Slackline in 150 Metern Höhe Seiltanz auf der Zugspitze

Einen Balanceakt der besonderen Art wagte ein 23-Jähriger an der Zugspitze: Auf einem Seil spazierte er zwischen zwei Kabinen der Seilbahn hin und her. Es ist nicht die erste Aktion, mit der der Slackliner für Furore sorgt.

DPA

Garmisch-Partenkirchen - Ist das noch mutig oder doch schon zu leichtsinnig? Der Ausflug, den Alexander Schulz jetzt an der Zugspitze unternahm, wird nicht jedem gefallen: Der 23-Jährige spazierte am Donnerstagabend auf einem Seil zwischen zwei Kabinen der Bergbahn hin und her - in 150 Metern Höhe.

Dem Rosenheimer folgte später Niklas Winter, einer der Slackliner, mit denen er sich zu dem Unternehmen One Inch Dreams zusammengetan hat. Die Freunde geben Workshops und verkaufen Slackline-Equipment, also das Zubehör für die Trendsportart. Slacklining oder Slacken ähnelt dem Seiltanz: Man spannt dafür ein Band zwischen zwei Befestigungspunkten, meist sind das Bäume, und balanciert darüber - eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die man auch in deutschen Stadtparks vermehrt beobachten kann.

Die spektakuläre Aktion am Gletscher hat mit einem gemütlichen Nachmittag über dem Rasen allerdings nur noch wenig zu tun. Es ist nicht die erste, mit der Schulz und Co. versuchen, Aufmerksamkeit für sich und ihre Firma zu erregen: Schulz spaziert auch gerne mal nackt übers Band und stellte mehrere Weltrekorde auf, unter anderem den für das Slacken über Wasser.

Dieser Balanceakt aber sei selbst für ihn ein ganz besonders gewagter, erklärte One Inch Dreams: "Die beweglichen Kabinen stellen eine Besonderheit dar, weil sie nicht starr an Ort und Stelle verharren und damit das Balancieren zu einer besonders wackeligen Angelegenheit machen." Das setze "totale Schwindelfreiheit" voraus.

Schulz und Winter waren während ihres Ausflugs laut der "Passauer Neuen Presse" nur mit einem an der Slackline befestigten Seil gesichert. Beim ersten Versuch stürzte Schulz gar. Die Idee für die riskante Aktion entstand demnach im vergangenen Jahr, als die Slackliner mit Skifahrer Felix Neureuther ein Band zum Gipfelkreuz auf der Zugspitze spannten.

emt/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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marpap 18.07.2014
1. Es ist nicht wirklich ungewöhnlich...
...wenn man nur an einem Seil gesichert ist. Das ist beim Klettern eigentlich eher die Regel denn die Ausnahme und zeugt daher nicht wirklich von übersteigertem Draufgängertum. Und bei Highlines ist das sowieso vollkommen normal.
flyforcash 19.07.2014
2. Hätte er das Ganze ohne Sicherungsseil gemacht...
...dann hätte es mich wirklich beeindruckt. So aber ist es nur eine weitere Fußnote in einer Freizeitbeschäftigung (von Sport kann man da ja nicht wirklich reden) die offensichtlich nicht so trendy ist wie man gerne glauben machen möchte.
maximilian_graves 19.07.2014
3. ...
Ohne Sicherung, super Idee. Eine Löwengrube könnte man da auch noch einbauen. Kommt bestimmt gut an bei den jungen Leuten.
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