Verbraucherschützer Kerosinzuschlag kann zur Kostenfalle werden

Fluggesellschaften lassen sich erhebliche Spielräume beim Kerosinzuschlag: Die Höhe der zusätzlichen Gebühr variiert laut einer Umfrage von Verbraucherschützern bei deutschen Fluglinien um mehr als 350 Prozent. Unterschiede gibt es sogar innerhalb der Airlines.


Düsseldorf - Die Folgen der rasant steigenden Ölpreise bekommen Fluggäste verstärkt zu spüren: Für die meisten Verbindungen erheben Fluggesellschaften einen Treibstoffzuschlag, der laut einer Umfrage der Zentralen Fluggastberatung stark variieren kann. An einem beliebigen Wochentag beträgt der niedrigste Kerosinzuschlag für einen innerdeutschen Flug 8 Euro, der höchste 29 Euro.

Kostenfaktor Kerosin: Bei Flugtickets schlägt der Zuschlag höchst unterschiedlich zu Buche.
DPA

Kostenfaktor Kerosin: Bei Flugtickets schlägt der Zuschlag höchst unterschiedlich zu Buche.

Auf europäischen Strecken bewegen sich die Zuschläge zwischen 12 und 32 Euro, wie die Düsseldorfer Verbraucherschützer herausfanden. Sogar bei ein und derselben Fluggesellschaft gibt es beim Kerosinzuschlag Unterschiede von 19 Euro und mehr, abhängig vom jeweiligen Startflughafen. Verbraucher sollten sich beim Buchen deshalb genau über Zusatzkosten informieren und den tatsächlichen Endpreis vergleichen.

Bei Online-Buchungen lohne es sich, ruhig einen Klick mehr zu machen, um die einzelnen Posten zu überblicken, rät die Zentrale Fluggastberatung. Die Kerosinzuschläge seien nicht nur bei Billigfliegern zu finden, sondern auch bei Linienfluggesellschaften, so der Leiter der Fluggastberatung Marc-Roman Trautmann. Die Gründe seien der hohe Ölpreis, zum Teil aber auch ältere Flotten, deren Maschinen mehr als andere verbrauchen.

reh/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.