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Luftverkehr: Neues Gesetz soll Chaos an US-Flughäfen verhindern

Hunderte Verspätungen, verärgerte Airlines und frustrierte Passagiere: Aufgrund der Haushaltskürzungen in den USA ist der Betrieb an den Flughäfen stark beeinträchtigt, Mitarbeiter wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Ein neues Gesetz soll nun schnell Abhilfe schaffen.

USA: Zwangsurlaub an Flughäfen
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AFP

Hamburg - Um Gehälter zu sparen, hat die US-Luftfahrtbehörde (FAA) Anfang der Woche Fluglotsen in den Urlaub geschickt. Die Folge waren Hunderte Verspätungen sowie Flugausfälle an mehreren Airports. Die Maßnahme gehört zu den Budgetkürzungen, die in Folge des ungelösten Haushaltsstreits zwischen Republikanern und Demokraten automatisch in Kraft traten.

Um zu verhindern, dass es auch in den nächsten Monaten zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommt, will der Senat dem Verkehrsministerium nun mehr finanziellen Spielraum geben.

Gekoppelt an ein derzeit in der Kammer debattiertes Gesetz über Internet-Umsatzsteuern, das inhaltlich mit den Kürzungen nichts zu tun hat, könnte die FAA kurzfristig mehr Geld zur Verfügung haben. Konkret könnte die Behörde per Gesetz dazu ermächtigt werden, bei ihr noch vorhandene Mittel in Fluglotsengehälter umzuwandeln, sagte ein Berater. Der Senat hat diesen Kunstgriff im Gesetz laut US-Medienberichten bereits genehmigt. Dies muss aber auch noch vom Repräsentantenhaus gebilligt werden.

Fluggesellschaften drangen auf eine rasche Lösung. Ein Airline-Chef sagte: "Wir können das so nicht lange aushalten." So sehen das auch die Reisenden. "Die Leute im Flieger sind verärgert", schrieb Twitter-User BreatheScuba am Donnerstag. Die Wut der Passagiere richtet sich gegen die Regierung, vor allem gegen Präsident Barack Obama. Unter dem Hashtag #Obamaflightdelays finden sich auf Twitter Beiträge wie "Nein, Mr. President, Flugverspätungen sind NICHT nötig". Der Präsident treffe die amerikanische Bevölkerung zu seinem eigenen politischen Nutzen, schreibt ein Nutzer namens vybstat.

Tausende Flüge unpünktlich

Im Zuge der Debatte hatte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Harry Reid, vorgeschlagen, die im Flugverkehr eingeplanten Kürzungen durch Einsparungen an anderer Stelle zu ersetzen - nämlich durch Einschnitte bei den Kriegsausgaben. Das US-Präsidialamt unterstützte den Vorschlag. Allerdings sind die Republikaner dagegen. Mehrere Fluggesellschaften appellierten eindringlich an die Regierung, den Vorschlag rasch umzusetzen, weil ansonsten Kosten in Millionenhöhe anfielen.

Der Chef des Lufthansa-Partners JetBlue, Dave Barger, sagte, er hoffe auf eine Lösung in den kommenden Wochen. Tausende Flüge konnten zuletzt nicht pünktlich abgewickelt werden, zum Teil betrugen die Verspätungen zwei Stunden. Am Sonntag hatte die US-Flugaufsicht FAA Fluglotsen in Zwangsurlaub geschickt. Sie muss im Rahmen der Kürzungen 637 Millionen Dollar sparen.

Daher kommt es nun an großen Drehkreuzen wie New York, Chicago, Los Angeles und Atlanta zu Verzögerungen und Flugausfällen. Dies hat auch Sorgen ausgelöst, dass sich die Lage weiter zuspitzt und die Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, auch Mitarbeiter der Sicherheitskontrollen seien in den Urlaub geschickt worden. Diese Information ist falsch. Die Maßnahme betraf nur die Fluglotsen. Wir haben die Stelle korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

