Rechte für Ägypten-Urlauber: "Ein klarer Fall von höherer Gewalt"

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Schnorcheln oder stornieren? Viele Urlauber fragen sich angesichts der Lage in Ägypten, wie sicher der Urlaub am Roten Meer noch ist. Das Auswärtige Amt rät nun von Reisen im ganzen Land ab. Doch nicht alle Veranstalter ermöglichen kostenlose Umbuchungen.

Künstliche Lagunenstadt El Gouna: "Es ist gefährlich" Zur Großansicht
TMN

Künstliche Lagunenstadt El Gouna: "Es ist gefährlich"

Hamburg - Die Ausschreitungen in Ägypten erschüttern Menschen in der ganzen Welt. Wer in den kommenden Tagen oder Wochen in die Sonne ans Rote Meer fahren wollte, überlegt es sich nun vielleicht noch einmal gründlich, ob er fliegen soll oder nicht. Denn das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise verschärft. "Aufgrund der aktuellen Lage und der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen wird von Reisen nach Ägypten derzeit abgeraten", heißt es auf der Internetseite des Ministeriums.

Diese Empfehlung schließt nun auch die Feriengebiete um Hurghada und Scharm al-Scheich ein. Zuvor bezogen sich die Reisehinweise vor allem auf Kairo sowie Touristenregionen in Oberägypten.

Damit gibt es für die beliebten Urlaubergebiete am Roten Meer zwar noch keine offizielle Reisewarnung vom Auswärtigen Amt. Doch für verunsicherte Urlauber ist auch der verschärfte Reisehinweis Grund genug, den Reisevertrag zu kündigen, sagt Reiserechtsexperte Paul Degott.

"Das Auswärtige Amt hat ein abgestuftes Informationssystem, das zwischen Reisehinweisen, Sicherheitshinweisen und Reisewarnungen unterscheidet", sagt Degott SPIEGEL ONLINE. "Aber zivilrechtlich haben diese Formulierungen keine inhaltliche Relevanz." Wichtig sei allein die Aussage. Im aktuellen Falle bedeute der erweiterte Hinweis: "Achtung: Auch die Badegebiete am Roten Meer sind gefährdet."

Degott sieht darin "einen klaren Fall von höherer Gewalt", der als Begründung für die Kündigung ausreichen sollte. Immerhin sei nach den Einschätzungen des Auswärtigen Amtes nicht zu erwarten, "dass der geplante Urlaub ungestört ablaufen wird". Als Beispiele nennt Degott mögliche Straßensperren, die zu Versorgungsengpässen im Hotel führen könnten. "Wir haben es hier mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu tun", sagt der Anwalt aus Hannover. "Die Lage ist explosiver als 2011 beim Sturz von Mubarak."

"Die Veranstalter verstecken sich hinterm Auswärtigen Amt"

Viele Touristen sind nun verunsichert. "Ich wollte eigentlich morgen Nachmittag mit einem Kumpel nach Hurghada fliegen", berichtet SPIEGEL-ONLINE-Leser Mathias Ott aus Bad Homburg. "Doch nun haben wir unsere Reise storniert." Das ging beim Veranstalter ETI kostenlos. Mit Kulanzregelungen reagierten am Freitag verschiedene Reiseunternehmen. Das Auswärtige Amt äußerte am Freitag, die weitere Entwicklung im Land sei derzeit unkalkulierbar.

Wer aus diesem Grund nicht nach Hurghada, El Gouna oder in andere ägyptische Ferienorte reisen möchte, dem empfiehlt Degott, bei seinem Veranstalter eine kostenlose Umbuchung auszuhandeln. "Wenn der Anbieter auf stur stellt, dann sollte man den Vertrag mit Verweis auf höhere Gewalt kündigen." Sollte so ein Fall vor Gericht gehen, schätzt der Reiserechtsexperte die Chancen als sehr hoch ein, dass der Veranstalter dem Verbraucher die einbehaltenen Stornokosten wird zurückzahlen müssen.

"Es ist einfach zu gefährlich"

Während Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI am Freitag alle Reisen bis Mitte September abgesagt hat, warten Kunden anderer Veranstalter bisher noch auf Kulanzregelungen. Katharina Sprecher aus Berlin freute sich vor kurzem noch auf ihre zehntägige Ägypten-Reise, die sie vor zwei Wochen bei einem Leipziger Veranstalter gebucht hat. "Aufgrund der politischen Situation haben wir dem nun mitgeteilt, dass wir von der Reise wegen der Unruhen zurücktreten und stattdessen ein anderes Reiseziel buchen wollen", sagte Sprecher SPIEGEL ONLINE.

