Weihnachtsmärkte Deutschland im Glühweinrausch

Glühweinschwaden ziehen über die Plätze, Jingle Bells ist der Song der Stunde: In Deutschland haben die Weihnachtsmärkte eröffnet. Sehen Sie hier, wo der Budenzauber am schönsten ist.

imago/ blickwinkel

Eigentlich wollte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis diese Woche den Romantischen Weihnachtsmarkt im Regensburger Schloss Emmeram eröffnen - so wie sie es seit Jahren tut. Doch der Pilotenstreik bei der Lufthansa machte der Hausherrin einen Strich durch die Rechnung. Sie verpasste ihren Anschlussflug und erschien nicht auf dem Balkon des Fürstenschlosses.

Macht nichts. Die gebrannten Mandeln haben inzwischen trotzdem ihr betörendes Aroma entfaltet, es gibt Wildschwein am Spieß, und am Ende eines jeden Markttages wird der Weihnachtsklassiker "Stille Nacht" ertönen - als Trompeten-Solo mit anschließender Schluss-Fanfare.

Saftige 8,50 Euro kostet an Wochenenden der Eintritt zu dem Edelweihnachtsmarkt auf dem Adelssitz. Gut, dass es im ganzen Land Alternativen gibt, die ohne Gebühr betreten werden dürfen - und von denen viele diesen Freitag eröffnen. Dort bekommt man dann immerhin eine Tüte Schmalzgebäck und einen Glühwein für das Geld.

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Weihnachtsmärkte: Deutschland im Glühweinrausch

Auf deutschen Weihnachtsmärkten sollen die Sicherheitsmaßnahmen angesichts anhaltender Terrorgefahr auch in diesem Jahr streng sein. In einigen Städten wird noch stärker kontrolliert als 2015, als die Märkte im Schatten der Anschläge von Paris standen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Demnach plant die Polizei in vielen Städten, uniformierte und zivile Beamte auf Streife zu schicken. Auch private Sicherheitsleute werden auf zahlreichen Weihnachtsmärkten unterwegs sein.

"Der Striezelmarktbesucher wird keine Veränderungen merken und kann sich unbeschwert ins Weihnachtsgetümmel stürzen", erklärten die Verantwortlichen des Dresdner Strietzelmarktes, der als "Deutschlands ältester beurkundeter Weihnachtsmarkt" gilt.

Befragte Betreiber rechnen nicht damit, dass aus Furcht Besucher ausbleiben. "Viele Leute sagen: Ich lasse mir das jetzt nicht versauen", sagte Frank Hakelberg, Geschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes.

