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Trotz Terrorangst: Weltweite Tourismuszahlen erreichen neuen Rekord

Die weltweite Tourismusbranche freut sich über 1,2 Milliarden Reisende: Im Jahr 2015 wurde laut Zahlen der Uno-Welttourismusorganisation ein neuer Spitzenwert erreicht. In einigen Regionen jedoch sorgten Terroranschläge für Rückgänge.

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DPA

Touristen am Trevi-Brunnen in Rom: Europa verbucht starke Zuwächse

Die Zahl der international reisenden Touristen ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Welttourismusorganisation der Uno (UNWTO) zählte 1,18 Milliarden Reisende, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie sie in Madrid bekannt gab. Während die Zahl der Besucher in Europa, Asien und Amerika anstieg, ging sie in Nordafrika als Folge von Terroranschlägen deutlich zurück.

Den Angaben zufolge gab es in Europa im vergangenen Jahr fünf Prozent mehr Touristen. Im asiatisch-pazifischen Raum und auf dem amerikanischen Kontinent wurde ein ebenso hoher Anstieg verzeichnet. In Nordafrika hingegen sank die Zahl der Reisenden um acht Prozent. Hintergrund waren mehrere Anschläge in Touristengebieten wie Tunesien und Ägypten.

"Wir stehen jetzt einer globalen Bedrohung gegenüber", sagte UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai auf einer Pressekonferenz mit Blick auf die Anschläge. Er rief die Regierungen in aller Welt zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen auf und appellierte an die Menschen, nicht aus Angst vor Attentaten auf Reisen zu verzichten.

Insgesamt wurde das Reiseverhalten 2015 laut der UNWTO von der Entwicklung der Wechselkurse, dem niedrigen Ölpreis und "den Krisen an zahlreichen Orten auf dem Planeten" beeinflusst. Nun habe die Reisebranche bereits im sechsten Jahr in Folge ein Wachstum von über vier Prozent erzielt, in den vergangenen 20 Jahren verdoppelte sich weltweit die Zahl der Touristen. Für das laufende Jahr rechnet die Organisation mit einem erneuten Anstieg um vier Prozent.

Die UNWTO zählt als Touristen alle Reisenden, die wenigstens eine Nacht im Ausland verbringen. Nach ihren Angaben hat die Branche weltweit direkt und indirekt einen Anteil von fast zehn Prozent am BIP (Bruttoinlandsprodukt) und stellt neun Prozent der Arbeitsplätze.

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sto/AFP/dpa

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