Doch der Veranstalter stellt sich den Angaben der 32-Jährigen zufolge quer und "blockt nach drei ergebnislosen Telefonaten nun den Kontakt ab". Die Berlinerin möchte unter den aktuellen Umständen auf keinen Fall nach Ägypten reisen. "Es ist einfach zu gefährlich." Zudem empfindet sie es als unangebracht, einen schönen Urlaub am Roten Meer zu verbringen. "Ich kann doch nicht mit meinem Cocktail in der Hand am Pool sitzen, während ein paar hundert Kilometer weiter Menschen erschossen werden."

Sie wünscht sich, dass ihr Reiseanbieter doch noch kostenlos umbucht. "Abu Dhabi würde uns gefallen", sagt Sprecher. "Dafür würden wir auch einen Aufschlag zahlen." Auf einen Rechtsstreit hat sie keine Lust, aber am Montag nach Ägypten reisen - das kommt für sie nicht in Frage.

Was bedeuten die Hinweise des Auswärtigen Amtes?
Reisehinweise
Sie enthalten zum Beispiel Informationen über die Einreisebestimmungen, die medizinische Situation und straf- oder zollrechtliche Besonderheiten eines Landes. Solche Hinweise gibt das Auswärtige Amt für jedes Land.
Sicherheitshinweise
Solche Vermerke machen auf besondere Risiken für Reisende in einem Land und dort lebende Deutsche aufmerksam. Das betrifft zum Beispiel Gefahren durch Kriminalität oder Terrorismus. Das Auswärtige Amt kann wegen solcher Einschränkungen in einem abgestuften System von nicht unbedingt erforderlichen Reisen oder auch grundsätzlich von allen Reisen in ein bestimmtes Land abraten.

Reisewarnungen
Sie enthalten den "dringenden Appell", Reisen in ein Land oder in eine Region innerhalb des Landes zu unterlassen. Gewarnt wird dann, wenn "eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht", heißt es beim Auswärtigen Amt. Deutsche, die in dem betroffenen Land leben, werden dann zur Ausreise aufgefordert.

Haben die Hinweise rechtliche Bedeutung?
Die Hinweise des Auswärtigen Amtes seien teilweise undurchsichtig und nicht bindend, sagte Reiserechtler Ronald Schmid von den Technischen Universitäten Dresden und Darmstadt. Grundsätzlich müssten Veranstalter und Reisende auf der Grundlage seriöser Berichterstattung in den Medien im konkreten Einzelfall auch selbstständig prüfen, ob in der Urlaubsregion eine vorher nicht zu erwartende höhere Gewalt vorliegt.

Wird die Reise dadurch "erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt", können Urlauber den Vertrag laut Paragraf 651j des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kündigen.

Es könne sich im Einzelfall schon um höhere Gewalt handeln, wenn noch keine "echte" Reisewarnung vorliegt, sondern nur von Reisen abgeraten wird, so Schmid. "Denn der Hinweis, nicht notwendige Reisen zu unterlassen, ist wohl eher als eine abgeschwächte Reisewarnung zu bewerten", sagte der Experte.

Sind Sie in Ägypten unterwegs?
Sie tauchen und schnorcheln vor Hurghada? Oder machen Strandurlaub in Scharm el-Scheich? Oder Sie sind geschäftlich im Land unterwegs? Dann berichten Sie, was Sie unterwegs erlebt haben - und wie sich die Ausgangssperre auswirkt. Erzählen Sie uns von Ihren Begegnungen! Und zwar indem Sie sie an spon_reise@spiegel.de mailen, Betreff: Reisen in Ägypten.

