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30. Oktober 2010, 10:08 Uhr

US-Magazin

Ostsee schlägt Malediven im weltweiten Küsten-Ranking

Welche ist die Schönste? 99 Meeresküsten weltweit hat das Magazin "National Geographic Traveler" in einer großen Umfrage auf ihre Authentizität und Zukunftsfähigkeit geprüft. Auch die Ostsee ist vertreten - sie konnte sich vor den Malediven und Teneriffa platzieren.

Die Avalon-Halbinsel in Neufundland bietet laut einer Erhebung des "National Geographic Traveler" die schönste Meeruferregion weltweit. Das US-Magazin lobt in seiner November-Ausgabe die "kulturelle Integrität" der dortigen Küstenstrecken, die bunten Fischerdörfer und eine Tourismusentwicklung, die den ursprünglichen Charakter der Region erhält. Auf Platz zwei in dem Ranking landeten mit gleicher Punktzahl die Pembrokeshire-Küste in Wales und die Tutukaka-Küste in Neuseeland.

Eine Jury aus insgesamt 340 Tourismus-Experten bewertete für die Erhebung 99 Orte und Regionen weltweit. Die ästhetische Schönheit der Naturlandschaft war dabei nur einer von sechs Faktoren, die berücksichtigt wurden. Hauptsächlich ging es darum, wie authentisch die Regionen geblieben sind und wie sorgsam beim Tourismus darauf geachtet wird, Traditionen und kulturelle Stätten zu erhalten.

Auch die deutsche Ostseeküste ist in dem Ranking vertreten. Sie landet in der dritthöchsten von sechs Kategorien, die mit der Zeile "eine Mischung aus Erfolgen und Problemen mit Risiken für die Zukunft" überschrieben ist. Das Magazin lobt die "gut erhaltenen Altstädte" der Orte in der Region, die allerdings von "weniger ansehnlichen Wohnblocks aus der DDR-Zeit" umgeben seien. Eines der Jury-Mitglieder hob die "Mischung aus landwirtschaftlichen Gebieten, Küstenausblicken und zurückhaltender Entwicklung der Küstenzeilen" in der Region um Stralsund hervor. Ein anderer bezeichnete die Küste als "attraktiv - nicht allzu dramatisch, aber historisch interessant".

Schlechte Noten für Costa Blanca und Algarve

Zumindest in dem Ranking lässt die Region damit berühmte Ferienorte wie die Malediven, die Costa Smeralda auf Sardinien oder die Kanareninsel Teneriffa hinter sich, die allesamt ebenfalls im Mittelfeld landeten. Schlechte Noten bekamen beliebte Touristenziele wie die Scharm-el-Scheich-Region in Ägypten, die Costa Blanca in Spanien, Goa in Indien sowie die Algarve in Portugal.

Schlusslichter wurden die Golfküsten von Mississippi und Louisiana, die durch die Ölpest der vergangenen Monate schwer beschädigt wurden. Das komplette Ranking mit Kommentaren zu sämtlichen Destinationen wurde im Internet veröffentlicht.

Folgende Küsten lobt der "National Geographic Traveler" als herausragende Reiseziele, die "relativ unverdorben sind und es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bleiben werden".

sto

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