Türautomatik Bahn weist Bericht über Sicherheitsmängel zurück

Defekte ICE-Achsen machen der Bahn noch immer zu schaffen - jetzt soll auch die Türautomatik bei Nahverkehrszügen wieder Probleme bereiten. Den Bericht des "Westfalen-Blatts" weist die Bahn jedoch vehement zurück.


Bielefeld - Die Deutsche Bahn hat einen Medienbericht über neue Sicherheitsmängel bei Nahverkehrszügen "entschieden" zurückgewiesen. Zu keinem Zeitpunkt habe die Sicherheit der Fahrgäste in Frage gestanden, und sie sei auch weiterhin uneingeschränkt gegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit.

Regionalexpress der Deutschen Bahn: Sicherheitsmängel beim Ein- und Aussteigen
AP

Regionalexpress der Deutschen Bahn: Sicherheitsmängel beim Ein- und Aussteigen

Es reagierte damit auf einen Bericht des "Westfalen-Blatts". Darin hieß es unter anderem, dass bei insgesamt 746 Elektrotriebzügen der Baureihen ET 423 bis 426 für Reisende beim Ein- und Aussteigen Verletzungsgefahr bestehe. Zudem müssten die Züge ihr Tempo von 160 auf 125 drosseln, da die Bremskraft nicht ausreicht.

Anordnungen des Eisenbahnbundesamts (EBA) zu Umrüstungen in Türbereichen seien bereits 2007 "unverzüglich umgesetzt worden", teilte die Bahn in ihrer Stellungnahme weiter. Dies gelte auch für Bescheide der Behörde zur Drosselung der Höchstgeschwindigkeit. Auch der EBA-Bescheid zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit bei den Nahverkehrszügen der Baureihe 423 bis 426 sei bereits 2007 erlassen worden und werde seitdem von der Bahn entsprechend befolgt.

Das "Westfalen-Blatt" berichtete weiterhin, dass die Bahn die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr für überzogen halte und Klage gegen das Eisenbahnbundesamt beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht habe. Nach Angaben von Gerichtssprecher Klaus-Peter Uhlenberg liege die Klagebegründung der Bahn inzwischen vor. Derzeit warte das Gericht auf eine Stellungnahme des Eisenbahnbundesamts. Einen Verhandlungstermin werde es vermutlich erst im nächsten Jahr geben, sagte Uhlenberg der Zeitung.

abl/ddp



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