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1. optional
Hardisch 16.08.2013
Diese Frau zeigt ja wenigstens noch ein bißchen Sensibiltät. Immerhin gibt es die Unruhen und Toten nicht erst seit heute und trotzdem sind da noch viele Urlauber, die nur ein Problem kennen: Ist mein Handtuch rechtzeitig auf der Pool-Liege. Da kann man sich nicht auch noch mit ein paar erschossenen Ägyptern befassen. Zynisch? Ja. Aber nicht diese ironische Überspitzung.
2. Reiseveranstalter will nicht stornieren
Sandra123 16.08.2013
Ich habe das gleiche Problem. Ich soll eigentlich in 3,5Std. im Flieger nach Hurghada sitzen. Mein Reiseveranstalter laesst mich weder stornieren noch umbuchen. Ich koenne stornieren, muesse aber dann 90% der Reisekosten als Stornogebuehr bezahlen. Meine Reiseruecktrittsversicherung ueber den ADAC greift auch nicht, da dies kein offizieller Ruecktrittsgrund ist. Ich bin Studentin und habe mich auch ein paar Tage Urlaub gefreut. Jetzt habe ich keinen Urlaub und 600Eur verloren. In was fuer einer Welt leben wir eigentlich, dass hier auch bei den kleineren Reiseveranstaltern keine Kulanz gezeigt wird?! Ich bin verzweifelt...
3.
susanni 16.08.2013
Zitat von Sandra123Ich habe das gleiche Problem. Ich soll eigentlich in 3,5Std. im Flieger nach Hurghada sitzen. Mein Reiseveranstalter laesst mich weder stornieren noch umbuchen. Ich koenne stornieren, muesse aber dann 90% der Reisekosten als Stornogebuehr bezahlen. Meine Reiseruecktrittsversicherung ueber den ADAC greift auch nicht, da dies kein offizieller Ruecktrittsgrund ist. Ich bin Studentin und habe mich auch ein paar Tage Urlaub gefreut. Jetzt habe ich keinen Urlaub und 600Eur verloren. In was fuer einer Welt leben wir eigentlich, dass hier auch bei den kleineren Reiseveranstaltern keine Kulanz gezeigt wird?! Ich bin verzweifelt...
Hast Du eine Rechtschutzversicherung ? Laut RA Degott sei die derzeitige Ausnahmesituation auch ohne komplette Reisewarnung durch da AA kostenfrei stornierbar. Ansonsten gibt es Leute die wegen Flugangst( die vorher nie aufgetreten ist, dierekt am Flugplatz vom Arzt als reiseunfähig attestiert werden ! Viel Glück...kam auch erst vor einer Stunde aus dem Vertrag mit ETI, die stellten sich gestern auch noch auf 60 % Stornogebühr, habs bis heute ausgesessen....Leute die gestern den gleichen Vertrag stornieren wollten,sollen 60 % Stornogebühr zahlen ( laut Eti) LG Susanne
4.
sayana 16.08.2013
Zitat von Sandra123Ich habe das gleiche Problem. Ich soll eigentlich in 3,5Std. im Flieger nach Hurghada sitzen. Mein Reiseveranstalter laesst mich weder stornieren noch umbuchen. Ich koenne stornieren, muesse aber dann 90% der Reisekosten als Stornogebuehr bezahlen. Meine Reiseruecktrittsversicherung ueber den ADAC greift auch nicht, da dies kein offizieller Ruecktrittsgrund ist. Ich bin Studentin und habe mich auch ein paar Tage Urlaub gefreut. Jetzt habe ich keinen Urlaub und 600Eur verloren. In was fuer einer Welt leben wir eigentlich, dass hier auch bei den kleineren Reiseveranstaltern keine Kulanz gezeigt wird?! Ich bin verzweifelt...
5. ist die lage in ägypten neu?
sayana 16.08.2013
Zitat von Sandra123Ich habe das gleiche Problem. Ich soll eigentlich in 3,5Std. im Flieger nach Hurghada sitzen. Mein Reiseveranstalter laesst mich weder stornieren noch umbuchen. Ich koenne stornieren, muesse aber dann 90% der Reisekosten als Stornogebuehr bezahlen. Meine Reiseruecktrittsversicherung ueber den ADAC greift auch nicht, da dies kein offizieller Ruecktrittsgrund ist. Ich bin Studentin und habe mich auch ein paar Tage Urlaub gefreut. Jetzt habe ich keinen Urlaub und 600Eur verloren. In was fuer einer Welt leben wir eigentlich, dass hier auch bei den kleineren Reiseveranstaltern keine Kulanz gezeigt wird?! Ich bin verzweifelt...
liebe leute, wenn vor zwei wochen die ägypten reise gebucht wurde, dann frage ich: wieso habt ihr das gebucht. die lage ist ja keinesfalls neu. das geht jetzt schon seit monaten so. war es vielleicht die gier nach dem sonderangebot?
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Hilfe für Ägypten-Urlauber
Deutsche Vertretungen
Krisenstab des Auswärtigen Amts: 030-50003000

Deutsche Botschaft in Kairo
Telefon: (0020 2) 27 28 20 00
Bereitschaftsdienst in dringenden Notfällen: 012 213-6538
Honorarkonsulat in Alexandria: (002-03) 486-7503
Honorarkonsulat in Hurghada: (002-065) 344-3605, (002-065) 344-5734
Hotlines der Reiseveranstalter
TUI: 0511-567 8000 (9 bis 20 Uhr)
Neckermann Reisen und Thomas Cook: 06171-65 65 190
Bucher Reisen: 06171-65 65 400
Air Marin: 01805-36 66 36
Öger Tours: 01805-24 25 58
Condor: 01805-767757
Rewe (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg, Condor): 02203-42 800
FTI: 0800-2525444 (9 bis 22 Uhr)
5vorFlug: 0800-2525113 (9 bis 20 Uhr)
L'tur: 0800-21 21 21 00 (8 bis 24 Uhr)

