Vereinigung Cockpit Lufthansa-Piloten streiken am Dienstag und Mittwoch

Eine Einigung ist bei der Lufthansa nicht in Sicht: Eigentlich sollte ab Montag der Betrieb wieder normal laufen - nun kündigten die Piloten einen erneuten Streik an.

Ein Schalter der Lufthansa
DPA

Ein Schalter der Lufthansa


Die Lufthansa-Piloten legen nach gescheiterten Tarifgesprächen am Dienstag und Mittwoch die Arbeit erneut nieder. Das teilte die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) am Abend mit.

Seit Mittwoch hatten die Piloten wegen des Tarifkonflikts ihre Arbeit niedergelegt. An den vier Streiktagen verpassten rund 350.000 Passagiere ihren Flug. Nachdem die VC am Sonntagmorgen zunächst nicht zum Streik aufgerufen hatte, war man davon ausgegangen, dass bei der Lufthansa ab Montag wieder Normalbetrieb herrschen würde. Die VC kündigt Streiks mindestens 24 Stunden im Voraus an.

Am Dienstag sollten alle Piloten der Kurzstreckenflotte und am Mittwoch alle Piloten der Kurz- und Langstreckenflotte streiken. Es seien jeweils alle Flugverbindungen betroffen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen. Wie viele Flüge ausfallen werden, war noch nicht bekannt.

"Leider hat ein kurzfristig anberaumtes heutiges Spitzengespräch zum Vergütungstarifvertrag kein Ergebnis gebracht", hieß es nun jedoch in einer Mitteilung. Es liege weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten vor, so dass die Arbeitskampfmaßnahmen weitergeführt werden müssen.

Reisende konnten sich in den vergangenen Tagen über die Lufthansa-Website informieren, ob ihre Verbindung unter den gestrichenen Flügen ist. In der Onlineauskunft war ein Sonderflugplan aktiviert. Derzeit arbeite das Unternehmen nach eigenen Angaben an Sonderflugplänen.

Gestrandeten Passagieren wurden Umbuchungen angeboten. Vom Streik betroffene Passagiere finden hier weitere wichtige Hinweise und Telefonnummern.

Lufthansa äußerte sich enttäuscht über die neuen Streikmaßnahmen und kritisierte die Tarifforderungen der VC als "nicht akzeptabel". Die VC verlangt Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017.

kry/Reuters



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