Times Square in New York Picknick auf der Hauptstraße

Sportler auf dem Asphalt, Touristen in Liegestühlen: Mitten auf dem Broadway bietet sich den New Yorkern ein ungewohnter Anblick. Der Times Square verwandelt sich in eine Fußgängerzone - und soll zum Vorbild für eine grünere Stadt werden.


New York - Der berühmteste Abschnitt des Broadway wird zur Fußgängerzone: In New York hat die Umwandlung des Verkehrsknotenpunkts Times Square begonnen. Damit können sich Besucher der Stadt künftig ganz auf die gewaltigen Lichtreklamen konzentrieren, ohne mit einem der zahllosen Taxis, Autos oder Busse in Konflikt zu geraten. Außer Fußgängern sind nach Auflagen von Bürgermeister Michael Bloomberg jetzt nur noch Fahrrad- und Rollschuhfahrer zugelassen.

Viele Einheimische und Touristen genossen die ungewohnte Verkehrsruhe. Mitten auf der Straße entspannten sie in Liegestühlen oder spielten Basketball. Die autofreie Zone zieht sich den Broadway hoch vom Fuß des Theaterdistrikts an der 42. bis zur 47. Straße. Sie soll für Straßenkünstler, Cafés und Verkaufsstände freigegeben werden und den Freizeitwert für die New Yorker und für Touristen aus aller Welt erhöhen.

Am Abend sollen Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera und von besonderen Broadway-Veranstaltungen auf Riesenleinwänden für Unterhaltung sorgen. Am Times Square halten sich täglich rund 365.000 Menschen auf.

Eine zweite Fußgängerzone wurde am Herald Square eröffnet, einer Parkanlage vor Macy's, dem eigenen Angaben zufolge "größten Kaufhaus der Welt". Bloomberg und seine Verkehrsbeauftragte Janette Sadik-Khan wollen New York in eine "grüne" Stadt umwandeln. Sie ließen sich dafür unter anderem von Kopenhagen inspirieren.

sto/dpa/AFP



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