Wintersportler haben gewählt Zermatt ist die beste Skiregion

In einer der größten Studien über die Alpen wurden 48.000 Wintersportler direkt am Lift nach ihren liebsten Revieren gefragt. Die meisten antworteten: Zermatt. Je besser sie fuhren, desto wichtiger war den Teilnehmenden ein großes Skigebiet.

Zermatt Bergbahnen AG

Das Schweizer Skigebiet Zermatt ist das beste Revier für Wintersportler in den Alpen. Das ist das Ergebnis der "Studie Best Ski Resort", für die knapp 48.000 Personen zu Skigebieten befragt wurden.

Die Untersuchung der Universität Innsbruck und dem Beratungsunternehmen Mountain Management wurde zwischen Dezember 2013 und April 2014 durchgeführt. Die teilnehmenden Skifahrer und Snowboarder wurden direkt an den Pisten angesprochen. Die Fragen waren unter anderem: Wer hat das beste Pistenangebot? Wo gibt's den wildesten Après Ski? Wo fahren die bequemsten Lifte?

In der Gesamtauswertung erreichte Zermatt den höchsten Wert. Den zweithöchsten Zufriedenheitswert bekam Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol, auf Platz drei landete Arosa in der Schweiz. Sulden in Südtirol erreichte Rang vier.

Zermatt zieht in Sachen Größe an allen vorbei

Zermatt liegt auch in den Kategorien Skigebietsgröße/Pistenangebot sowie Pistenpräparation ganz vorne. Sulden kommt bei den Aspekten Schneesicherheit und Unterkunft/Hotel auf den ersten Rang. Das Party-Mekka Ischgl in Tirol sichert sich in der Kategorie Après Ski die Spitzenposition. In Sachen Wellness überzeugt diesmal Obergurgl/Hochgurgl. Laax ist die Nummer eins im Funsport- und Snowpark-Angebot. Am kinderfreundlichsten ist es in Serfaus-Fiss-Ladis.

Die Größe des Skigebiets und das Pistenangebot sind für die meisten Wintersportgäste in den Alpen das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung der Güte eines Wintersportreviers. 72 Prozent der Befragten entscheiden unter anderem nach diesem Aspekt, wohin sie zum Skilaufen fahren.

Auffällig: Je besser die Sportler fahren, desto wichtiger ist anscheinend ein entsprechend großes Gebiet. Auf Rang zwei liegt die Schneesicherheit (56 Prozent), danach folgt die Pistenpräparation (47 Prozent). Hier die Infografik:

Das Besondere an der Studie: Die Jury war kein Fachgremium, sondern bestand aus 47.935 Wintersportlern, die direkt an den Pisten 55 ausgewählter Skigebiete im Alpenraum rekrutiert und befragt wurden. Ausgewählt wurden diese nach dem Zufallsprinzip.

Viermal wurden die Befragungen im jeweiligen Wintersportort durchgeführt, je zweimal in der Haupt- und Nebensaison. Skifahrer und Snowboarder haben für die Studie Auskunft in mehr als 20 Kategorien im Bezug auf "Relevanz" und "Zufriedenheit" gegeben. "Best Ski Resort" ist nach Angaben der Untersucher die bisher aussagekräftigste Studie über die Skigebiete der Alpen.

jkö/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Heinz-Herbert 08.11.2014
1. Wo ist...
Sulden! Nie gehört...müsste wohl Sölden heißen...
e_d_f 08.11.2014
2. Ich kenne rund 60 Skigebiete ...
... und bin auch der Meinung, dass Zermatt das beste ist. Aber nur, weil es mit Cervini/Italien zusammen so groß und vielseitig ist. Es ist auch eines der teuersten Skigebiete.
no.wonder 08.11.2014
3. Kommentieren ohne Ahnung...
Oh Heinz-Herbert... Nix wissen ist ja nicht so schlimm... Sich trotzdem bemüßigt fühlen, dumme Kommentare von sich zu geben schon eher... Sulden liegt am Ortler, in der Nähe vom vinschgau und in nächster Umgebung vom Engadin... Hat mit après - Sölden nix zu tun
Worldwatch 08.11.2014
4. Ja, Ski, und
Mag ja so sein. - Aber, "beste Skiregion" ... Wer kennt schon Utah's "Champagnerschnee", oder so manches Revier in Alaska ....
shooop 08.11.2014
5. St. Jakobs im Deferreggental
Ich mags lieber klein, gemütlich und nicht so laut, sondern eher schön natürlich. Und da liegt das Defereggental ganz weit vorne. Außerdem hat das Tal und der Staller Sattel viele Loipen zu bieten, so dass ich meist wirklich die Qual der Wahl habe zwischen Loipe und Piste. Skiurlaub ist für mich aber auch nix, was mit Luxus und Wellness zusammenpasst, sondern eher mit Sportlichkeit, einer rustikal gemütlichen Unterkunft, einer warmen Dusche am Abend, einer gemütlichen Stimmung im Tal und einen guten Wirtshaus. Ich mag nicht, wenn Täler im "Sinne des Touristen" alles tun, tausenderlei laute Attraktionen anbieten und ihre Identität aufgeben. Zermatt zum Beispiel hat einen großen Namen, hat es aber geschafft selbst den durchfließenden Bergbach in einen Betonkanal zu leiten und hat keinen Flair als Bergdorf mehr, sondern ist ein Schickimicki-Gelddruckort geworden. Edward Whymper würde sich im Grabe umdrehen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.