Schäden wegen Sturmtief "Xavier" Bahn muss noch Umwege fahren

Noch immer kommt es wegen der Schäden durch Sturmtief "Xavier" zu Störungen im Fahrplan der Bahn. Immerhin: Auf manchen Strecken normalisiert sich die Lage.

Reisende am Hamburger Hauptbahnhof
DPA

Reisende am Hamburger Hauptbahnhof


Sturmtief "Xavier" hat vielerorts in Deutschland schwere Schäden angerichtet. Die Lage entspannt sich nur langsam, auch am Wochenende waren die Folgen des Sturms vor allem im Bahnverkehr deutlich zu spüren. Die Bahn gab aber immerhin eine weitere Hauptstrecke frei: Die Schäden zwischen Hannover und Bremen waren beseitigt, der reguläre Fahrplan konnte jedoch zunächst nicht eingehalten werden. "Der Betrieb muss erst wieder hochgefahren werden", hieß es.

Die Bahnverbindung Berlin - Hamburg war weiterhin gesperrt. Ab Montag will die Bahn diese Verbindung wieder regulär aufnehmen. Zwischenzeitlich mussten Reisende Umwege über Uelzen und Stendal in Kauf nehmen.

Auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover sind seit Samstag wieder Züge unterwegs. Inzwischen kämen Reisende mit der Bahn wieder in alle Himmelsrichtungen voran, sagte ein Bahnsprecher. "Wenn auch nicht immer auf dem gewohnten Weg." Im Nahverkehr sei ein Großteil der Strecken wieder befahrbar. An den Bahnhöfen habe sich die Situation ebenfalls deutlich entspannt. Die Fahrgäste informierten sich in der Regel gut vor Reisebeginn.

Nach knapp 70 Stunden hob die Berliner Feuerwehr den wegen "Xavier" ausgerufenen Ausnahmezustand auf. Mehr als 3000 Einsätze hätten die Kräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk abgearbeitet.

Aufräumarbeiten sollen zum Wochenbeginn größtenteils abgeschlossen sein

"Xavier" war am Donnerstag mit bis zu 122 Stundenkilometern über Nord- und Ostdeutschland hinweggezogen. Der Sturm hatte zahlreiche Bäume umgestürzt oder abgeknickt. Sieben Menschen kamen ums Leben.

Insgesamt hatten umgekippte Bäume und heruntergerissene Äste nach Angaben der Bahn an mehr als 500 Stellen Schäden angerichtet. Mehr als tausend Kilometer seien betroffen gewesen. Die Bahn hoffte, dass die Aufräumarbeiten größtenteils Anfang der neuen Woche abgeschlossen sind.

Neue Wetterschäden auf Bahnstrecken sind vorerst nicht zu befürchten. Die Wetteraussichten sind einigermaßen beruhigend: Neue Regenwolken sorgen zwar für einen trüben und windigen Start in die Herbstwoche, zumindest droht nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach aber kein neuer Sturm wie "Xavier".

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ulz/dpa

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