Weltraumtourismus Virgin Galactic präsentiert neues SpaceShipTwo

Richard Branson gibt seine Vision vom Tourismus im All auch nach dem tödlichen Absturz des SpaceShipTwo nicht auf. In Kalifornien stellte der Virgin-Chef den Nachfolger des verunglückten Raumschiffs vor.

DPA

Ein weißer Geländewagen zog das neue SpaceShipTwo zur Präsentation in einen Hangar des Mojave Air & Space Port in Kalifornien. Stehend im Auto: Richard Branson. Gut 16 Monate nach dem tödlichen Absturz des ersten Modells von SpaceShipTwo stellte der Chef des Luftfahrtunternehmens Virgin Galactic den Nachfolger vor.

Das neue Raumschiff hat die Größe eines kleinen Privatjets und ähnelt äußerlich stark seinem Vorgänger. Bransons einjährige Enkelin Eva-Deia ließ mithilfe ihrer Mutter eine Milchflasche am Bug zerschellen und taufte es somit auf den Namen "Unity" (Einheit). Den Namen hat der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking ausgesucht, dem Branson einen Freiflug versprochen hat.

Mit dem Abschluss der Arbeitsphase beginne zugleich die Testphase, an deren Ende das erste kommerzielle Raumfahrtprogramm der Geschichte stehen werde, sagte Branson. Auch "Unity" wird von zwei Piloten geflogen und kann bis zu sechs Weltraumtouristen mit auf einen suborbitalen Raumflug nehmen, so die Ankündigung. Dort erleben die Passagiere einige Minuten der Schwerelosigkeit.

Das erste SpaceShipTwo war am 31. Oktober 2014 bei einem Testflug über der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien abgestürzt. Dabei kam der 39 Jahre alte Co-Pilot ums Leben, der Pilot wurde aus dem Flugzeug geschleudert und schwer verletzt. Branson hatte bereits am Tag nach dem Unglück betont, er werde trotz des "schrecklichen Rückschlags" an seinen Plänen für privaten Weltraumtourismus festhalten.

Hunderte Interessenten haben bereits eine Reise reserviert und dafür eine Anzahlung auf den erwarteten Ticketpreis von 250.000 Dollar (knapp 200.000 Euro) geleistet. Auf der Warteliste stehen Medienberichten zufolge Prominente wie Hawking, Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und der kanadische Popsänger Justin Bieber.

abl/Reuters/AFP

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hypermental 20.02.2016
1. Erstflug...
Justin Bieber dann bitte auf den Jungfernflug - man weiß ja nie...
Agent_ohne_Namen 20.02.2016
2. Das war auch mein Gedanke...
:-)
Vollgasmeister 20.02.2016
3.
Solche Visionäre braucht die Welt !
torsten_raab 20.02.2016
4.
Tolles Ding, ich hoffe, ich erlebe es noch, dass solche Flüge (oder weiter hinaus???) noch erschwinglich werden
rudi_1957 20.02.2016
5. Der Unfallbericht
zum Vorgänger steht übrigens hier: http://www.ntsb.gov/investigations/AccidentReports/Reports/AAR1502.pdf
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