Reisehinweis des Auswärtigen Amtes Türkei-Touristen sollten Grenzgebiete zu Syrien meiden

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei aktualisiert. Besucher des Landes sollten demnach nicht in Gebiete an der syrischen Grenze reisen.


Berlin - Angesichts der "angespannten Situation" sollten Touristen in der Türkei unbedingt das Grenzgebiet zu Syrien meiden. Darauf macht das Auswärtige Amt in einem aktualisierten Reisehinweis für das Land aufmerksam.

Demnach wird "dringend empfohlen, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze und in grenznahen Ortschaften aufzuhalten und insbesondere türkisch-syrische Grenzanlagen zu meiden". Terroranschläge und Entführungen westlicher Ausländer könnten "besonders in Grenznähe" nicht ausgeschlossen werden. Es seien außerdem wiederholt Granaten aus Syrien auf türkischem Staatsgebiet eingeschlagen.

In der syrischen Stadt Kobane an der türkischen Grenze finden derzeit Kämpfe gegen die vorrückende Miliz "Islamischer Staat" (IS) statt.

Ausgangssperren und mögliche Gewalt bei Demonstrationen

In den Provinzen Diyabakir, Batman, Mardin, Van-Ercis und Siirt-Kurtulan würden seit dem 7. Oktober zudem Ausgangssperren gelten, deren genaue Zeiten den Mitteilungen der örtlichen Behörden entnommen werden können.

In Istanbul, Ankara und Izmir sowie in Städten im Südosten des Landes könne es bei dort stattfindenden Demonstrationen zu Gewalt, Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern, Festnahmen sowie Verkehrsbehinderungen kommen, heißt es in der Mitteilung des Auswärtigen Amtes weiter.

"Reisende werden gebeten, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und Vorsicht walten zu lassen." Es werde "zu besonders umsichtigem Verhalten" aufgerufen.

emt/dpa

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