USA: Hunderte Flüge nach heftigen Schneestürmen gestrichen

Schwere Eis- und Schneestürme legen Teile der USA lahm: Knapp 900 Flüge wurden gestrichen, bei mehr als 240.000 Bewohnern fiel der Strom aus. Drei Menschen kamen ums Leben. Das Schlechtwettergebiet zieht nun in Richtung Nordosten - in Neuengland werden heftige Schneefälle und Glatteis erwartet.

Wind, Schnee und Eis am 26. Dezember in Pittsburgh, Pennsylvania Zur Großansicht
AFP

Wind, Schnee und Eis am 26. Dezember in Pittsburgh, Pennsylvania

Mobile - In den USA haben schwere Stürme im Süden und in der Mitte des Landes Flug- und Stromausfälle verursacht. Die Meteorologen des Landes warnten wegen der Schneemassen auf den eisglatten Straßen vor "gefährlichen Reisebedingungen", Hunderte Flüge wurden gestrichen.

Nachdem am Dienstag bereits 500 Flüge ausgefallen waren, wurden am Mittwochmorgen erneut fast 700 Verbindungen gestrichen. Laut der Internetseite FlightAware.com fielen am Mittwoch sogar knapp 900 Flüge aus. Das Nationale Wetteramt sprach Blizzard- und Sturmwarnungen in Illinois, Indiana, Ohio sowie für den Nordosten aus. Für Virginia bis Florida wurde heftige Regenfälle und Gewitter vorhergesagt.

Bereits am Dienstag hatten starke Winterstürme Hunderttausende von Stromversorgung abgeschnitten, Häuser beschädigt und Überschwemmungen ausgelöst. Drei Menschen starben rund um die Weihnachtstage wegen der schweren und von Wirbelstürmen begleiteten Unwetter, darunter ein Mann in Houston im Bundesstaat Texas, auf dessen Auto ein Baum gestürzt war. Besonders betroffen war auch die Hafenstadt Mobile im Bundesstaat Alabama; hier richtete ein Wirbelsturm teils schwere Verwüstungen an.

Mehr als 240.000 Menschen im Süden und Mittleren Westen verbrachten die Nacht zum Mittwoch im Dunkeln in ihren Häusern, wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Elektrizitätsgesellschaften berichtete.

Insgesamt wurden dem Sender CNN zufolge am Dienstag fast 30 Tornados gemeldet - das sei die bisher höchste Zahl an einem Weihnachtstag in den USA. Little Rock, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Arkansas, erlebte die weißesten Weihnachten seit fast 90 Jahren: Während es dort sonst nur sehr selten schneit, bescherte die Sturmfront der Stadt diesmal eine mehr als 20 Zentimeter hohe Schneedecke.

Die Schlechtwetterfront zog am Mittwoch in Richtung New York und Nordosten. In Teilen Neuenglands wurden heftige Schneefälle und Glatteis erwartet. Experten sagen bis zu 46 Zentimeter Schnee voraus.

lgr/AFP/dpa/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Gigantomanie
Butenkieler 27.12.2012
In den USA ist eben alles größer, der Schnee höher und die Minusgrade tiefer als anderswo. Wenn die Amerikaner eben die Besten und alles an Mehr haben wollen, dann müssen sie eben auch hinnehmen, wenn sie mehr bekommen. Es ist doch "fast schon" lustig, wenn wir jedes Jahr sehen können, wie so ein hochtechnisiertes Land so einfach zu treffen ist.
2. Ihren
westpfälzer 27.12.2012
Zitat von ButenkielerIn den USA ist eben alles größer, der Schnee höher und die Minusgrade tiefer als anderswo. Wenn die Amerikaner eben die Besten und alles an Mehr haben wollen, dann müssen sie eben auch hinnehmen, wenn sie mehr bekommen. Es ist doch "fast schon" lustig, wenn wir jedes Jahr sehen können, wie so ein hochtechnisiertes Land so einfach zu treffen ist.
--------------- Kommentar kann man nur wie folgt kommentieren: "Hauptsache gemeckert!" Noch so ganz nebenbei: Von den Unwettern waren und sind Menschen betroffen, falls Sie das irgendwie, höchstwahrscheinlich nicht, interessieren sollte!!!
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