Schneller und günstiger USA vereinfachen Visa-Verfahren

15 Euro für einen Anruf im Callcenter - solche Wucherpreise sind Geschichte. Die USA haben das Antragsverfahren für Visa deutlich vereinfacht und preiswerter gemacht. Eine Erleichterung vor allem für Austauschstudenten und Geschäftsreisende.

USA-Besucher bei der Einreise: Das Antragsverfahren für Visa wurde modernisiert
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USA-Besucher bei der Einreise: Das Antragsverfahren für Visa wurde modernisiert


Berlin - Reisende, die für die USA ein Visum brauchen - etwa Geschäftsleute und Austauschstudenten -, kommen jetzt einfacher, schneller und preisgünstiger an ihre Aufenthaltserlaubnis. Ab sofort entfielen beispielsweise die Gebühren für die Terminvereinbarung, teilte die Diplomatische Vertretung der USA in Deutschland mit. Bislang wurden 15 Euro für einen Anruf im Callcenter fällig und 10 Euro für die Online-Vereinbarung.

Bewerber zahlen jetzt nur noch die normale Visa-Gebühr, wenn sie den Termin vereinbaren. Bezahlen können sie im neuen Sofortsystem online etwa mit EC-Karte. Die bisherige Viertagesfrist entfällt, den Termin vereinbaren sie umgehend. Freie Termine der Konsularabteilungen in Berlin, Frankfurt und München lassen sich online einsehen und auswählen.

Um den Reisepass mit Visum zurückzubekommen, müssen Touristen keine frankierten Rückumschläge mehr beilegen. Sie geben ihre Adresse einfach beim Bewerbungstermin an. Ist das Visum ausgestellt, verschickt die Botschaft es samt Reisepass an den Antragsteller. Dieser wird per E-Mail oder SMS über den Versand informiert. Online lässt sich jederzeit beobachten, wie weit der Antrag bereits bearbeitet wurde.

Deutsche Urlauber benötigen in der Regel kein Visum für die USA, stattdessen nehmen sie am sogenannten Esta-Verfahren teil. Die elektronische Einreiseerlaubnis kann auf der Esta-Seite eingeholt werden. Sie kostet 14 US-Dollar (etwa 10,17 Euro) und gilt zwei Jahre lang. Ein Visum brauchen unter anderem Geschäftsreisende oder Austauschstudenten.

bon/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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manicmecanic 17.12.2013
1. Frechheit
bleibt es immer noch wie die Cowboys meinen den Rest der Welt zu behandeln.Aber viel Übelkeit erregender ist die Art wie unsere stiefelleckenden Politiker darauf reagieren.Ich bin für gleiches Recht für alle,da würden die Amis bestimmt aufschreien wenn man es wagen würde ihnen auch nur die Fingerabdrücke bei Einreise ab zu nehmen.Und bevor hier wieder die Amihörigen was von USA basher schreien,ich bin ein Freund Amerikas und das seit Jahrzehnten.Ich war oft dort,habe dort auch mal gelebt und wäre beinah geblieben.Aber die amerikanische Außenpolitik wird immer unerträglicher.
J.Corey 17.12.2013
2. naja
Immerhin haben sie auf diese Weise ein wenig Infolge über die Einreisenden, das wäre hierzulande auch nicht verkehrt, wenn man sich reisenden Betrüger und Diebe anschaut, die bandenmäßig organisiert sind, aus dem Ausland gesteuert werden und hier Autos und Buntmetall stehlen, alte Menschen um ihr Erspartes bringen oder Kredtkarten- und Geldautomatenbetrügereien begehen. Das ist nämlich die Kehrseite des ach so tollen Schengen Abkommen.
kailew 17.12.2013
3. optional
Normale Geschäftsreisende ("Business") benötigen kein Visum. Nur wer sich länger als 90 Tage geschäftlich in den USA aufhält, muss das B1-Visum haben. Wer - auch mehrfach - nur für kürzere Zeiträume geschäftlich in den USA ist, nimmt am ESTA-Programm teil.
ndotndot 18.12.2013
4. Letzter Absatz irritierend
Die Aussage, dass Geschäftsreisende (generell?) ein Visum überrascht mich und scheint inkorrekt. Die Aussage von kailew entspricht dem, wie ich die Regelung kenne und verstehe: 90 Tage, egal ob geschäftlich oder privat gehen mit Waiver.
ArnoNym 18.12.2013
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Zitat von manicmecanicbleibt es immer noch wie die Cowboys meinen den Rest der Welt zu behandeln.Aber viel Übelkeit erregender ist die Art wie unsere stiefelleckenden Politiker darauf reagieren.Ich bin für gleiches Recht für alle,da würden die Amis bestimmt aufschreien wenn man es wagen würde ihnen auch nur die Fingerabdrücke bei Einreise ab zu nehmen.Und bevor hier wieder die Amihörigen was von USA basher schreien,ich bin ein Freund Amerikas und das seit Jahrzehnten.Ich war oft dort,habe dort auch mal gelebt und wäre beinah geblieben.Aber die amerikanische Außenpolitik wird immer unerträglicher.
Zugegeben: Das ist nicht gerade die feine Art, aber: 1. Normale Urlauber oder Geschäftsreisende, die nur relativ kurz im Lande bleiben, brauchen kein Visum sondern reisen über Esta ein. Die Mögliche Schikanen bei der Einreise ins Land bleiben dadurch allerdings bestehen. 2. Bzgl. Abzockgebühren sollten wir uns nicht aufregen, denn das macht Deutschland in anderen Staaten zumindest teilweise auch: Auch unsere Botschaften bieten dort zur Terminvereinbarung nur ziemlich teure Sonderrufnummern an. Und das Visum ist auch nicht gerade ein Sonderangebot.
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