Zyklon "Evan": Regierung erklärt Fidschi zum Katastrophengebiet

Als Winterreiseziel sind die Südseeinseln beliebt. Doch aufgrund der Schäden durch Zyklon "Evan" musste Fidschi zum Katastrophengebiet erklärt werden, auf Samoa herrscht Ausnahmezustand. Das Auswärtige Amt rät dringend, sich vor einer Reise zu informieren.

Zyklon auf den Fidschis: Einer der schlimmsten Stürme der letzten 20 Jahre Zur Großansicht
REUTERS/ Fiji Ministry of Information

Zyklon auf den Fidschis: Einer der schlimmsten Stürme der letzten 20 Jahre

Suva/Wellington - Einer der schlimmsten Zyklone der vergangenen 20 Jahre hat auf den Fidschi-Inseln und auf Samoa eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wirbelsturm "Evan" setzte Straßen unter Wasser, entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und führte zu Erdrutschen sowie Stromausfällen, wie es in neuseeländischen Medienberichten hieß. Tausende seien obdachlos geworden.

Infolge der Schäden musste Fidschi für 15 Tage zum Katastrophengebiet erklärt werden, meldete das Auswärtige Amt. Über 8000 Menschen sollten in Evakuierungszentren untergebracht worden sein. Zahlreiche Touristen seien zu ihrer Sicherheit von auf anderen Inseln liegenden Ferienressorts auf die Hauptinsel Viti Levu gebracht worden. Es bestehe auch weiterhin Überschwemmungsgefahr.

Auch auf Somoa hat die Regierung einen 30-tägigen Ausnahmezustand ausgerufen. Die deutsche Behörde empfiehlt Reisenden, sich vor Urlaubsantritt über die aktuelle Situation auf Fidschi und Samoa zu informieren. Den Anweisungen der Behörden vor Ort sollte Folge geleistet werden.

In Samoa kostete der Zyklon mindestens fünf Menschen das Leben, zwölf weitere werden noch vermisst. Mehr als 5000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Schäden auf der Hauptinsel Upolu und der Hauptstadt Apia seien größer als bei dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami im Jahr 2009, hieß es. Damals gab es 135 Tote.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 km/h hatte "Evan" am Montag die Fidschi-Inseln getroffen. Mehr als 8000 Einwohner und Hunderte Touristen wurden in Notunterkünfte gebracht. Das Militärregime verhängte eine Ausgangssperre. Berichte über Opfer lagen nicht vor.

Am stärksten traf der Zyklon Lautoka, die zweitgrößte Stadt des Archipels. "Vor allem leiden die Armen", sagte ein örtlicher Geschäftsmann. "Sie benötigen Lebensmittel und Unterkünfte." Die Aufräumarbeiten würden mehrere Millionen Dollar und viele Monate in Anspruch nehmen, teilten die Behörden mit.

"Evan" hat inzwischen Kurs auf Neuseeland genommen, das für Fidschi eine Nothilfe von 820.000 neuseeländischen Dollar (rund 520.000 Euro) bereitstellte.

abl/dpa

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