Traumjob zu vergeben Australische Paradiesinsel sucht Ranger

Zwölf Wochenstunden, Logis auf einer Trauminsel, 12.000 Euro im Monat: Die Whitsunday Islands in Australien suchen einen Ranger, der unter solchen Bedingungen bereit ist, viel Zeit mit Schnorcheln, Segeln und in der Sonne Liegen zu verbringen - und damit fleißig für den Tourismus zu werben.


Brisbane - Fiese Glibbertiere, hässliche Spinnen und Überlebenskampf ohne jeglichen Komfort: Wenn täglich Bilder aus dem Dschungelcamp über die Bildschirme von Millionen Bundesbürgern flackern, dürfte das kaum die Art von Werbung sein, die das australische Fremdenverkehrsamt sich wünscht. Dabei hat das Land doch gerade in Regionen, in denen kein Dirk Bach in knallbuntem Ranger-Kostüm über echte oder fiktive Phobien von Giulia Siegel philosophiert, eine Menge an Naturschönheiten zu bieten.

Zum Beispiel die Whitsunday Islands vor der Küste des Bundesstaates Queensland. Dort bietet das Tourismusamt nun einen Job an, der fast zu verlockend klingt, um wahr zu sein.

AP; Australian Tourist Commission; DPA
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Für ein halbes Jahr wird ein Ranger auf Hamilton Island gesucht, der gerne segelt, schnorchelt und in der Sonne liegt. Als einzige wirkliche Arbeitsleistung werde das Führen eines Internetblogs über die Insel gefordert, teilte am Dienstag die Regierung von Queensland mit. Bewerben könne sich jeder, der Englisch spricht. Der glückliche Gewinner des Auswahlverfahrens bekommt für die sechs Monate umgerechnet knapp 76.000 Euro, der Flug vom Heimatland auf die Hamilton-Insel im Great Barrier Reef wird auch gezahlt.

Auf der Insel wohnt der "Island Caretaker" dann umsonst in einer Villa an der Küste. Diese hat neben Küche und Bad drei Zimmer zu bieten und einen eigenen Pool, der "vielleicht ab und zu mal gereinigt werden muss". Ansonsten wird von den Kandidaten erwartet, "durch das Great Barrier Reef zu reisen und jedes mögliche Abenteuer auszuprobieren".

Darüber solle dann per Internet der ganzen Welt berichtet werden. "Der Gewinner muss das Meer lieben, die Sonne und die Natur", sagte Anthony Hayes vom Tourismusbüro von Queensland. "Und er muss von Zeit zu Zeit auch mit Journalisten sprechen, deshalb darf er nicht schüchtern sein."

Klingt nach dem perfekten Job für einen gestressten Fernsehmoderator mit Hang zu sinnentleertem Geplapper und farbenfroher Garderobe - wer allerdings Dirk Bach zuvorkommen will, kann hier einen Blick auf die Bewerbungsvoraussetzungen werfen. Die Seite war am Dienstag nur schwer zu erreichen, weil sich offenbar viele Interessenten über den Job informieren wollten.

sto/AFP



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