Fluggesellschaften
Lufthansa: Sonder-Telefonnummer, unter der Flüge ausschließlich ab Kairo gebucht werden können +49-30-50570341

Ab sofort können freie Plätze auf Flügen von Air Berlin und Condor von Scharm el-Scheich, Hurghada und Marsa Alam nach Deutschland gebucht werden.
Air Berlin: www.airberlin.com oder per Telefon unter +49-1805-737 800
Condor: www.condor.com oder per Telefon unter +49-180-5767757

Augenzeugen berichten aus Ägypten
Nina Prasch

Nina Prasch
42, Leiterin des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Kairo

Obwohl genau über dieses Szenario seit Wochen diskutiert wurde, brach die Gewalt überraschend los. Zuletzt schien es ja, als ob die Vernunft doch noch siegen könnte und Vertreter beider Seiten auf eine politische Lösung hinarbeiten würden. Dieser Hoffung wurde mit den Ereignissen nun eine erschreckend klare Absage erteilt. Was unsere tägliche Arbeit betrifft: Ich habe die Mitarbeiter früh nach Hause geschickt. Vor unserem Stiftungsbüro im Stadtteil Zamalek selbst war es zwar ruhig, aber man wusste überhaupt nicht, wann und wo die Gewalt noch eskalieren würde - die Lage war einfach unübersichtlich. Donnerstag haben wir zwar weitergearbeitet, aber es herrscht natürlich kein Alltag. Jedes Gespräch dreht sich um das Blutbad. Die meisten Gesprächspartner hier denken: Das war eine absolut vermeidbare Eskalation, denn es hätte die Chance zu Verhandlungen gegeben. Das macht die Ereignisse umso tragischer.

fab

S. Drabinski

Joachim Schroedel
59, Pfarrer in der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Kairo

Wir haben keine Angst. Die Nacht war ruhig, der Morgen auch. Unsere Gemeinde liegt 500 Meter vom Tahrir-Platz entfernt. Es hat sicher Aggressionen gegeben, aber bei uns hat man nichts davon gemerkt. Wir haben die Gewaltausbrüche am Fernseher verfolgt.

Ich denke, die Gewalt ebbt so ab, wie sie hochgekocht ist. Dass Kirchen verwüstet wurden, ist schlimm. Aber das ist das letzte Aufbäumen der Mursi-Anhänger. Sie ernten die Früchte ihrer Verweigerungshaltung. Ich war in einem ihrer Lager in Nasr City und habe mich ins Mittelalter zurückversetzt gefühlt.

Über die Ausgangssperre sind wir froh. Wir empfinden das nicht als Bedrohung, sondern als Schutz. Die Leute hier wollen ein starkes Eingreifen des Staates; die Mursi-Anhänger demonstrieren ja nicht, sie üben nackte Gewalt aus.

Man muss in Ägypten vorsichtig sein. Es wird immer wieder zu Angriffen kommen. Aber deswegen schleiche ich nicht mit Tarnkappe durch die Gegend, ich gehe in der Soutane aus dem Haus. Ich bin wagemutig, vielleicht manchmal zu wagemutig.

ulz

Dorothea Reinicke

Dorothea Reinicke
55, arbeitet auf den Tauchsafari-Booten der "Seaqueen"-Flotte in Scharm al-Scheich

Gestern Abend gab es viel Verwirrung und Diskussionen auf Facebook, ob denn nun die Ausgangssperre auch für Scharm al-Scheich gilt. Ich hatte um 20 Uhr noch einen Termin im Krankenhaus und habe die Polizei gefragt, ob ich den wahrnehmen darf - das war in Ordnung. Es war viel weniger Verkehr als sonst, zu Fuß waren nur sehr wenige Leute unterwegs. Auch in der Shopping-Mall Mercato, wo sonst immer sehr viel los ist, waren kaum Menschen. Als ich mein Auto in der Bank Street parken wollte, war die abgesperrt. Dort sind sechs Banken, die Behörden haben Angst vor Überfällen, wie es sie hier nach der Revolution auch gab.

