Zugunglück ICE kollidiert in Tunnel mit Schafherde

Schreckmoment für die 170 Passagiere eines ICE: In einem Tunnel bei Fulda raste der Zug in eine Schafherde und entgleiste. Die Fahrgäste wurden evakuiert. 25 Menschen erlitten Prellungen und Knochenbrüche.


ICE-Zug der Deutschen Bahn: Kollision mit Schafherde
AP

ICE-Zug der Deutschen Bahn: Kollision mit Schafherde

Frankfurt/Main - Ein ICE 885 auf dem Weg von Hamburg-Altona nach München ist am Samstagabend südlich von Fulda in einem Tunnel in eine Schafherde gerast und entgleist. Das Unglück ereignete sich kurz nach 21 Uhr im fast elf Kilometer langen Landrückentunnel. Rund 500 Meter nach der Einfahrt stieß der Zug mit einer Herde von rund 20 Tieren zusammen, die offenbar zuvor in den Tunnel eingedrungen waren. Wie die Polizei berichtete, sind alle durch die Kollision umgekommen.

Der ICE blieb mit beschädigtem Triebkopf liegen, wie eine Bahnsprecherin bestätigte, und müsse abgeschleppt werden. Nach Angaben der Bundespolizei erlitten 25 Fahrgäste Prellungen und Knochenbrüche.

Augenzeugen berichteten, die Passagiere seien bei der Evakuierung durch Qualm und Rauch aus dem Tunnel gelaufen. Sie wurden am Tunnelausgang von zahlreichen Rettungskräften, darunter Sanitäter, Feuerwehr und Polizei, in Empfang genommen. Die Fahrgäste wurden mit Bussen ins Bürgerhaus Mittelkalbach gefahren, berichtet die Polizei.

cjp/AP/AFP/dpa



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