Ess-Bann Wien verbietet Speisen in der U-Bahn

Zunächst war stark riechendes Fast Food bedroht, jetzt wird der Essbann in der Wiener U-Bahn auf alle Speisen ausgeweitet. Bußgelder sollen zunächst nicht verhängt werden.

Bratwurst
DPA

Bratwurst


Kindern würden ihre Kekse nicht weggenommen, heißt es. Aber die erwachsenen Passagiere in den Wiener U-Bahnen müssen ihre Mettbrötchen und Fitnessriegel in ihren Taschen lassen. Ab 1. September gilt ein generelles Essverbot in der U6, und nicht nur für stark riechende Speisen, wie zunächst berichtet wurde. Ab 15. Januar darf auf keiner der U-Bahn-Linien der Stadt mehr gespeist werden. Das Trinken nicht-alkoholischer Getränke bleibt erlaubt.

Das Verbot ist die Konsequenz einer Umfrage, bei der sich eine deutliche Mehrheit von insgesamt 50.000 Befragten für den Verzicht von Speisen und Getränken ausgesprochen hatte. Anlass waren Klagen von Fahrgästen über teils sehr stark riechendes Essen wie Döner.

Ob es Strafen bei Verstößen gibt, sei noch offen, so die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). "Das kommt darauf an, welche Erfahrungen wir mit dem Verbot machen", sagte die Ressortchefin. Der Start des Essverbots werde von einer breiten Informationskampagne begleitet - per Plakaten, Durchsagen und Hinweisen auf Anzeigetafeln. Erste Piktogramme mit dem Essverbot seien bereits in den U6-Zügen angebracht worden.

Auch die Ausweitung auf andere Verkehrsmittel wollte Ulli Sima nicht ausschließen, wie der Sender ORF berichtet. Bevor man über ein Essverbot in der Straßenbahn oder in den Bussen nachdenke, werde man sich aber die Erfahrungen in der U-Bahn ansehen, sagte sie laut dem Sender.

In Deutschland sind die Regelungen der Verkehrsverbünde sehr unterschiedlich. Teils seien nur bestimmte Speisen verboten, teils gelte das Verbot nur für bestimmte Transportmittel, so der Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen.

abl/dpa



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