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Sicherheitsbedenken: US-Behörde verlängert Verbot von Israel-Flügen

Die USA hält die Lage am israelischen Flughafen Ben Gurion für zu unsicher. Die Luftfahrtbehörde FAA hat das Flugverbot  ausgedehnt. Auch Lufthansa und Air Berlin haben ihre Verbindungen nach Tel Aviv für Donnerstag abgesagt.

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DPA

Ben Gurion Airport: Viele Airlines haben ihre Flüge nach Israel ausgesetzt

Washington/Frankfurt - Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagt amerikanischen Airlines weiterhin Flüge nach Tel Aviv. Das Verbot, den Flughafen Ben Gurion anzufliegen, gelte für weitere 24 Stunden oder bis auf weitere Anweisung, teilte die FAA in einem Schreiben an Piloten mit.

Die FAA verweist auf die "potenziell gefährliche Situation" durch den Gaza-Krieg. Die Behörde hatte sich am Dienstag nach einem Raketeneinschlag in rund 1,6 Kilometern Entfernung von dem Flughafen erstmals für diesen Schritt entschieden. Die Maßnahme diene einzig dazu, amerikanische Bürger und Airlines zu schützen, sagte US-Außenminister John Kerry nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag in einem Gespräch dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Auch deutsche Fluglinien haben für Donnerstag ihren Flugbetrieb mit Tel Aviv eingestellt. Die Lufthansa-Group, zu der mehrere Airlines gehören, und Air Berlin strichen sämtliche Verbindungen vom und zum Ben-Gurion-Flughafen und boten betroffenen Passagieren Umbuchungen und Erstattungen an.

Es gebe "keine ausreichend belastbaren, neuen Informationen", die eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs rechtfertigen würden, teilte die Lufthansa Group in Frankfurt am Main mit. Alle 20 Flüge aus Frankfurt, München, Köln, Zürich, Wien und Brüssel nach Tel Aviv für Donnerstag seien annulliert worden. Zur Lufthansa Group gehören die Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines.

Auch Air Berlin sagte die für Donnerstag geplanten Flüge von und nach Tel Aviv ab. Eine Reihe weiterer europäischer Gesellschaften stellten ebenfall ihre Flüge nach Tel Aviv am Mittwoch vorübergehend ein.

Israelische Hotels nur zu 30 Prozent gebucht

Der bewaffnete Konflikt mit den Palästinensern setzt der israelischen Tourismusbranche mehr und mehr zu. Jedes Jahr reisen jährlich 254.000 Deutsche nach Israel. Deutsche Urlauber peilen das Land nach Angaben des Deutschen Reiseverbands für gewöhnlich aber erst nach den heißen Sommermonaten ab September für Rund- und Studienreisen an.

Die israelische Tourismuswirtschaft bekommt die Folgen des bewaffneten Konflikts bereits zu spüren: Der Militäreinsatz habe dem Wachstum der Branche ein Ende gesetzt, sagte der Vorsitzende des Verbands der israelischen Reiseanbieter, Ami Etgar. Die Hotels seien derzeit nur zu 30 Prozent ausgelastet, normalerweise liege die Auslastung in den Sommermonaten bei bis zu 80 Prozent. Dies hänge auch mit der Einberufung zehntausender Reservisten zusammen.

Der israelische Hotelverband rechnete mit einem Einnahmeverlust von bis zu 2,2 Milliarden Schekel (478 Millionen Euro) für die gesamte Tourismusbranche. Allein den Hotels entgingen 500 Millionen Schekel.

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Israel-Reisende finden Sie hier.

abl/dpa/AFP

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