Klagen gegen Airline Keine Entschädigung für Vogelspinnen-Verspätung

Wegen einer Vogelspinne in der Business-Class mussten Passagiere das Flugzeug wechseln und kamen fünf Stunden zu spät. Eine Entschädigung will die Fluglinie nicht zahlen. Nun haben vier Betroffene geklagt.

Vogelspinne
DPA

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Das Flugzeug stand in Havanna auf dem Flughafen. Es sollte über Paris nach Hannover fliegen - doch dann wurde eine Vogelspinne in der Businessklasse entdeckt. Weil die Maschine den Vorschriften entsprechend desinfiziert und mit dem Gift Zyankali besprüht worden sei und ein Ersatzflugzeug organisiert werden musste, verzögerte sich der Reiseantritt um fünf Stunden. Der Vorfall ereignete sich im Februar 2017.

Vier Fluggäste wollen deshalb im April vor dem Amtsgericht Hannover jeweils 600 Euro einklagen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung haben Passagiere in solchen Fällen keinen Anspruch auf Entschädigung. Die Verspätung sei auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen, gibt das Gericht die Auffassung der Airline wieder.

Die Kläger bestreiten indes, dass die Vogelspinne der Grund für den Austausch war, sondern ein technischer Defekt. Dann wiederum hätten sie Aussicht auf eine Entschädigung. Der Prozess am Amtsgericht Hannover ist für den 20. April angesetzt.

kha/dpa



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