Proteste in Ägypten: Touristen sollten Kairos Innenstadt meiden

Auch in den kommenden Tagen wird in Ägyptens Großstädten protestiert. Das Auswärtige Amt rät Reisenden, Demonstrationen in Kairo oder Luxor weiträumig zu umgehen. In den Urlaubsgebieten am Roten Meer merken Touristen von den Unruhen wenig.

Berlin - Urlauber in Ägyptens Touristengebieten müssen sich derzeit trotz der jüngsten Proteste auf keine wesentlichen Einschränkungen einstellen. In den Großstädten - Kairo, Alexandria, Port Said und Luxor - sollten sie jedoch den Reisehinweis des Auswärtigen Amts in Berlin beachten.

Die Behörde weist darauf hin, dass auch in den kommenden Tagen mit Demonstrationen zu rechnen sei. Dabei sollten Besucher besonders vorsichtig sein und die Orte der Demonstrationen - in Kairo besonders die Innenstadt und Heliopolis - meiden. Reisen nach Ägypten sollten außerdem bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten wie Luxor und Assuan und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden.

Die Urlaubsgebiete am Roten Meer seien von den Unruhen nicht betroffen, erklärte Sibylle Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Ohnehin sei die Region für Deutsche eher ein Winterreiseziel.

Dem DRV liegen auch keine Meldungen über Einschränkungen bei Nilkreuzfahrten vor. Einige Veranstalter hätten in den vergangenen Tagen jedoch das Ausflugsprogramm angepasst. So sei zum Beispiel Kairo gemieden worden. Für reine Städtereisen nach Kairo sei aufgrund der Hitze derzeit ohnehin keine Saison.

In den vergangenen Tagen hatten in den großen Städten des Landes Hunderttausende Ägypter gegen Präsident Mohammed Mursi demonstriert. Mindestens sieben Menschen wurden dabei nach Medienberichten getötet und mehr als 600 verletzt.

abl/dpa

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