Unwetter auf Teneriffa Acht Deutsche mussten in Höhle übernachten

Eine Touristengruppe saß auf Teneriffa nach starken Regenfällen an einem Strand fest. Rettungskräfte haben die Urlauber nun befreit. Den jungen Leuten droht jedoch Ärger.

Rettungshubschrauber auf Teneriffa
DPA

Rettungshubschrauber auf Teneriffa


Wegen eines Unwetters übernachtete eine deutsche Touristengruppe auf Teneriffa in einer Höhle. Mittlerweile seien die acht jungen Deutschen am Strand Playa de Masca im Westen der spanischen Insel über den Seeweg gerettet und per Schiff in Sicherheit gebracht worden, teilte die kanarische Feuerwehr mit. Allen geretteten Touristen gehe es gut.

Für die Nacht im Freien sind die Touristen offenbar selbst verantwortlich. Die für Sicherheit zuständige Regionalministerin Nieves Lady Barreto sagte in der Kanaren-Hauptstadt Las Palmas, die Deutschen hätten eine Sturmwarnung ignoriert. Obwohl höchste Alarmstufe ausgegeben worden sei und alle Wanderwege auf Teneriffa gesperrt worden seien, habe die Gruppe die Tour durch die bei Touristen sehr beliebte Masca-Schlucht gewagt.

"Dadurch wurde auch das Leben der Angehörigen der Rettungsteams aufs Spiel gesetzt", sagte die Politikerin. Die Behörden auf Teneriffa müssten nun entscheiden, ob die Deutschen mit einer Geldstrafe belegt werden. Woher genau die Wanderer stammen, ist bislang nicht bekannt.

Die Touristen hatten am Sonntagnachmittag wegen des heftigen Sturms den Rückweg nicht antreten können. Sie verbrachten deshalb die Nacht auf Montag nach Angaben der Behörden in einer Höhle am Strand. Dort seien sie von einem Hirten unter anderem mit Lebensmitteln versorgt worden. Die Deutschen seien vor allem beim langen Abstieg "ein furchtbares Risiko eingegangen", sagte der Mann in einem Radiointerview.

Die Feuerwehr musste wegen des Unwetters vielfach ausrücken. Es hatte Erdrutsche ausgelöst, Bäume umstürzen lassen und Stromausfälle verursacht. Rund 900 Touristen konnten am Sonntag wegen schlechter Sicht nicht wie geplant ihren Heimflug antreten. Der Flugverkehr normalisiere sich aber nun wieder, sagte ein Sprecher der Inselverwaltung.

bbr/AFP/dpa

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