Tiefschlaf Partygast in der Bahn ausgesetzt - samt Bett

Ein tiefer Schlaf und fiese Freunde wurden einem 27-jährigen Oberbayer zum Verhängnis: Nach einer durchzechten Party wachte der Mann samt Holzsofa auf einem Bahnsteig weit weg von zu Hause auf - an seinem Bett: die Polizei.


Erst Polizisten konnten ihn wecken: Ein 27-Jähriger aus Warngau in Oberbayern wurde Opfer eines Streichs seiner Freunde. Während einer Geburtstagsfeier wurde der nicht mehr ganz nüchterne Mann vom Schlaf überwältigt, kuschelte sich in Decken und Kissen auf ein Sofa - und wachte am nächsten Morgen auf dem Bahnsteig am Gleis 4 in Holzkirchen auf. Weit und breit von Freunden und Fete nichts zu sehen. "Er war zunächst befremdet, weil seine Umgebung sich geändert hatte", berichtet Michael Janski, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei von Holzkirchen, SPIEGEL ONLINE.

Ein Bett am Bahnsteig: Ein 27-Jähriger wurde Opfer eines Streichs
Polizei Holzkirchen

Ein Bett am Bahnsteig: Ein 27-Jähriger wurde Opfer eines Streichs

Die Sofa-Odyssee begann am Samstagmorgen: Vier bis fünf andere Partygäste verfrachteten den schlafenden 27-Jährigen samt Schlafgelegenheit auf einem Pkw-Anhänger zum Bahnhof der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Wie Zeugen beobachteten, trugen die jungen Männer den Warngauer zum Gleis, luden ihn in ein Abteil eines BOB-Zuges und schickten ihn auf die Reise Richtung Norden. Allerdings wollte das Zugpersonal die ungewöhnliche Fracht nicht betreuen - und stellte das rustikale Holzmöbel samt Inhalt wieder an der nächsten Station auf den Bahnsteig, wie Janski berichtet.

"Das freundschaftliche Verhältnis mag vielleicht gestört sein", sagt Janski. Strafrechtliche Konsequenzen haben aber weder der Mann im Tiefschlaf noch seine Kumpel zu befürchten. Der Vorfall werde unter "Burschenstreich" verbucht.

abl

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