Ich weiß nicht, ob ich jemandem empfehlen würde, genau jetzt herzukommen. Wer sich nur im Hotel aufhalten oder zwei Wochen auf dem Tauchboot verbringen will, hat kein Problem. Aber wer beispielsweise gestern in eine Disco gehen wollte, konnte das nicht machen. Heute Abend sieht es allerdings schon wieder etwas anders aus - gerade habe ich erfahren, dass die Ausgangssperre in Scharm al-Scheich und Dahab aufgehoben wurde.

sto

Shoaib Sabri

Zachary Foster
28, US-Amerikaner, recherchiert in Kairo für seine Dissertation in Islamwissenschaften

Wir bekommen hier in unserem Apartment fast nichts mit. Die lokalen Medien berichten nicht neutral, es ist beinahe unmöglich herauszufinden, was genau passiert. In der vergangenen Nacht haben sich fast alle an die Ausgangssperre gehalten. Ich war um fünf Uhr morgens draußen, da war gar nichts los. Aber heute Nacht wird es anders, glaube ich. Jeder, der auch nur im Entferntesten mit der Muslimbruderschaft oder mit den Opfern sympathisiert, wird heute Abend und heute Nacht auf die Straßen gehen.

lgr

Leoni AG

Bernd Buhmann
49, Sprecher des Nürnberger Automobilzulieferers Leoni

Wir produzieren in Ägypten an drei Standorten mit 4500 Mitarbeitern, die meisten in Kairo. Unsere Produktion läuft weiter, aber wir mussten sie umorganisieren: Statt drei gibt es nur noch zwei Schichten, eine davon geht von sieben Uhr abends bis sieben Uhr morgens - damit wir die Ausgangssperre einhalten. Die Sicherheitslage ist okay, uns hilft, dass wir in einer bewachten Industriezone arbeiten. Die Schwierigkeit besteht darin, die Leute ins Werk zu bekommen, es gibt für sie eigene Busse. Frauen kommen wegen der aktuellen Lage jedoch gar nicht zur Arbeit. Wir haben aus Zeiten der Revolution schon Erfahrung mit solchen Situationen - und haben Waren für zwei Wochen vorproduziert. Normalerweise verschiffen wir nach Europa, aber im Moment ist kein Betrieb im Hafen. Notfalls ziehen wir auch Frachtflüge in Erwägung.

dab

dahab-diveparadise.com

Harald Hess
56, Betreiber der Tauchschule Dive Paradise in Dahab am Roten Meer

Hier ist alles völlig ruhig. Ein Mitarbeiter von mir hat gestern den obersten Polizeichef persönlich gefragt, wie das mit der Ausgangssperre ist: Innerhalb des Ortes war es überhaupt kein Problem, abends unterwegs zu sein und in ein Restaurant zu gehen, nur außerhalb galt die Sperre ab 19 Uhr. Wer hier in den letzten zwei Jahren keinen Fernseher und kein Internet gehabt hat, der hat von den Unruhen fast nichts mitbekommen. 2011 gab es mal Versorgungsengpässe bei Zigaretten. Und als Mursi abgesetzt wurde, haben Leute ein paar Feuerwerksraketen abgeschossen. Wie es allerdings in den nächsten Wochen und Monaten wird, kann ich natürlich nicht vorhersehen.

sto

Shoaib Sabri

Sara Bergamaschi
28, Italienerin, arbeitet mit einem Uno-Fellowship für eine Entwicklungshilfeorganisation in Kairo

Ich wohne an einer großen Kreuzung, ungefähr zwei Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt. Normalerweise ist hier immer sehr viel Verkehr. Von gestern Nacht bis heute Vormittag waren die Straßen fast menschenleer, mehrere Panzer waren aufgefahren, ansonsten war es ungewöhnlich still. Jetzt sehe ich wieder ein paar Leute auf der Straße, ich selbst war gestern noch im Supermarkt um die Ecke. Angst habe ich nicht. Wenn man nicht gerade dorthin geht, wo gerade Proteste sind, ist es eigentlich nicht gefährlich draußen. Trotzdem dürfen wir seit gestern nicht zur Arbeit gehen. So sind die Vorschriften der internationalen Organisationen. Ich hoffe nur, dass wir nicht evakuiert werden müssen. Mein Chef klang heute etwas besorgt am Telefon. Ich habe viele ägyptische Freunde, die liefern sich gerade auf Facebook eine regelrechte Propagandaschlacht, keine Ahnung, was davon stimmt und was nicht. Viele wollen heute Abend trotz Ausgangssperre rausgehen. Ich würde auch gern sehen, was los ist. Aber ich werde aufgrund der Sicherheitslage zu Hause bleiben.

