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Ade, bequeme Urlaubsfahrt: Termin für letzten Autozug ab Berlin steht fest

Bald ist der Berliner Autozug abgefahren. Ende April wird ein Transportzug ein letztes Mal in der Hauptstadt beladen und Kurs auf München nehmen.

Terminal Wannsee: Bald ist der letzte Autozug ab Berlin abgefahren Zur Großansicht
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Terminal Wannsee: Bald ist der letzte Autozug ab Berlin abgefahren

Berlin - Die Ära der Autoreisezüge geht in Berlin zu Ende. Am 26. April werde zum letzten Mal ein solcher Zug fahren, teilte eine Bahn-Sprecherin der "Berliner Zeitung" mit. Das Angebot war in den vergangenen Monaten bereits schrittweise abgebaut worden - bis nur noch die Verbindung nach München übrig blieb.

Künftig gebe es für Bahngäste auf dieser Strecke das Angebot, ihr Auto oder Motorrad mit dem Lastwagen befördern zu lassen, hieß es. Von Berlin aus fuhren jahrelang Autozüge etwa nach Bozen in Italien, Narbonne in Frankreich und Innsbruck in Österreich.

Der Sommerfahrplan 2014 für die Autozüge bietet nun nur noch die innerdeutschen Strecken Hamburg-Hildesheim-München und Hamburg-Hildesheim-Lörrach an und als internationale Ziele Alessandria, Narbonne, Villach und Innsbruck.

Ende vergangenen Jahres hatte der SPIEGEL berichtet, dass die Deutsche Bahn den kompletten Ausstieg aus dem Verkehr mit Autoreisezügen erwäge. Der Verkehr mit Autozügen sei als reiner Saisonverkehr wirtschaftlich generell schwierig zu gestalten.

Manche der Transportzüge seien so alt, dass sie nach und nach die Betriebsgenehmigung verlören. Neuanschaffungen seien schwierig, weil die Wagen nicht mehr hergestellt würden.

abl/dpa

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insgesamt 22 Beiträge
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1. künstlich kaputtgemanagt
leser008 04.04.2014
Das Problem waren wohl vor allem die überirdischen Renditevorgaben. Die Preise für den Autotransport plus die "normale" Personenbeförderung waren dadurch so teuer, dass das kaum noch jemand bezahlen Konnte/wollte. Da lohnte es sich allemal die Strecken auf der Autobahn runterzufahren. Mehdorn, Nachfolger und die BWL-gangs lassen grüssen.
2. Quatsch
ohne_sorge 04.04.2014
"Neuanschaffungen seien schwierig, weil die Wagen nicht mehr hergestellt würden." Wenn die Bahn tausende Woggons ausschreibt, wird die schon einer produzieren wollen und dann gibt es schon wieder Waggons. Das ist doch nur vorgeschoben, weil die Bahn Saisongeschäft noch nie gemanaget bekommen hat, Sonst würden die Züge vor dem Wochenende (Freitag) nicht immer brechend voll sein, weil man denselben kurzen ICE fahren lässt wie im Rest der Woche...Die Bahn kriegt es ja nichtmal im Wochenrhythmus hin...
3.
Robert_Rostock 04.04.2014
Zitat von ohne_sorge"Neuanschaffungen seien schwierig, weil die Wagen nicht mehr hergestellt würden." Wenn die Bahn tausende Woggons ausschreibt, wird die schon einer produzieren wollen und dann gibt es schon wieder Waggons. Das ist doch nur vorgeschoben, weil die Bahn Saisongeschäft noch nie gemanaget bekommen hat, Sonst würden die Züge vor dem Wochenende (Freitag) nicht immer brechend voll sein, weil man denselben kurzen ICE fahren lässt wie im Rest der Woche...Die Bahn kriegt es ja nichtmal im Wochenrhythmus hin...
Es geht um die Autotransportwagen, und von denen braucht die Bahn keine Tausende. Sicher muss die Bahn das Angebot besser an die Nachfrage anpassen. Bei den ICE liegt das aber auch daran, dass Siemens bekanntlich die bestellten ICE 3 mehrere Jahre zu spät ausgeliefert hat und dass die ICE wegen der Fehler an den Radsätzen deutlich öfter in die Werkstatt müssen als vom Hersteller versprochen, somit nicht zur Verfügung stehen.
4. Tja
quark@mailinator.com 04.04.2014
Das hat die böse Staatsbahn irgendwie besser hinbekommen, oder ? Sollte die Privatisierung der Bahn nicht alles besser machen ? Und was haben wir jetzt : - 1/3 weniger Schienennetz - Probleme mit dem Fahrzeugbau, weil nun komplett bei den privaten Herstellern statt wie früher Entwicklungskompetenz bei der Bahn - deutlich höhere Preise - Rückbau bestimmter Angebote (hier Autozug) - Verlust sehr vieler normaler Jobs mit vernünftiger Bezahlung - Zerstückelung des Angebots über viele Unternehmen, dadurch kompliziertere Reiseplanung und Fahrkartenkäufe - Wegfall Fahrkartenkauf im Zug im Regionalverkehr etc. pp. Hat sich für den einfachen Menschen echt gelohnt. Danke Politik.
5. Eigentlich besser als vorher, oder nicht?
Hamberliner 04.04.2014
Zitat von sysopDPABald ist der Berliner Autozug abgefahren. Ende April wird ein Transportzug ein letztes Mal in der Hauptstadt beladen und Kurs auf München nehmen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/termin-fuer-letzten-autoreisezug-ab-berlin-steht-fest-a-962606.html
Dieser Satz ist irreführend. Man wird auch weiterhin mal eben schnell und unbürokratisch mitsamt seinem KFZ reisen können. Wenn man nicht mehr gezwungen ist, transporttechnisch an seinem KFZ zu "kleben", weil es nämlich nicht mit demselben Zug transportiert wird, ist das doch von Vorteil: Be- und Entladen macht das Personal, nicht man selber, und wenn man selber gar nicht pünktlichst für diese Arbeit anwesend sein muss vermute ich die Möglichkeit viel flexibler zu reisen. Entscheidend ist doch, dass man sparsam mit den sehr, sehr knappen Urlaubstagen umgeht und insofern im fahrenden Zug übernachtet, das spart einen Reisetag da, wo das selber fahren sowieso keinen Spaß macht, und dass am Zielort das KFZ da ist ohne dass man Zeit und Nerven für die Suche nach einem Spediteur aufwenden muss. Wenn dieses neue Konzept für Strecken gut sein soll, wo sich der herkömmliche Autozug nicht rechnet, sollte die Bahn damit nun endlich auch Südfrankreich im Winter erschließen, zumindest für Motorräder.
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