Bahnverkehr: Zugentgleisung legt Bremer Hauptbahnhof lahm

Gestrandete Reisende, stundenlange Verspätungen: Ein Unfall hat am Donnerstag den Gleisverkehr am Bremer Hauptbahnhof komplett stillgelegt. Tausende Passagiere waren betroffen.   

Bremen: Ein entgleister Güterzug blockiert den Hauptbahnhof Zur Großansicht
DPA

Bremen: Ein entgleister Güterzug blockiert den Hauptbahnhof

Bremen - Ein entgleister Güterzug hat am Donnerstag den Bremer Hauptbahnhof komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten. Die Deutsche Bahn sperrte alle Gleise und leitete Fernzüge um. Die Regionalverbindungen endeten an anderen Bahnhöfen.

Viele Passagiere mussten auf Busse umsteigen. Tausende Fahrgäste waren betroffen. Die Bahn wollte aber versuchen, einige Gleise noch am Donnerstag wieder freizugeben. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt.

Der leere Güterzug wollte gegen Mittag durch den Bremer Bahnhof fahren, als die hinteren Waggons aus den Gleisen sprangen. Sie rissen mehrere Masten um und beschädigten dadurch die Stromleitung. Die Bahn musste den Strom auf allen Gleisen abschalten. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. "Wir haben gerade erst begonnen, nach der Ursache zu forschen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Ein Ergebnis wird voraussichtlich erst in den nächsten Tagen vorliegen.

Sobald die Bundespolizei ihre Arbeiten an der Unfallstelle beendet hat, will die Bahn mit den Aufräumarbeiten beginnen. "Dafür muss natürlich der Zug weg", sagte eine Bahnsprecherin. Wie dieser abtransportiert werden soll, müssen die Experten noch klären. Die Bergung und die Reparaturen werden nach Einschätzung der Bundespolizei frühestens am Freitag beginnen können.

dkr/dpa

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1. optional
politik-nein-danke 14.02.2013
Ist doch klar wie es zu dem Unglück kommen konnte.... jeder der sich an eine Bahnstrecke stellt und mal hinhört wie die Güterzüge rumpeln und quietschen, der weiß das die Waggons aus den 50ern nicht gewartet werden und die Lager heftig ausgeschlagen sind....
2. Diese Vorkommnisse häufen sich bedenklich weil
mediamungo 14.02.2013
die Bahn offenbar zu wenig in präventive Wartung investiert. Es scheint kostengünstiger zu sein, auf technische Pannen bzw. Ausfälle etc. zu warten, um dann mit Methoden des "incident management" zu reagieren. Als Dienstleister mit hoher Verantwortung für die zu befördernden Menschen sollte man jedoch nicht auf dieses "Feuerwehr-Prinzip" setzen, sondern durch vorsorgliche Wartung von Fahrgerät, Gleisanlagen und essentiell wichtigen Systemkomponenten einem verheerenden Unfall vorbeugen. Letzterer wird unausweichlich zu beklagen sein, sollte die Bahn bei dem derzeit betriebenen Wartungsmodell verbleiben.
3.
zeckenhasser 14.02.2013
Ach, Sie kennen schon die Ursache?! Na, dann mal raus damit, ersparen Sie den Ermittlern viel Arbeit! Im Übrigen gibt es "die Bahn" nicht mehr, das sollte sich mittlerweile überall herumgesprochen haben. Und ob es an den Wagen des privaten Verkehrsunternehmens gelegen hat, an schadhaften Gleisen von DB-Netz oder ob schlicht nur ein gedankenloser Fahrdienstleiter unter dem Zug die Fahrstraße aufgelöst und eine Weiche umgestellt hat, wird das Eisenbahnbundesamt ermitteln.
4.
tim-sker 14.02.2013
Zitat von politik-nein-dankeIst doch klar wie es zu dem Unglück kommen konnte.... jeder der sich an eine Bahnstrecke stellt und mal hinhört wie die Güterzüge rumpeln und quietschen, der weiß das die Waggons aus den 50ern nicht gewartet werden und die Lager heftig ausgeschlagen sind....
Lieber politik-nein-danke, wo hast du denn das nachgelesen? Bzw. du hörst du dich so an, as hättest du die super Ahnung von Lokomotiven und Waggons. Was du hier den Firmen unterstellst, muss ich dir leider ein Strich durch die Rechnung machen... 1. Bei diesem Unfall, waren keine Waggons aus den 50. Jahren beteiligt! 2. Sind kaum noch Waggons aus den 50. Jahren im Umlauf! 3. Lager ausgeschlagen?... Würde dies der Fall sein, dann hätten wir pro Tag in Deutschland tausende Zugunglücke. Ich würde dich höflichst bitten, deine auf deutsch gesagte "Klugscheißerrei" zu lassen und mal selbst in den BW's bzw. AW's nachzufragen, wann und wie die einzelnen Güterwaggons, bzw. das gesamte Wagenmaterial der Deutschen Bahn oder der jeweiligen anderen Bahngesellschaften gewartet werden! Bis dahin, dir einen schönen Abend! PS: In Sachen Bahn würde ich vorsichtig sein!
5.
tim-sker 14.02.2013
Zitat von mediamungodie Bahn offenbar zu wenig in präventive Wartung investiert. Es scheint kostengünstiger zu sein, auf technische Pannen bzw. Ausfälle etc. zu warten, um dann mit Methoden des "incident management" zu reagieren. Als Dienstleister mit hoher Verantwortung für die zu befördernden Menschen sollte man jedoch nicht auf dieses "Feuerwehr-Prinzip" setzen, sondern durch vorsorgliche Wartung von Fahrgerät, Gleisanlagen und essentiell wichtigen Systemkomponenten einem verheerenden Unfall vorbeugen. Letzterer wird unausweichlich zu beklagen sein, sollte die Bahn bei dem derzeit betriebenen Wartungsmodell verbleiben.
Würdest du mal genau hingucken, würdest du sehen, das es kein Wagenmaterial der Deutschen Bahn ist, sondern der Firma PCT Altmann, die selbst für ihr Wagenmaterial verantwortlich, und Erfahrungsgemäß nach den Richtlinien des Eisenbahn-Bundesamt warten lässt. Die Deutsche Bahn hat eigentlich in diesem Unfall keine Schuld!
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