lgr

Privat

Ronald Meinardus
57 Jahre, Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo

In meinem Wohnviertel haben die Muslimbrüder nun ein neues Lager errichtet. Da hörte ich nachts Schüsse, Schlachtrufe. Das hat mich gewundert, denn eigentlich herrscht ja die Ausgangssperre. Und man sieht, diesen Anblick gab es lange nicht, Menschen in Zivil mit schweren Waffen: Die Geheimpolizei tritt in Vierteln wie unserem, wo es viele Botschaften gibt, wieder in Erscheinung. Ich habe eine besondere Beziehung zu Ägypten, ich fühle unheimliches Entsetzen über die Geschehnisse. Denn ich habe die Ägypter, auch wenn das etwas stereotyp klingt, immer als sehr gutmütig wahrgenommen. Szenen wie die gestern hätte ich nie für möglich gehalten. Wenn es weiter zu Ausschreitungen kommt, fürchte ich eine Gewaltspirale, die sich immer schneller dreht. Verhandlungen sind im Moment unmöglich, es gibt keine neutrale Instanz mehr. Das Land befindet sich in Schockstarre. Bis wieder ein Dialog stattfinden kann, werden noch Tage, wenn nicht Wochen vergehen.

fab

Symrise AG

Bernhard Kott
53, Sprecher des Holzmindener Duftherstellers Symrise

Von unseren rund hundert Leuten in Ägypten ist keiner in die Unruhen gekommen - da sind wir sehr froh drüber. Unsere Produktion am Rande von Kairo ist derzeit nicht beeinträchtigt. Aber wir haben sie in den vergangenen Wochen schon häufiger früher oder ganz geschlossen, wenn die Proteste zu stark waren. Seit heute Mittag sind unsere Mitarbeiter im arabischen Wochenende, jetzt beobachten wir die Lage und entscheiden dann, ob wir am Sonntag weitermachen. Sollte die Sicherheit unserer Angestellten auf dem Weg zur Arbeit beeinträchtigt sein, werden wir nicht öffnen.

dab

james-mac.com

Michael Kalb
Basisleiter am James & Mac Diving Center in Hurghada

Gestern gab es hier Demonstrationen von Mursi-Anhängern, einige Autoreifen und Müllcontainer haben gebrannt. Das war allerdings nicht in den Straßen, wo die Hotels sind. Direkt bekommen die Urlauber also nichts davon mit. Doch jeder merkt, dass die Stimmung bei den Ägyptern gedrückt ist. Die meisten sehen die Gewalteskalation sehr kritisch, weil sie vom Tourismus leben und nicht wollen, dass weniger Urlauber kommen. In den letzten zwei Tagen bekamen wir verstärkt E-Mails von verunsicherten Menschen, die gerade eine Ägypten-Reise planen. Auf unserer Webseite haben wir einen Blog, in dem wir Fragen beantworten.

sto

Fotostrecke
Ägypten: Gewalt in Kairo, Hinweis für Reisende

Tweets zu den Straßenschlachten in Kairo

Fotostrecke
Tourismus in Ägypten: Ruhe am Roten Meer, Krawalle in Kairo
Augenzeugen berichten aus Ägypten
Nina Prasch

Nina Prasch
42, Leiterin des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Kairo

Obwohl genau über dieses Szenario seit Wochen diskutiert wurde, brach die Gewalt überraschend los. Zuletzt schien es ja, als ob die Vernunft doch noch siegen könnte und Vertreter beider Seiten auf eine politische Lösung hinarbeiten würden. Dieser Hoffung wurde mit den Ereignissen nun eine erschreckend klare Absage erteilt. Was unsere tägliche Arbeit betrifft: Ich habe die Mitarbeiter früh nach Hause geschickt. Vor unserem Stiftungsbüro im Stadtteil Zamalek selbst war es zwar ruhig, aber man wusste überhaupt nicht, wann und wo die Gewalt noch eskalieren würde - die Lage war einfach unübersichtlich. Donnerstag haben wir zwar weitergearbeitet, aber es herrscht natürlich kein Alltag. Jedes Gespräch dreht sich um das Blutbad. Die meisten Gesprächspartner hier denken: Das war eine absolut vermeidbare Eskalation, denn es hätte die Chance zu Verhandlungen gegeben. Das macht die Ereignisse umso tragischer.

fab

S. Drabinski

Joachim Schroedel
59, Pfarrer in der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Kairo

Wir haben keine Angst. Die Nacht war ruhig, der Morgen auch. Unsere Gemeinde liegt 500 Meter vom Tahrir-Platz entfernt. Es hat sicher Aggressionen gegeben, aber bei uns hat man nichts davon gemerkt. Wir haben die Gewaltausbrüche am Fernseher verfolgt.

