Stars der WM 2018 Paris benennt Metrostationen nach Fußballern - London auch

Frankreich im Taumel: Zu Ehren der neuen Weltmeister benennen die Pariser Verkehrsbetriebe mehrere Haltestellen um. Und auch Londons U-Bahn ehrt einen WM-Helden.

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Zu Ehren der französischen Fußballweltmeister hat die Pariser Metro sechs Stationen vorübergehend umbenannt. Die Station "Champs-Élysées - Clemenceau" an dem berühmten Boulevard wird zu Ehren von Trainer Didier Deschamps zu "Deschamps Élysées - Clemenceau", wie die Betreibergesellschaft RATP am Montag mitteilte.

Die Station "Victor Hugo" heißt unter Anspielung auf Torwart Hugo Lloris jetzt "Victor Hugo Lloris".

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Paris: "Nächster Halt - Deschamps-Élysées"

Die Station "Charles de Gaulle - Etoile" am Triumphbogen wird zu "On a 2 Etoiles" (Wir haben zwei Sterne). Mit den Umbenennungen wolle die Metrogesellschaft die französischen Weltmeister "mit einem Augenzwinkern" empfangen, hieß es. Das Team hatte am Sonntagabend Kroatien in einem spannenden Finalspiel in Moskau mit 4:2 (2:1) bezwungen.

Auf diese Idee kam auch die Londoner Untergrundbahn. Die englische Auswahl hatte in Russland mit dem vierten Platz das beste Resultat seit der WM 1990 erreicht, ab Montagmorgen wurde der Name einer Station der Piccadilly Line daraufhin ziemlich naheliegend geändert. Die Haltestelle "Southgate" heißt für 48 Stunden wie der englische Trainer: "Gareth Southgate".

Die "Équipe Tricolore" wird am späten Montagnachmittag zur Meisterschaftsfeier auf den Champs-Elysées erwartet. Die Spieler und der Trainer werden auf dem Oberdeck eines Busses ihre Fans begrüßen - ähnlich wie die Weltmeister von 1998, die auf dem Boulevard mit rund 1,5 Millionen Menschen ausgelassen feierten. Am Abend empfängt Präsident Emmanuel Macron die siegreiche Elf dann im Élysée-Palast.

beb



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spon-facebook-10000015195 16.07.2018
1. Blödsinn
Das sind millionenschwere Fußballspieler und keine Wohltäter. Eine Ehrung im Rahmen von Straßennamen oder Haltestellennamen sollten nur Menschen zu Teil werden, die wirklich großes geleistet haben für die Gesellschaft und nicht nur einen Pokal gewonnen haben. Denn dann sollten auch alle anderen Sportler die gleiche Ehre bekommen.
quark2@mailinator.com 16.07.2018
2.
Zitat von spon-facebook-10000015195Das sind millionenschwere Fußballspieler und keine Wohltäter. Eine Ehrung im Rahmen von Straßennamen oder Haltestellennamen sollten nur Menschen zu Teil werden, die wirklich großes geleistet haben für die Gesellschaft und nicht nur einen Pokal gewonnen haben. Denn dann sollten auch alle anderen Sportler die gleiche Ehre bekommen.
Leider war das zunächst auch mein erster Gedanke ... aber wir haben auch jede Menge Dinge nach Otto, Diesel, Daimler, Siemens etc. etc. benannt. Grob gesagt - nur weil jemand reich ist, kann er sich dennoch auch Verdienste erwerben. Nun ist das Rumschießen von Plastikbällen zwar zunächst mal keine sinnvolle Beschäftigung für einen Mann, aber hey, dann müßte man die gesammte Unterhaltungsbranche infrage stellen. Entscheidend ist, daß es offenbar soviele Menschen ernsthaft bewegt. Und das es eine Menge Einsatz erfordert hat, dorthin zu kommen. Also, Ehre wem Ehre gebührt ... Man muß wohl wirklich auch gönnen können :-).
Gerdd 16.07.2018
3. Mal halblang ...
Das ist ja nicht für die Ewigkeit, sondern nur für eine Weile. Und manche einstmals für die Ewigkeit gedachte Namensänderung hat sich auch schon überholt - Stalingrad, Leningrad, Karl-Marx-Stadt, aber auch Cape Kennedy, um nur ein paar zu nennen.
The Independent 16.07.2018
4. ...
Zitat von spon-facebook-10000015195Das sind millionenschwere Fußballspieler und keine Wohltäter. Eine Ehrung im Rahmen von Straßennamen oder Haltestellennamen sollten nur Menschen zu Teil werden, die wirklich großes geleistet haben für die Gesellschaft und nicht nur einen Pokal gewonnen haben. Denn dann sollten auch alle anderen Sportler die gleiche Ehre bekommen.
Wenn Sie nicht nur die Überschrift, sondern auch den eigentlichen Artikel gelesen hätten, dann hätten Sie erfassen können, dass es sich nur um eine zeitlich befristete Umbenennung (sowohl in Paris als auch in London) handelt. Agieren Sie auch offline wie eine Spaßbremse?
joernthein 18.07.2018
5. Deschamps oder Duchamp
Wenn ich die Fotografie von der Station zu Ehren des Trainers Deschamps betrachte, kommt mir der Gedanke, es handele sich um einen Schreibfehler. Es sollte eigentlich (Marcel) Duchamp heißen. Und die darunter gezeigten Sitzgelegenheiten sind eine serielle, abstrakte Nachbildung seines Readymade "Fountain" von 1917. Zugegeben, etwas um die Ecke gedacht.
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