Rekord Zahl der Flugpassagiere steigt auf 4,1 Milliarden

Noch nie haben Fluggesellschaften mehr Menschen transportiert als im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2016 stieg die Zahl noch einmal um 7,1 Prozent. Wichtigster Markt bleibt Europa.

Startendes Flugzeug über Düsseldorf
DPA

Startendes Flugzeug über Düsseldorf


Die Fluggesellschaften haben im Jahr 2017 die Rekordzahl von weltweit 4,1 Milliarden Passagieren transportiert. Dies entspreche einem Anstieg von 7,1 Prozent gegenüber 2016. Das teilte die Internationale Organisation für zivile Luftfahrt (Icao) auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Ein Grund für den erneuten Anstieg der Passagierzahlen war demnach der weiter wachsende Markt der Billigfluggesellschaften: Diese beförderten 1,2 Milliarden Passagiere und waren damit für knapp 30 Prozent des zivilen Luftverkehrs verantwortlich.

Die Zahl der zurückgelegten Flugkilometer aller zahlenden Passagiere stieg um acht Prozent, wie es weiter hieß. Die Zuwachsraten lagen den Angaben zufolge in allen Regionen außer dem Nahen Osten über dem Vorjahresniveau. Europa ist mit einem Anteil von 37 Prozent an den weltweiten Passagierkilometern weiterhin der wichtigste Markt für die zivile Luftfahrtbranche.

Icao-Präsident Olumuyiwa Benard Aliu führte den "gewaltigen Anstieg" der Passagierzahlen in der zivilen Luftfahrt auf Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Effizienz und Umweltschutz zurück.

aar/dpa/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
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hooge789 18.01.2018
1. Umweltunfreundlich
Wir haben lange gebraucht, um zu verstehen, dass unsere Autos Dreckschleudern sind. Wie lange wird es noch dauern uns davon zu überzeugen, dass Linienflugzeuge nicht besser sind?
ulrics 18.01.2018
2.
Steigende Passagierzahlen werfen die Frage auf, ob der Brandschutz an all diesen Flughäfen angepasst wurden. Denn mehr Menschen haben einen Einfluss auf Flucht- und Rettungswege. Sprich im Ernstfall könnte dies zur Katastrophe führen. Bestes Beispiel der Flughafen Düsseldorf, der bei seinem Antrag den Brandschutz nicht einmal bedacht hat.
j.ogniewski 18.01.2018
3. Leider...
enwickelt sich der Umweltschutz wesentlich langsamer als der Anstieg an Flugkilometern, d.h. der Schadstoff-Austoss unserer Flugreisen steigt wesentlich von Jahr zu Jahr. Flugreisen stellen in DE wie auch in vielen anderen entwickelten Ländern inzwischen ein grösseres Umweltproblem dar als Autos. Und Flugreisen sind nach wie vor stark subventioniert vom Steuerzahler. Wir bräuchten dringend eine ehrliche, ganz- und einheitliche Umweltpolitik, sonst haben wir keine Chance.
achterhoeker 18.01.2018
4. Falsche Recnung
Interessant wird es erst wenn man nicht Eins und Eins zusammen zählen würde sondern wieviel (eher wenige) Menschen wie oft fliegen. Dann würde man feststellen das wohl 5 bis 6 Mrd. Menschen überhaupt nicht fliegen und die Vielflieger ( Manager, Schauspieler, Sportler, Models, Politiker) das eigentliche Problem sind bzw. in den USA das Flugzeug der eigentliche "Nahverkehr"ist.
flammermann 18.01.2018
5. Umweltschutz?
Wieso führt der Präsident den Anstieg der Passagierzahlen auf Verbesserungen im Umweltschutz zurück??? Es dürfte doch jedem Passagier klar sein, dass Flugzeuge die größten Verursacher von Umweltproblemen sind (bezogen auf die Belastung pro Transportkilometer).
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