ihre Arbeit niederlegen. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Lufthansa-Streik in Frankfurt: Kein Check-in möglich
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Lufthansa-Streik in Frankfurt: Kein Check-in möglich


Wann und wo wird gestreikt?

Die Flugbegleiter wollen zunächst am Donnerstag und Freitag streiken, teilte die Gewerkschaft UFO mit. Weitere Arbeitsniederlegungen seien am kommenden Montag möglich, sollte die größte deutsche Fluggesellschaft "nicht angemessen" reagieren. Das erste Adventswochenende soll vom Streik ausgenommen werden. Noch ist aber nicht entschieden, ob die Kurz- Mittel- oder Langstrecke betroffen ist. Auch an welchen Flughäfen Flüge gestrichen werden müssen, ist noch nicht bekannt.

UFO hatte in der laufenden Tarifrunde erstmals Anfang November gestreikt. Vom 6. bis 13. November waren die Flugbegleiter in den Ausstand getreten. Es war der längste Streik in der Geschichte der Lufthansa.

Wie erfahre ich, ob mein Flug betroffen ist?

Auf der Lufthansa-Webseite werden die Ausfälle gemeldet. Kunden, deren Flug streikbedingt gestrichen wird, können unter "Meine Buchungen" kostenfrei umbuchen oder ganz stornieren. Dort sollten auch Alternativvorschläge für ihre geplante Route zu finden sein. Außerdem werden Kunden, die ihre Mobilfunknummer im Kundenprofil oder unter "Meine Buchungen" auf Lufthansa.com hinterlegt haben, per SMS über etwaige Streichungen informiert.

Wie kann ich bei einem Flugstorno mein Ziel erreichen?

Die Fluggesellschaft oder der Veranstalter hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Kunden können diese per Telefon oder am Schalter des Unternehmens am Flughafen fordern. Ab der fünften Verspätungsstunde hat der Fluggast das Recht, sein Flugticket zurückzugeben und sich die Kosten erstatten zu lassen. Damit ist die Airline jedoch aus allen Pflichten entlassen.

Die Lufthansa bietet innerdeutsch reisenden Kunden an, ihr Flugticket in eine Bahnfahrkarte umzutauschen. Das geht ebenfalls auf der Webseite "Meine Buchungen" oder an Lufthansa Check-in-Automaten.

Wer trägt die Kosten, wenn ich strande?

Nach der EU-Fluggastrechteverordnung muss eine Airline oder der Veranstalter seine gestrandeten Kunden betreuen - unabhängig davon, ob das Unternehmen für die Verspätungen oder Ausfälle von Flügen verantwortlich ist oder nicht. Verpflegung samt Getränken sollte gestellt werden, und wenn sich der Flug auf einen anderen Tag verschiebt, muss die Airline oder der Veranstalter die Hotelkosten tragen.

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz?

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) müssen Fluggesellschaften ihren Passagieren keine Entschädigung zahlen, wenn sie wegen eines Streiks einen Flug streichen. Bei einem Streik handele es sich um "außergewöhnliche Umstände", bei denen die Unternehmen nicht haften müssen. Voraussetzung ist, dass die Flüge wegen Ereignissen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft und "außerhalb des Rahmens der normalen Betriebstätigkeit" ausfallen.

Wie sieht es bei einer Pauschalreise aus?

Bei einer Pauschalreise ist die Rechtslage laut Reiserechtler Paul Degott etwas anders. Hier stellt sich nur die Frage, ob der Veranstalter seine Leistungspflichten erfüllt hat. Die Gründe, warum dagegen verstoßen wird, spielen keine Rolle. Sitzen Reisende zum Beispiel zwei Tage am Flughafen fest, statt am Strand zu liegen, können sie den Reisepreis entsprechend mindern. Handelt es sich um eine Kurzreise, können sie sogar von der Reise zurücktreten und den Reisepreis zurückfordern. Schadensersatz wegen vertaner Urlaubszeit gibt es jedoch nicht.

Fluglinien:

Flughäfen:

Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle geben die Flughäfen auf ihren Webseiten bekannt.

Hotlines von Veranstaltern:

abl/dpa/Reuters



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