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23.06.2010
 

Website für barrierefreien Urlaub

Mit Handbike an die Elbe

Picknick im Tagebau: Barrierefreiheit gehört zum Leitbild der NiederlausitzZur Großansicht
Tourismusverband Niederlausitz/Nada Quenzel

Picknick im Tagebau: Barrierefreiheit gehört zum Leitbild der Niederlausitz

Reisen trotz Rollstuhl: Deutsche Städte und Regionen stellen auf einer Internetseite Urlaubsorte für Menschen mit Handicap vor. Die Tipps der Arbeitsgemeinschaft reichen von Jeep- und Handbike-Touren bis zur Segelreise auf dem Katamaran.

Frankfurt/Main - Ob mit Handbikes durchs Lausitzer Seenland, bei einem Segeltörn auf dem Senftenberger See oder auf den Spuren von Wolf und Fischotter im Neuruppiner Tierpark Kunsterspring - für Menschen mit Behinderungen gibt es in Deutschland attraktive Urlaubsziele. Einige Städte und Regionen haben sich mit speziellen Führungen und barrierefreien Angeboten auf die Bedürfnisse von Sehbehinderten, Gehörlosen und Gehbehinderten eingestellt.

Einen Überblick über barrierefreie Urlaubsorte liefert die Internetseite der Arbeitsgemeinschaft "Barrierefreie Reiseziele Deutschland". Auf ihrer Homepage stellen sich die bislang sieben Mitgliedsstädte und -regionen vor. Erklärtes Ziel der Teilnehmer ist, das Reisen in Deutschland für Menschen mit verschiedenen Behinderungen möglich zu machen und weiterzuentwickeln.

Die vorgestellten Urlaubsziele reichen allerdings bisher nicht über vereinzelte Angebote auf der Nordseeinsel Langeoog, im Ruppiner Land, in der Niederlausitz, der Sächsische Schweiz, der Eifel, im Fränkischen Seenland sowie in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt hinaus. Zwar ist die Arbeitsgemeinschaft offen für weitere Mitglieder. Allerdings müssen die Neubewerber eine Reihe von Kriterien erfüllen.

Dazu zählt, dass nur Städte mit einer jährlichen Übernachtungszahl von 300.000 und Regionen mit 500.000 Übernachtungen pro Jahr Mitglieder werden können. "Wir nehmen keine einzelnen Hotels auf, denn schließlich soll der ganze Urlaub barrierefrei sein und nicht gleich an der Hoteltür enden", sagt die AG-Geschäftsstellenleiterin Sigrund Krapf. Deshalb muss Barrierefreiheit auch im Leitbild der jeweiligen Stadt oder Region verankert sein.

Derzeit bewerben sich fünf Städte und Regionen für die Aufnahme in der AG. Welche das sind, verrät Krapf allerdings nicht. "Es ist nicht sicher, ob alle den umfangreichen Leistungskatalog erfüllen können." Zeit dazu haben sie noch bis Ende des Jahres. Die Neumitglieder gibt der Verein dann am 1. Januar 2011 bekannt.

Auch andere Internetportale haben sich auf barrierefreies Reisen spezialisiert. So etwa die Seite handicapnet.com, die Unterkünfte für Rollstuhlfahrer in Deutschland, Österreich und Spanien vermittelt. Die Auswahl der Reiseziele geht zwar über die deutschen Grenzen hinaus, beschränkt sich allerdings auf barrierefreie Hotels. Freizeitangebote werden nicht dargestellt.

jhe/ddp

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