Ich denke, die Gewalt ebbt so ab, wie sie hochgekocht ist. Dass Kirchen verwüstet wurden, ist schlimm. Aber das ist das letzte Aufbäumen der Mursi-Anhänger. Sie ernten die Früchte ihrer Verweigerungshaltung. Ich war in einem ihrer Lager in Nasr City und habe mich ins Mittelalter zurückversetzt gefühlt.

Über die Ausgangssperre sind wir froh. Wir empfinden das nicht als Bedrohung, sondern als Schutz. Die Leute hier wollen ein starkes Eingreifen des Staates; die Mursi-Anhänger demonstrieren ja nicht, sie üben nackte Gewalt aus.

Man muss in Ägypten vorsichtig sein. Es wird immer wieder zu Angriffen kommen. Aber deswegen schleiche ich nicht mit Tarnkappe durch die Gegend, ich gehe in der Soutane aus dem Haus. Ich bin wagemutig, vielleicht manchmal zu wagemutig.

ulz

Dorothea Reinicke

Dorothea Reinicke
55, arbeitet auf den Tauchsafari-Booten der "Seaqueen"-Flotte in Scharm al-Scheich

Gestern Abend gab es viel Verwirrung und Diskussionen auf Facebook, ob denn nun die Ausgangssperre auch für Scharm al-Scheich gilt. Ich hatte um 20 Uhr noch einen Termin im Krankenhaus und habe die Polizei gefragt, ob ich den wahrnehmen darf - das war in Ordnung. Es war viel weniger Verkehr als sonst, zu Fuß waren nur sehr wenige Leute unterwegs. Auch in der Shopping-Mall Mercato, wo sonst immer sehr viel los ist, waren kaum Menschen. Als ich mein Auto in der Bank Street parken wollte, war die abgesperrt. Dort sind sechs Banken, die Behörden haben Angst vor Überfällen, wie es sie hier nach der Revolution auch gab.

Ich weiß nicht, ob ich jemandem empfehlen würde, genau jetzt herzukommen. Wer sich nur im Hotel aufhalten oder zwei Wochen auf dem Tauchboot verbringen will, hat kein Problem. Aber wer beispielsweise gestern in eine Disco gehen wollte, konnte das nicht machen. Heute Abend sieht es allerdings schon wieder etwas anders aus - gerade habe ich erfahren, dass die Ausgangssperre in Scharm al-Scheich und Dahab aufgehoben wurde.

sto

Shoaib Sabri

Zachary Foster
28, US-Amerikaner, recherchiert in Kairo für seine Dissertation in Islamwissenschaften

Wir bekommen hier in unserem Apartment fast nichts mit. Die lokalen Medien berichten nicht neutral, es ist beinahe unmöglich herauszufinden, was genau passiert. In der vergangenen Nacht haben sich fast alle an die Ausgangssperre gehalten. Ich war um fünf Uhr morgens draußen, da war gar nichts los. Aber heute Nacht wird es anders, glaube ich. Jeder, der auch nur im Entferntesten mit der Muslimbruderschaft oder mit den Opfern sympathisiert, wird heute Abend und heute Nacht auf die Straßen gehen.

lgr

Leoni AG

Bernd Buhmann
49, Sprecher des Nürnberger Automobilzulieferers Leoni

Wir produzieren in Ägypten an drei Standorten mit 4500 Mitarbeitern, die meisten in Kairo. Unsere Produktion läuft weiter, aber wir mussten sie umorganisieren: Statt drei gibt es nur noch zwei Schichten, eine davon geht von sieben Uhr abends bis sieben Uhr morgens - damit wir die Ausgangssperre einhalten. Die Sicherheitslage ist okay, uns hilft, dass wir in einer bewachten Industriezone arbeiten. Die Schwierigkeit besteht darin, die Leute ins Werk zu bekommen, es gibt für sie eigene Busse. Frauen kommen wegen der aktuellen Lage jedoch gar nicht zur Arbeit. Wir haben aus Zeiten der Revolution schon Erfahrung mit solchen Situationen - und haben Waren für zwei Wochen vorproduziert. Normalerweise verschiffen wir nach Europa, aber im Moment ist kein Betrieb im Hafen. Notfalls ziehen wir auch Frachtflüge in Erwägung.

dab

dahab-diveparadise.com

Harald Hess
56, Betreiber der Tauchschule Dive Paradise in Dahab am Roten Meer

Hier ist alles völlig ruhig. Ein Mitarbeiter von mir hat gestern den obersten Polizeichef persönlich gefragt, wie das mit der Ausgangssperre ist: Innerhalb des Ortes war es überhaupt kein Problem, abends unterwegs zu sein und in ein Restaurant zu gehen, nur außerhalb galt die Sperre ab 19 Uhr. Wer hier in den letzten zwei Jahren keinen Fernseher und kein Internet gehabt hat, der hat von den Unruhen fast nichts mitbekommen. 2011 gab es mal Versorgungsengpässe bei Zigaretten. Und als Mursi abgesetzt wurde, haben Leute ein paar Feuerwerksraketen abgeschossen. Wie es allerdings in den nächsten Wochen und Monaten wird, kann ich natürlich nicht vorhersehen.

