Technische Probleme Zwei Lufthansa-Maschinen müssen in Südamerika umkehren

Zwischenfälle auf Flügen von Südamerika nach Deutschland: Gleich zwei  Passagierflugzeuge der Lufthansa mussten zum Flughafen zurückkehren. In einem Fall war Vogelschlag die Ursache, bei dem anderen Rauch im Cockpit.


Buenos Aires - Gleich zweimal am selben Tag mussten in Südamerika Lufthansa-Maschinen kurz nach dem Start ihren Flug nach Deutschland abbrechen. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geriet auf dem Weg nach Frankfurt ein Vogelschwarm ins Triebwerk. In São Paulo in Brasilien kam es auf dem Flug nach München zu einer leichten Rauchentwicklung im Cockpit. Niemand wurde bei den Zwischenfällen verletzt. Die meisten Passagiere konnten umgebucht werden.

In Argentinien verlief die Landung auf dem Flughafen von Buenos Aires, etwa zwei Stunden nach dem Start, am Montagabend problemlos. Mit 13 Stunden ist die Strecke von Buenos Aires nach Frankfurt der längste Nonstop-Flug im Lufthansa-Netz. An Bord des Jumbos war auch das deutsche Damen-Hockey-Nationalteam, das von einem Turnier in Rosario zurückreisen wollte.

Rund 40 Minuten nach dem Start hatte der Pilot über die Bordlautsprecher angekündigt, dass Vögel in eine der Turbinen geraten seien und sie beschädigt hätten. Deshalb müsse das Flugzeug umkehren. "Die Besatzung hat sich vorbildlich verhalten und allen Passagieren die ganze Zeit ein Gefühl der Sicherheit vermittelt", lobte eine Passagierin nach der Landung im argentinischen Fernsehen.

"Wir haben von dem Vogelschlag selbst nichts gespürt oder gehört", erzählte die Frau weiter. "Als wir aus dem Fenster sahen, konnten wir dann aber sehen, wie Treibstoff abgelassen wurde, um das Gewicht für die Landung zu verringern. Das dauerte etwa eine Stunde", fügte sie hinzu: "Wir waren alle sehr ruhig." Auf dem Flughafen Ministro Pistarini waren bereits Feuerwehr und Krankenwagen in Stellung gegangen.

Es habe sich um "eine vollkommen unkritische Situation" gehandelt, sagte ein Lufthansa-Sprecher SPIEGEL ONLINE. Einen Defekt am Triebwerk durch den Vogelschlag bestätigte er nicht. "Alles weitere wird nun die technische Überprüfung zeigen." An Bord befanden sich 278 Passagiere.

Rauch im Cockpit

In São Paulo war der Lufthansa-Airbus A 340-300 mit der Flugnummer LH 505 am Montag um 18.15 Uhr mit Ziel München gestartet. Kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen Guarulhos sei es im Cockpit "für Sekunden zu einer kleinen Rauchentwicklung" gekommen, sagte ein Unternehmenssprecher in São Paulo. Der Flugkapitän habe sich deshalb zur Rückkehr entschieden. Auch am Flughafen von Guarulhos war die Feuerwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Das Flugzeug sei anschließend "sorgfältigst überprüft" und frei gegeben worden. Die Maschine sollte am Dienstagmittag - mit rund 20-stündiger Verspätung - den Rückflug nach München antreten. Das brasilianische Internetportal globo.com hatte zuvor von einem Brand im Cockpit des Airbus berichtet. Dies sei aber nicht zutreffend, sagte der Sprecher.

Die Rückkehr sei eine reine Vorsichtsmaßnahme des Kapitäns gewesen. 94 Passagiere hätten noch am Montagabend auf einen Flug nach Frankfurt umgebucht werden können. 90 Passagiere verbrachten die Nacht vom Montag auf Dienstag in einem Hotel und sollten am Dienstag in der selben Maschine nach München zurückfliegen. Der Flug dauert 11 Stunden und 45 Minuten.

sto/dpa/AFP



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