jus/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
DMenakker 26.04.2013
US-Luftfahrtindustrie könnte, wenn sie sich einig eine der stärksten Lobbygruppen in den Staaten sein, und das mit täglichem Kontakt zu hunderttausenden unzufriedenen Passagieren. Warum das nicht genutzt wird, ist mir ein [...]
Zitat von sysopHunderte Verspätungen, verärgerte Airlines und frustrierte Passagiere: Aufgrund der Haushaltskürzungen in den USA ist der Betrieb an den Sicherheitskontrollen stark eingeschränkt, Mitarbeiter wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Ein neues Gesetz soll nun schnell Abhilfe schaffen. US-Senat beschließt Ende des Zwangsurlaubs am Flughafen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/us-senat-beschliesst-ende-des-zwangsurlaubs-am-flughafen-a-896675.html)
US-Luftfahrtindustrie könnte, wenn sie sich einig eine der stärksten Lobbygruppen in den Staaten sein, und das mit täglichem Kontakt zu hunderttausenden unzufriedenen Passagieren. Warum das nicht genutzt wird, ist mir ein Rätsel.
spassfactor 26.04.2013
Erneut ein Artikel, der nicht allzu sorgfältig recherchiert scheint. Die aktuelle Verspätungssituation im amerikanischen Luftverkehr wurde durch Zwangsbeurlaubungen der amerikanischen Luftaufsichtsbehörde FAA ausgelöst. Dies hat [...]
Erneut ein Artikel, der nicht allzu sorgfältig recherchiert scheint. Die aktuelle Verspätungssituation im amerikanischen Luftverkehr wurde durch Zwangsbeurlaubungen der amerikanischen Luftaufsichtsbehörde FAA ausgelöst. Dies hat mit den Sicherheitskontrollen in den amerikanischen Flughäfen zunächst einmal gar nichts zu tun. Letzere fallen in den Zuständigkeitsbereich der amerikanischen Heimatschutzverwaltung und haben mit der amerikanischen Luftaufsicht im Zuständigkeitsbereich der amerikanischen Transportverwaltung nichts gemein. Die gestern durch den US Kongress beschlossene gesetzliche Neuordnung bezieht sich auf den Zuständigkeitsbereich der FAA! Es ist immer wieder erstaunlich, wie nonchalant bestimmte, völlig unterschiedliche Zusammenhänge von einigen Journalisten in "einen Topf" geworfen werden. Gute journalistische Aufarbeitung sieht anders aus!
docinsantamonica 26.04.2013
Ich bitte sie,ist doch nicht so wichtig,hauptsache man kann gegen uns amis staenkern . 90 prozent der "unstimmigkeiten " im boston bombing haette man restlos aufklaern koennen ,haette man sich nur die muehe gemacht [...]
Zitat von spassfactorErneut ein Artikel, der nicht allzu sorgfältig recherchiert scheint. Die aktuelle Verspätungssituation im amerikanischen Luftverkehr wurde durch Zwangsbeurlaubungen der amerikanischen Luftaufsichtsbehörde FAA ausgelöst. Dies hat mit den Sicherheitskontrollen.....
Ich bitte sie,ist doch nicht so wichtig,hauptsache man kann gegen uns amis staenkern . 90 prozent der "unstimmigkeiten " im boston bombing haette man restlos aufklaern koennen ,haette man sich nur die muehe gemacht und die oertlichen nachrichten sendungen anzuschauen,aaber dann haette man ja den VT keinen naehrboden mehr bieten koennen.
mf_sunnyvale 27.04.2013
Ich bin gerade, heute mittag, von einer Geschäftsreise aus Asien nach San Francisco zurückgekommen. Es waren nur die Hälfte der Checkpoints an der Passkontrolle besetzt - die Schlange für Besucher staute sich schon bis in das [...]
Ich bin gerade, heute mittag, von einer Geschäftsreise aus Asien nach San Francisco zurückgekommen. Es waren nur die Hälfte der Checkpoints an der Passkontrolle besetzt - die Schlange für Besucher staute sich schon bis in das Terminal zurück - zum Glück war der LH Flieger aus Frankfurt verspätet, der A380 mit weiteren 500 Reisenden hätte unsere Wartezeit glatt verdoppelt!
chb_74 27.04.2013
Weniger Staatsausgaben bedeuten auch weniger Staats-Dienstleistungen. Warum haben US-Republikaner damit eigentlich so oft ein intellektuelles Problem? Wenn man dann alles privatisiert (das Standard-Allheilmittel), verlangt der [...]
Weniger Staatsausgaben bedeuten auch weniger Staats-Dienstleistungen. Warum haben US-Republikaner damit eigentlich so oft ein intellektuelles Problem? Wenn man dann alles privatisiert (das Standard-Allheilmittel), verlangt der private Dienstleister eben Geld dafür, und dass es billiger wird als bei staatlicher Dienstleistung, ist ja nur in einigen Fällen so. Ob man es dann nun "Steuer" oder "Kosten" nennt: bezahlt werden muss die Dienstleistung. Aber das lernen auch die "Anti-Staat"-Republikaner irgendwann noch...
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  • Freitag, 26.04.2013 – 10:51 Uhr
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