jus/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
c.PAF 25.11.2016
1.
Ich bin ganz ehrlich froh, daß unter den schönsten Weihnachtsmärkten nicht wirklich die schönsten Weihnachtsmärkte aufgeführt werden, sondern die "was auch immer" (bekanntesten, kommerziellsten, ...). Dort ist auch Platz für die ganzen gehetzten Menschenmassen. So bleiben die wirklich schönsten Weihnachtsmärkte auch weiterhin ein Geheimtip, können sich ihre Atmosphäre erhalten und ersticken nicht in Menschen und Kommerz.
Marcel.72 25.11.2016
2. Respekt SPON!
22 Weihnachtsmärkte in Deutschland aufgeführt und den mit Nürnberg wohl größten und bekanntesten, den Strietzelmarkt in Dresden, mal schön ignoriert. Respekt! Abgesehen davon, dass von den aufgeführten Weihnachtsmärkten nur vielleicht eine Hand voll wirklich schön und weihnachtlich sind. SPON, soll ich euch mal ein Foto vom Weihnachtsmarkt in Görlitz zusenden? Ja ja, ist noch Deutschland. Wirklich ein wunderschöner Weihnachtsmarkt in der schönsten Stadt Deutschlands!
serbskisokol 25.11.2016
3. nur echt mit Pflaumentoffel! :)
Zitat von Marcel.7222 Weihnachtsmärkte in Deutschland aufgeführt und den mit Nürnberg wohl größten und bekanntesten, den Strietzelmarkt in Dresden, mal schön ignoriert. Respekt! Abgesehen davon, dass von den aufgeführten Weihnachtsmärkten nur vielleicht eine Hand voll wirklich schön und weihnachtlich sind. SPON, soll ich euch mal ein Foto vom Weihnachtsmarkt in Görlitz zusenden? Ja ja, ist noch Deutschland. Wirklich ein wunderschöner Weihnachtsmarkt in der schönsten Stadt Deutschlands!
serbskisokol schnuppert: merkste was? ich rieche das auch- aber Jingle Bells? Nee, mei gudsder, mir sind hier in Deutschland und noch dazu in Sachsen! also stehet geschrieben: Deutschland im Glühweinrausch. Genauende außer den bellenden Jingels, was auch immer das ist. Glühweinschwaden ziehen über die Plätze, Jingle Bells ist der Song der Stunde: In Deutschland haben die Weihnachtsmärkte eröffnet. Bei uns hat der Auto was ganz wichtiges vergessen, wäre wie Nürnberg ohne Christkidlesmarkt! Na, unser Pflaumentoffel! Den gibts nur hier und auch nur zum Advent, das ganze Jahr über sonst nicht, nicht einmal Ansichtspostkarten mit dem niedlichen Pflaumen-Kerl. Also dann, aufgemacht und in den Trubel. Angst habe ich keine, wovor auch. Grabscher oa. - i wo, das passiert dann höchstens zuhause nach erhöhtem Glühweingenuß. Dann aber immer an den Spruch von Tucholsky denken: Ach Du liebes Gottchen, behüte unser Lottchen, vor Hunger ,Not und Sturm und vor dem bösen Hosenwurm!" (wer oder was auch immer der Wurm sei)
jnek 25.11.2016
4. @redaktion, dpa und Autor
Eigentlich ist bereits der erste Satz ihres Artikels falsch und gleichzeitig eine unnötige Verbeugung, oder? Denn es gibt gar keine "Fürstin Gloria von T&T", gab es auch noch nie. Die werte Dame heißt schlicht "Fürstin von ..." mit Nachnamen und sie hieß schon immer so. Manche heißen Maier, Müller oder Schmidt, sie heißt eben Fürstin von ... Der Adel und seine Bezeichnungen sind seit fast 100 Jahren abgeschafft. Aber irgendwie ist es doch schön, diesen Irrglauben am Leben zu erhalten, oder? Das TV und die Presse ist voll von Prinzessinnen, Grafen, Durchlauchten usw. Was soll das?
Hamberliner 25.11.2016
5. Re: nur echt mit Pflaumentoffel! :)
Zitat von serbskisokolserbskisokol schnuppert: merkste was? ich rieche das auch- aber Jingle Bells? Nee, mei gudsder, mir sind hier in Deutschland und noch dazu in Sachsen! also stehet geschrieben: Deutschland im Glühweinrausch. Genauende außer den bellenden Jingels, was auch immer das ist. Glühweinschwaden ziehen über die Plätze, Jingle Bells ist der Song der Stunde: In Deutschland haben die Weihnachtsmärkte eröffnet. Bei uns hat der Auto was ganz wichtiges vergessen, wäre wie Nürnberg ohne Christkidlesmarkt! Na, unser Pflaumentoffel! Den gibts nur hier und auch nur zum Advent, das ganze Jahr über sonst nicht, nicht einmal Ansichtspostkarten mit dem niedlichen Pflaumen-Kerl. Also dann, aufgemacht und in den Trubel. Angst habe ich keine, wovor auch. Grabscher oa. - i wo, das passiert dann höchstens zuhause nach erhöhtem Glühweingenuß. Dann aber immer an den Spruch von Tucholsky denken: Ach Du liebes Gottchen, behüte unser Lottchen, vor Hunger ,Not und Sturm und vor dem bösen Hosenwurm!" (wer oder was auch immer der Wurm sei)
Ami-Gedudel und Gelulle (Jingle Bells oder "here-comes-sännäcloß, here-comes-sännäcloß") findet man sowieso weniger auf Weihnachtsmärkten sondern eher in Einzelhandelsketten. Nichts damit zu tun haben die schönen und romantischen Weihnachtslieder, die wir hier in Europa nicht nur in Sachsen haben. Allerdings habe ich den Verdacht, dass diese Weihnachtsmelodien in Sachsen und der sonstigen DDR mit einem neuen Text versehen und den Kindern als etwas ganz anderes untergejubelt wurden. Ich habe mal 4 Jahre unter Ossis gearbeitet, und einer von denen pfiff draußen vor meiner Bürotür die Melodie des spanischen Weihnachtslieds "Camino a Belén" (https://www.youtube.com/watch?v=A3uTpFMOUbQ), und zwar mitten im Hochsommer. Als ich mich darüber wunderte, dass ihm zu der Jahreszeit so weihnachtlich zumute sei, war die Empörung riesengroß. Die Kollegen bestritten heftig, dass es sich um ein Weihnachtslied handele.
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