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Shoaib Sabri

Sara Bergamaschi
28, Italienerin, arbeitet mit einem Uno-Fellowship für eine Entwicklungshilfeorganisation in Kairo

Ich wohne an einer großen Kreuzung, ungefähr zwei Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt. Normalerweise ist hier immer sehr viel Verkehr. Von gestern Nacht bis heute Vormittag waren die Straßen fast menschenleer, mehrere Panzer waren aufgefahren, ansonsten war es ungewöhnlich still. Jetzt sehe ich wieder ein paar Leute auf der Straße, ich selbst war gestern noch im Supermarkt um die Ecke. Angst habe ich nicht. Wenn man nicht gerade dorthin geht, wo gerade Proteste sind, ist es eigentlich nicht gefährlich draußen. Trotzdem dürfen wir seit gestern nicht zur Arbeit gehen. So sind die Vorschriften der internationalen Organisationen. Ich hoffe nur, dass wir nicht evakuiert werden müssen. Mein Chef klang heute etwas besorgt am Telefon. Ich habe viele ägyptische Freunde, die liefern sich gerade auf Facebook eine regelrechte Propagandaschlacht, keine Ahnung, was davon stimmt und was nicht. Viele wollen heute Abend trotz Ausgangssperre rausgehen. Ich würde auch gern sehen, was los ist. Aber ich werde aufgrund der Sicherheitslage zu Hause bleiben.

lgr

Privat

Ronald Meinardus
57 Jahre, Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo

In meinem Wohnviertel haben die Muslimbrüder nun ein neues Lager errichtet. Da hörte ich nachts Schüsse, Schlachtrufe. Das hat mich gewundert, denn eigentlich herrscht ja die Ausgangssperre. Und man sieht, diesen Anblick gab es lange nicht, Menschen in Zivil mit schweren Waffen: Die Geheimpolizei tritt in Vierteln wie unserem, wo es viele Botschaften gibt, wieder in Erscheinung. Ich habe eine besondere Beziehung zu Ägypten, ich fühle unheimliches Entsetzen über die Geschehnisse. Denn ich habe die Ägypter, auch wenn das etwas stereotyp klingt, immer als sehr gutmütig wahrgenommen. Szenen wie die gestern hätte ich nie für möglich gehalten. Wenn es weiter zu Ausschreitungen kommt, fürchte ich eine Gewaltspirale, die sich immer schneller dreht. Verhandlungen sind im Moment unmöglich, es gibt keine neutrale Instanz mehr. Das Land befindet sich in Schockstarre. Bis wieder ein Dialog stattfinden kann, werden noch Tage, wenn nicht Wochen vergehen.

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Symrise AG

Bernhard Kott
53, Sprecher des Holzmindener Duftherstellers Symrise

Von unseren rund hundert Leuten in Ägypten ist keiner in die Unruhen gekommen - da sind wir sehr froh drüber. Unsere Produktion am Rande von Kairo ist derzeit nicht beeinträchtigt. Aber wir haben sie in den vergangenen Wochen schon häufiger früher oder ganz geschlossen, wenn die Proteste zu stark waren. Seit heute Mittag sind unsere Mitarbeiter im arabischen Wochenende, jetzt beobachten wir die Lage und entscheiden dann, ob wir am Sonntag weitermachen. Sollte die Sicherheit unserer Angestellten auf dem Weg zur Arbeit beeinträchtigt sein, werden wir nicht öffnen.

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Michael Kalb
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Gestern gab es hier Demonstrationen von Mursi-Anhängern, einige Autoreifen und Müllcontainer haben gebrannt. Das war allerdings nicht in den Straßen, wo die Hotels sind. Direkt bekommen die Urlauber also nichts davon mit. Doch jeder merkt, dass die Stimmung bei den Ägyptern gedrückt ist. Die meisten sehen die Gewalteskalation sehr kritisch, weil sie vom Tourismus leben und nicht wollen, dass weniger Urlauber kommen. In den letzten zwei Tagen bekamen wir verstärkt E-Mails von verunsicherten Menschen, die gerade eine Ägypten-Reise planen. Auf unserer Webseite haben wir einen Blog, in dem wir Fragen beantworten.

sto