Wolga Kreuzfahrtschiff von Frachter aufgeschlitzt

Ein Flusskreuzfahrtschiff ist auf der Wolga mit einem Lastkahn kollidiert. Bei dem Crash auf einem Stausee hat der Frachter ein Loch in die "Viking Kirov" einer Schweizer Reederei gerissen. Die rund 180 Passagiere blieben unverletzt.


Moskau - Die "Viking Kirov" mit über 180 Touristen an Bord ist in Russland beim Zusammenstoß mit einem Lastkahn aufgeschlitzt worden. Niemand wurde bei dem Unfall auf dem Rybinsker Stausee etwa 300 Kilometer nördlich von Moskau verletzt, wie die Seerettung nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte. Die Reederei Viking River Cruises mit Sitz in Basel bestätigte SPIEGEL ONLINE gegenüber den Unfall in der Nacht zu Mittwoch. Das Schiff befand sich auf einer 13-tägigen Kreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau.

Zu dem Unfall war es gekommen, als der mit Sand beladene Frachter das Kreuzfahrtschiff traf und ein Loch in dessen Steuerbord-Seite riss, berichtete die Zweigstelle des Katastrophenschutzministeriums in der Region Jaroslawl. Besatzungsmitglieder konnten das Loch abdichten. Die Ursache des Zusammenstoßes in der Nacht zum Mittwoch war zunächst unklar.

An Bord der "Kirov"waren laut Mitteilung der Reederei 168 Passagiere aus USA und Großbritannien, 15 deutsche Gäste sowie 114 Crew-Mitglieder. Zwei Rettungsschiffe brachten die Passagiere in Sicherheit. Von Rybinsk im Süden des Stausees aus werden die Passagiere per Bus nach Moskau gefahren. Dort soll das Besichtigungsprogramm wie geplant durchgeführt werden.

Das 129,4 Meter lange Luxuskreuzfahrtschiff "Viking Kirov" war 1988 in Deutschland gebaut und 2008/2009 komplett umgebaut worden. Die Wasserroute von St. Petersburg nach Moskau durch den mehr als 4500 Quadratkilometer großen Rybinsker Stausee an der Wolga ist bei Touristen sehr beliebt.

abl/dpa



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