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Putsch in Thailand: Militär hebt Ausgehverbot an weiteren Orten auf

Touristen in Thailand können sich an weiteren Urlaubsorten wieder zu jeder Zeit frei bewegen: Die vom Militär verhängte Ausgangssperre gilt in den zehn beliebtesten Feriendestinationen ab sofort nicht mehr. Nur Bangkok bleibt nachts weiter tabu.

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DPA

Touristin in Thailand: Ausgangssperre gilt nur in Chiang Mai und Bangkok weiter

Bangkok - Das Militär in Thailand lockert die Beschränkungen für weitere Urlaubsorte: In zehn Touristendestinationen gilt die nächtliche Ausgangssperre ab sofort nicht mehr.

Dazu gehören laut einer Mitteilung der Tourismusbehörde Hua Hin, Cha-am, Krabi, Phang-nga, Hat Yai, Koh Chang und Koh Phangan mit Koh Tao. In Phuket, Pattaya und auf Koh Samui war das Ausgehverbot bereits vor einer Woche aufgehoben worden.

Damit sind Chiang Mai und Bangkok die einzigen wichtigen Touristenorte, in denen die Ausgangssperre noch gilt. Urlauber und Einheimische dürfen dort zwischen 0 und 4 Uhr nicht auf die Straße gehen. Das Verbot gilt, seitdem das Militär in Thailand zunächst das Kriegsrecht verhängt und dann geputscht hatte.

Der Tourismus, der mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, hat seit dem Tag der Machtübernahme gelitten: Laut Militär sind seit dem 22. Mai 20 Prozent weniger Urlauber eingereist.

emt/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Für Nachtschwärmer
hevopi 10.06.2014
ist Bangkok im Augenblick in der Tat nicht empfehlenswert. In den meisten Urlaubszentren wurde jetzt die "Sperrstundenregelung" außer Kraft gesetzt, hoffentlich auch bald in Bangkok. Die Sicherheitslage hat sich in Thailand deutlich verbessert, es werden immer mehr Waffen eingesammelt und Demonstrationen sind verboten. Dafür haben wir in Europa kein Verständnis, da werden ja auch keine Handgranaten von den politischen Gegnern in die Menge geworfen. Rundreisen, Touren in die Berge, Strandurlaube usw. sind alle zu empfehlen, denn Thailand ist und bleibt eins der schönsten Länder der Erde.
2. Noch etwas genauer:
raoul2 10.06.2014
Trat, Kanchanaburi, Ratchaburi, Rayong, Chantaburi, Nakhon Phanom, Sukhothai, Mae Hong Son, Sakon Nakhon, Roi Et, Loei, Surin, Tak, Sukhothai, Mae Hong Son, Uttaradit, Phrae, Nan, Trang, Satun, Songkhla, Koh Gud.
3. Nachdem in ganz Thailand die Ausgangssperre
raoul2 18.06.2014
vollkommen aufgehoben wurde, bewegt sich das Leben nicht nur wieder ganz normal weiter, sondern auch noch ohne irgendwelche Anschläge auf friedlichen Menschen aus dem Hinterhalt. Selbst die Hardcore-Terroristen halten sich dank der nicht mehr wirklich sichtbaren Präsenz der Sicherheitskräfte zurück. Den Menschen gefällt's jedenfalls - zurück in die Zeit der gewalttätigen Auseinandersetzungen will wohl keiner mehr. Gut so. Hoffentlich bleibt's so friedlich.
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Was bedeuten die Hinweise des Auswärtigen Amtes?
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Sie enthalten zum Beispiel Informationen über die Einreisebestimmungen, die medizinische Situation und straf- oder zollrechtliche Besonderheiten eines Landes. Solche Hinweise gibt das Auswärtige Amt für jedes Land.
Sicherheitshinweise
Solche Vermerke machen auf besondere Risiken für Reisende in einem Land und dort lebende Deutsche aufmerksam. Das betrifft zum Beispiel Gefahren durch Kriminalität oder Terrorismus. Das Auswärtige Amt kann wegen solcher Einschränkungen in einem abgestuften System von nicht unbedingt erforderlichen Reisen oder auch grundsätzlich von allen Reisen in ein bestimmtes Land abraten.

Reisewarnungen
Sie enthalten den "dringenden Appell", Reisen in ein Land oder in eine Region innerhalb des Landes zu unterlassen. Gewarnt wird dann, wenn "eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht", heißt es beim Auswärtigen Amt. Deutsche, die in dem betroffenen Land leben, werden dann zur Ausreise aufgefordert.

Haben die Hinweise rechtliche Bedeutung?
Die Hinweise des Auswärtigen Amtes seien teilweise undurchsichtig und nicht bindend, sagte Reiserechtler Ronald Schmid von den Technischen Universitäten Dresden und Darmstadt. Grundsätzlich müssten Veranstalter und Reisende auf der Grundlage seriöser Berichterstattung in den Medien im konkreten Einzelfall auch selbstständig prüfen, ob in der Urlaubsregion eine vorher nicht zu erwartende höhere Gewalt vorliegt.

Wird die Reise dadurch "erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt", können Urlauber den Vertrag laut Paragraf 651j des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kündigen.

Es könne sich im Einzelfall schon um höhere Gewalt handeln, wenn noch keine "echte" Reisewarnung vorliegt, sondern nur von Reisen abgeraten wird, so Schmid. "Denn der Hinweis, nicht notwendige Reisen zu unterlassen, ist wohl eher als eine abgeschwächte Reisewarnung zu bewerten", sagte der Experte.