Einreise China lässt wieder Individualtouristen nach Tibet

Tibet-Reisen waren monatelang unmöglich, doch nun hat China die Einreisebestimmungen gelockert. Laut einem Münchner Spezialveranstalter erhalten Individualtouristen auch wieder die entsprechende Genehmigung.


München - Erst durften Urlauber nur noch in größeren Gruppen nach Tibet reisen, ab vergangenem Herbst dann gar nicht mehr. Jetzt können sich Individualtouristen freuen - und Pläne für einen Trip nach Lhasa schmieden. Die autonome Region in China erlaubt wieder die Einreise von Gruppen unter fünf Personen. Das teilt der Spezialreiseveranstalter DAV Summit Club des Deutschen Alpenvereins mit.

Dafür müssen Reisende laut dem Auswärtigen Amt in Berlin vor der Einreise die sogenannte TAR Permit, eine Spezialgenehmigung, beantragen. Das Auswärtige Amt hat die gelockerten Bestimmungen noch nicht in ihre Reisehinweise übernommen. Für weitere Informationen verweist es auf das Merkblatt Tibet der Auslandsvertretungen in China. Darin finden Tibet-Interessierte Adressen und Angaben zu den vorzulegenden Antragsdokumenten.

Laut dem Auswärtigen Amt empfiehlt es sich, "Hotel- und Flugreservierungen erst nach Erhalt der Genehmigung zu buchen". Außerdem weist es darauf hin, dass Touristen zwingend einen vom tibetischen Reisebüro gestellten Fahrer sowie einen Reiseführer beauftragen müssen.

Touristen war es zwischen Oktober 2012 und Ende Januar 2013 verboten, nach Tibet einzureisen. Zuvor hatte die Regierung bereits die Anzahl der TAR-Permits limitiert und dafür gesorgt, dass nur noch Gruppen ab sechs Personen in Tibet unterwegs waren.

China hält Tibet seit dem Jahr 1951 besetzt und kontrolliert die Region sowie die anliegenden Provinzen, in denen ebenfalls zahlreiche Tibeter leben. Hier sind laut dem Auswärtigen Amt "örtlich verhängte Sperren jederzeit und überall möglich".

Probleme gibt es auch beim Geldabheben in China. Mit deutschen EC-Karten gebe es derzeit nur sehr eingeschränkt Bargeld, heißt es in dem Reisehinweis weiter. Reisende sollten daher auf jeden Fall andere Zahlungsmittel wie Kreditkarte oder Bargeld mitnehmen.

jus/dpa



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danielyang 24.04.2013
1. Katastrophenhilfe läuft auf Hochtouren
Das Erdbeben ereignete sich um 8:02 Uhr lokaler Zeit am Sonntagvormittag des 20. April. Das Epizentrum des Bebens lag in Ya'an in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Stärke betrug 7.0 auf der Richter- Skala. In allen anderen Gebieten der Provinz bzw. dem benachbarten autonomen Bezirken Ngaba der Tibeter und Qiang-Chinesen, war das Beben ebenfalls deutlich zu spüren.
Hans58 24.04.2013
2.
Zitat von danielyangDas Erdbeben ereignete sich um 8:02 Uhr lokaler Zeit am Sonntagvormittag des 20. April. Das Epizentrum des Bebens lag in Ya'an in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Stärke betrug 7.0 auf der Richter- Skala. In allen anderen Gebieten der Provinz bzw. dem benachbarten autonomen Bezirken Ngaba der Tibeter und Qiang-Chinesen, war das Beben ebenfalls deutlich zu spüren.
Was hat das Erdbeben mit dem Thema zu tun? Folgende Passage aus dem Artikel kann ich nicht bestätigen: Probleme gibt es auch beim Geldabheben in China. Mit deutschen EC-Karten gebe es derzeit nur sehr eingeschränkt Bargeld, heißt es in dem Reisehinweis weiter. Reisende sollten daher auf jeden Fall andere Zahlungsmittel wie Kreditkarte oder Bargeld mitnehmen. Ich komme gerade aus einem 14-tägigen Aufenthalt aus China zurück (Peking, Tsingtau bzw. Beijing, Qingdao) und konnte bei mehreren örtlichen Bankfilialen problemlos mit meiner deutschen EC-Karte Geld abheben.
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