Reise

Nach Sturmtief "Xavier"

Hier ist der Bahnverkehr noch gestört

Auch am Tag nach dem verheerenden Sturmtief "Xavier" ist der Bahnverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands noch beeinträchtigt. Reisende müssen bis Anfang kommender Woche mit Behinderungen rechnen. Der Überblick.

Freitag, 06.10.2017   18:10 Uhr

Nach dem Herbststurm "Xavier" sind in Deutschland weiterhin zahlreiche Bahnstrecken gesperrt. Es werde mit Hochdruck geräumt, sagte Bahnsprecher Achim Stauß dem Fernsehsender Phoenix. "Die Schäden sind doch recht groß." Umgestürzte Bäume und zerstörte Oberleitungen sorgten vor allem in Fernverkehr den ganzen Tag für Zugausfälle und massive Verspätungen. Tausende Reisende strandeten auch einen Tag nach dem Orkantief an den Bahnhöfen.

Die Auswirkungen des Sturms auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn werden sich teilweise bis Anfang kommender Woche hinziehen, teilte die Bahn mit. Besonders stark betroffen ist die Strecke Berlin - Hamburg, auf der die Oberleitungen über eine Länge von sechs Kilometern massiv beschädigt seien und nun neu gebaut werden müsse.

Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen informieren. Tickets für Züge, die nun ausfallen, könnten bis 15. Oktober genutzt werden. Das gelte auch für Fahrkarten mit Zugbindung. Reiseauskünfte erteilt die Bahn unter der Sondertelefonnummer 08000996633. Fahrgäste, die ihre Fahrt nicht fortsetzen können, erhalten Hotel- oder Taxigutscheine. Zudem werden an ausgewählten Bahnhöfen weiterhin Hotelzüge bereitgestellt.

Am Abend gab die Bahn bekannt, ab wann die zurzeit noch gesperrten Strecken im Fernverkehr zum Betriebsbeginn wieder befahrbar sein könnten:

Der Fernverkehr von Berlin nach Leipzig und weiter nach München konnte am Mittag mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden. Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Frankfurt - Mannheim - München/Basel werden weiträumig umgeleitet, halten jedoch nicht in Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg.

Außerdem ist der Nahverkehr in Norddeutschland noch stark von den Unwetterschäden betroffen. Die Einschränkungen sollen laut Bahn bis Montagmorgen behoben sein:

Auch im öffentlichen Nahverkehr sind die Auswirkungen des Sturms noch zu spüren:

Aktuelle Informationen

abl/AFP/dpa

Weitere Artikel
© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH