Auszeichnung Unesco erkennt Schwarzwaldgebiet als Biosphärenreservat an

Wattenmeer, Rhön oder die Elbe - sie gehören bereits zu den Unesco-Biosphärenreservaten. Jetzt darf sich auch ein Gebiet im Südschwarzwald mit dem Titel schmücken.

Schönau am Belchen: Ein Gebiet im Südschwarzwald wurde zum 16. Unesco-Biosphärenreservat in Deutschland zertifiziert
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Schönau am Belchen: Ein Gebiet im Südschwarzwald wurde zum 16. Unesco-Biosphärenreservat in Deutschland zertifiziert


Sie sollen Modellregionen für nachhaltige Entwicklung sein: die Unesco-Biosphärenreservate. Hier wird versucht, die Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft bestmöglich auszugleichen. Künftig zählt auch ein Teil des Schwarzwalds zu diesen Regionen.

Die Kultur- und Wissenschaftsorganisation der Vereinten Nationen hat ein Gebiet im südlichen Teil des Mittelgebirges am Mittwoch anerkannt, wie eine Sprecherin in Paris mitteilte. Das neue Reservat ist 630 Quadratkilometer groß - ein gutes Stück größer als der Bodensee - und liegt überwiegend westlich und südlich des Feldbergs. Es reicht von Höhen von 310 Metern bis zu 1420 Metern.

Die Fläche war bereits im vergangenen Jahr nach baden-württembergischen Landesrecht als Biosphärengebiet anerkannt worden. Neben Mischwäldern ist die Region durch Bergweiden und urige Ortschaften geprägt.

Bislang waren weltweit 669 solcher Gebiete als UNESCO-Biosphärenreservate anerkannt, davon 15 in Deutschland. Dazu gehören das niedersächsische Wattenmeer, der Spreewald und das Berchtesgadener Land. Als Urlaubs- und Ausflugsziele sind sie oft sehr beliebt, nachhaltiger Tourismus ist daher als Wirtschaftsfaktor von zentraler Bedeutung für diese Regionen.

abl/dpa



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