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Warnung vor Wintersturm: Drohender Monsterblizzard in den USA - Airlines streichen Tausende Flüge

4500 Flüge sind bereits gestrichen, Millionen Menschen decken sich mit Lebensmitteln ein: Die Ostküste der USA bereitet sich auf einen Schneesturm historischen Ausmaßes vor.

Reisende sollten in diesen Tagen besser den Status ihres Fluges prüfen, wenn sie in die USA fliegen wollen: Ein Wintersturm mit voraussichtlich viel Schnee wirbelt auf die Ostküste des Landes zu. Die Fluggesellschaften strichen für Freitag und Samstag mehr als 4500 Flüge, wie die Website flightaware.com meldet. United hat den Service an den Flughäfen in Baltimore, Philadelphia, Washington Dulles und Washington National vorübergehend eingestellt.

Auch Lufthansa-Passagiere sind von dem drohenden Sturm betroffen. Bis zum Sonntag hat Deutschlands größte Airline insgesamt 20 Flüge in die Region abgesagt. Es geht um Verbindungen von und nach New York, Washington, Philadelphia und Charlotte, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Freitag mitteilte. 3700 Passagiere seien betroffen, die von Frankfurt am Main, München oder Düsseldorf in die USA abfliegen oder von dort eintreffen wollten.

Delta und United bieten Passagieren, die zwischen dem 22. und 24. Januar in die betroffenen Städte fliegen wollten, kostenlose Umbuchungen bis zum 27. Januar an. Die Airline weist außerdem darauf hin, dass bei Stornierung des Fluges oder erheblicher Verspätung Anspruch auf Rückerstattung bestehe. Auch betroffene American-Airlines-Passagiere können kostenfrei umbuchen.

Laut dem National Weather Service (NWS) wird der erwartete Sturm "Jonas" besonders heftig ausfallen. Die Rede ist von einem potenziell "extrem gefährlichen" Sturm, der 50 Millionen Menschen betreffen könnte. Er habe das Potential, unter die Top Ten der schlimmsten Stürme der Region zu kommen, sagt der Wetterexperte Alex Sosnowski. Er könnte in Washington einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen. Auch US-Medien sprechen bereits von einem "Monsterblizzard".

Hamsterkäufe im Supermarkt: Furcht vor dem "Monsterblizzard" Zur Großansicht
DPA

Hamsterkäufe im Supermarkt: Furcht vor dem "Monsterblizzard"

Bürgermeisterin Muriel Bowser ordnete für Freitag vorsorglich einen "Schnee-Notstand" an. "Ich habe mein ganzes Leben in DC gelebt und ich weiß nicht, ob ich eine solche Vorhersage schon einmal erlebt habe", sagte Bowser. "Es ist ein äußerst großer Sturm, der 36 Stunden dauern wird."

Hamsterkäufe an der Ostküste

Für das Wochenende sind nun zunächst starke Schneefälle für insgesamt 15 Bundesstaaten vorhergesagt mit bis zu 61 Zentimetern Schnee in Baltimore und Washington D.C. - außerdem wurde eine Blizzardwarnung herausgegeben. Paul Kocin vom NWS verglich "Jonas" mit "Snowmaggedon", einem schweren Sturm, der im Jahr 2010 Washington traf und dort große Schäden anrichtete.

Millionen Menschen haben sich in den Bundesstaaten an der Ostküste bereits mit Lebensmitteln und Wasser eingedeckt. In Washington findet am Freitag an öffentlichen Schulen bereits kein Unterricht mehr statt, Angestellte des Staates sollen ihre Büros bereits am Mittag verlassen, um vor dem Eintreffen des Sturms sicher nach Hause zu gelangen.

Washingtons U-Bahn-Linien werden von Freitagabend bis Sonntag stillstehen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte am Rande einer Konferenz: "Schlagt es euch aus dem Kopf, wenn ihr vorhabt, am Wochenende große Trips zu unternehmen."

jus/dpa/Reuters

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